Inhalt • BARBARA
Es ist Sommer 1980 in Ostdeutschland: Die junge Ärztin Barbara (Nina Hoss) will das Land verlassen und hat einen Ausreiseantrag gestellt. Der Antrag wird von den staatlichen Behörden ersteinmal nicht bewilligt, sie dafür in die Provinz geschickt. Barbara muss ihre Arbeitsstätte in der Hauptstadt Berlin verlassen und in einem kleinen Krankenhaus im Nirgendwo arbeiten. Sie ziegt also um, aber hofft auf ihren Geliebten Jörg (Mark Waschke), der aus dem Westen Deutschlands kommt und ihre Flucht vorbereitet.
Crew • BARBARA
Regie: Christian Petzold
Darsteller: Nina Hoss, Ronald Zehrfeld, Mark Waschke, Jasna Fritzi Bauer
Verleih/Copyright: Piffl Medien
Kritik • BARBARA •
Für viele Kritiker ist BARBARA ein erster Höhepunkt bei der Berlinale 2012. Die Wärme, die diesen Film nach dem unterkühlten Anfang immer mehr durchdringt, hat Daniel Sander so bei Christian Petzold noch nicht erlebt. Kaum einer seiner Filme kommt derart klar und geradlinig (und damit, von der reinen Geschichte, vorhersehbar) daher, stellt auch Hanns-Georg Rodek fest. Jan Schulz-Ojala hätte sich ein schwindlig machendes Rätsel, das den ganzen Film umfasst, gewünscht und meint, dass dies nicht der beste Filme des Regisseurs sei. Matthias Dell sah eine Art reflektiertes Melodram, bei dem die Gefühle aus Angst vor falschen Koalitionen reduziert sind.