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BARBARA

BARBARA

Regie Christian Petzold
Kinostart 08.03.2012
Genre Drama

Kritiken • BARBARA

13. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Christian Petzold ist ein ausgesprochen versierter Storyteller, findet Nino Klingler. "In der Wahl seiner Einstellungen ist er gewohnt präzise, spielt objektive und subjektive Perspektiven gegeneinander aus, greift zu klassischen Dialogauflösungen, wenn es der Story dienlich ist, und entwickelt dabei doch ungemein evokative, berührende Handlungsräume. Wunderbar, wie er beispielsweise den Außenraum der Natur und das mausgraue Privatgemach Barbaras auf der Soundebene voneinander abgrenzt: Draußen weht ununterbrochen der Wind, und drinnen ticken immer die Uhren. Wildnis und Gleichtakt – in dieser Spannung zeichnet sich ein spezifisches Bild der ehemaligen DDR und ein allgemeines Bild des Individuums in der Gesellschaft ab. "

09. März 2012 | BARBARA • Kritik • schnitt.de

Dominik Bühler war angetan. "Das Besondere ist vielleicht, daß es so scheint als wisse Petzold selber nicht alles über die Zustände der Figuren, die seine Filme bevölkern. Man spürt eine starke Neugier ihnen gegenüber, die sich nie anmaßt, ihren Werdegang endgültig zu bestimmen. Fasziniert folgt man Blicken, Gesten und spärlich gesetzten Dialogen, achtet auf Sprechweisen, Alltagshandlungen, den Wind, die Motoren. Nie wird zuviel preisgegeben."

08. März 2012 | BARBARA • Kritik • Der Freitag

Matthias Dell entdeckte anhand des Beispieles Ratatouille, dass BARBARA (BARBARA Trailer) dem Zuschauer nicht dabei hilft, die DDR zu verstehen, sondern dass die DDR dem Zuschauer hilft, die Filme von Regisseur Christian Petzold zu verstehen.

08. März 2012 | BARBARA • Kritik • getidan.de

Peter Claus lobt die Hauptdarstellerin. "Nina Hoss spielt die Titelfigur sehr ruhig, konzentriert, fast stocksteif. Diese Frau wagt es nun einmal nicht, sich zu rühren. Das ist körperlich sichtbar. Exzellent! Aber sie zeigt zugleich die unter der Oberfläche brodelnden Gefühle, zeigt auch, dass diese Frau weder ihr Denken noch ihre Menschlichkeit abgestellt hat."

08. März 2012 | BARBARA • Kritik • textezumfilm.de

José García vergibt 4,5 von 5 Punkten. "Neben den exquisiten Bildern von Kameramann Hans Fromm und dem authentischen Produktionsdesign von K.D. Gruber und Anette Guther besticht BARBARA (BARBARA Trailer) durch seine klassische Dramaturgie, die sich im Vergleich zu früheren Filmen von Christian Petzold (etwa GESPENSTER, 2005 oder YELLA (YELLA Trailer), 2007) zugänglicher ausnimmt, vor allem aber durch die fein austarierte Figurenzeichnung."

06. März 2012 | BARBARA • Kritik • filmtabs.com

Günter H. Jekubzik lobt: "Mit einer enormen Detailgenauigkeit haben Petzold und sein Team die DDR rekonstruiert, auch die besonders schäbige Wohnung, die der Staat Barbara zugewiesen hat... Dabei vermeiden Petzold und sein Kameramann Hans Fromm die übliche düstere Farbpalette für „den Osten", die in Das Leben der Anderen oder auch aktuell in Die Vierte Macht (Die Vierte Macht Trailer) vorherrscht. Dieses Leben der Anderen - Petzold stammt aus dem Westen - wirkt echt, obwohl das Kunstwerk, das dieser Film auch ist, voller Bedeutungen steckt."

28. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • filmgazette.de

Andreas Thomas resümiert: "Christian Petzold bringt ein wenig mehr Übersicht in die komplizierten Verhältnisse unserer Gegenwart und er verhilft auch dem Intellektuellen einmal dazu, etwa den Foucault zur Seite legen zu können und seinen ruhelos fragenden Gedanken einmal eine Pause zu gönnen, ohne dabei sein doch hohes Niveau verlassen zu müssen."

13. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • perlentaucher.de

Thomas Groh schreibt: "Es gehört viel Mut dazu, einen Film über latente Paranoia, angespannte Kiefermuskeln, suchende Blicke in leere Augen und, schlussendlich auch, ethische Dilemmata mit derart zärtlichem Schmelz ausklingen zu lassen. Petzold, mit BARBARA (BARBARA Trailer) in einer Meisterschaft seiner Kunst angelangt, die nichts mit Routine oder gar Abgeklärtheit zu tun hat, gelingt dies glatt."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • Der Spiegel

Die Wärme, die diesen Film nach dem unterkühlten Anfang immer mehr durchdringt, hat Daniel Sander so bei Christian Petzold noch nicht erlebt. Der Film ist "Psychodrama, Systemkritik und gleichzeitig so etwas wie Christian Petzolds erster Liebesfilm - einer der nicht nur das Unglück sieht und sich immer auch ein Stück Hoffnung wahrt. Es ist eigentlich keine Überraschung, dass Christian Petzold das auch kann, aber es ist schön, den Beweis zu sehen."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek entdeckt das System Christian Petzold: "Die beste Beschreibung lautet wohl "ökonomisch", keine Geste, kein Wort, keine Kamerabewegung sind zu viel. Jede Szene dauert keine Sekunde länger, als sie muss, und jede Szene ist ein eigener, kleiner Spannungsbogen für sich, der aufgebaut und aufgelöst wird, sozusagen lauter Mini-Geheimnisse innerhalb des großen Geheimnisses."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah einen schönen, aber kein großen Film von Christian Petzold. "Was ihn kleiner macht als etwa GESPENSTER oder auch YELLA (YELLA Trailer), ist eine Festumrissenheit, die nicht nur die Schauspielerführung und die dramaturgischen Mittel, sondern die Geschichte selbst einschließt. Nirgends ein schwindlig machendes Rätsel, das den ganzen Film umfasst."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • filmtabs

Mit einer enormen Detailgenauigkeit haben Christian Petzold und sein Team laut Günter H. Jekubzik "die DDR rekonstruiert, auch die besonders schäbige Wohnung, die der Staat Barbara zugewiesen hat. Sie selbst mit ihrem roten Schminkkoffer fällt aus der farblosen Tristesse heraus, ganz wie ihre Strümpfe und die Zigaretten aus dem Westen, das Auftreten, das sicher nicht nur in der Provinz als arrogant gesehen werden kann."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • blog.film-dienst.de

Felicia Kleiner ist begeistert. "Christian Petzold behandelt diesen Entwicklungsprozess seiner Titelfigur mit atemberaubender Präzision einmal mehr als etwas, was allenfalls rudimentär im Dialog über Barbaras Lippen kommt, sich aber in Gesten und Blicken ausdrückt (subtiler und zarter als hier kann man vom Beginn einer Liebe eigentlich nicht erzählen) und was von der Protagonistin regelrecht abstrahlt."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • festivalblog.com

Tiziana Zugaro lobt den Film. "Die ständige Überwachung, die Drangsalierungen, die Angst, entdeckt zu werden: Aus diesen Elementen webt Petzold eine Stimmung, die sich wie ein eisernes Korsett um seine Protagonistin legt. Der Widerwille gegen die menschenverachtenden Mechanismen der Systems sind tief in Barbaras Gesicht eingegraben – dafür braucht es kein großes Minenspiel."

12. Februar 2012 | BARBARA • Kritik • Sophies Berlinale

"Auch wenn das Ende für mich persönlich sehr vorhersehbar war, konnte es mich trotzdem rühren. Ohne Kitsch und Tränendrüsenattacke kann Christian Petzold diese Story abrunden und lässt noch genug Raum dafür, dass wir selbst in unserem Kopf die Geschichte weiterspielen. Ein sehr gelungener Film."

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