| Regie | Stéphane Robelin |
| Kinostart | 05.04.2012 |
Die Probleme des Alters und die Angst vor dem Tod werden laut Arezou Khoschnam "nicht ausgeblendet, ganz im Gegenteil. Sie sind ständige Begleiter der Figuren. Es ist der Umgang mit diesen Problemen, der hier im Fokus steht, durch die Betroffen, durch deren Angehörige und durch die Gesellschaft. Robelin erhebt die Freundschaft zu einer lebenslangen Währung, auf die man sich verlassen kann und der Nichtigkeiten wie etwa Eifersüchteleien auf Dauer nichts anhaben können."
Peter Claus schaut auf einen der Darsteller. "Im Kreis der internationalen Berühmtheiten behauptet sich Daniel Brühl nicht nur tapfer, er bietet sogar eine seiner bisher reifsten Darstellungen. Auch er spielt erfrischend zurückhaltend und durchweg mit Augenzwinkern. In einigen sehr verhaltenen, melancholisch angehauchten Szenen mit Jane Fonda gelingt es ihm, den jungen Mann zur Schlüsselfigur der Geschichte reifen zu lassen. Diese wird dadurch nicht nur für schon ältere Kinobesucher interessant und spannend."
So viel über Sex geredet wird sonst nur in US-College-Komödien, behauptet Swantje Seberg. "Ohne jeden Anflug von Peinlichkeit: Jane Fonda, als "Barbarella" und Aerobic-Vortänzerin eine Ikone ewiger Jugendlichkeit, plaudert abgeklärt über die stärker werdende Libido reifer Frauen. Claude Rich spielt den schamlosen Womanizer mit solcher Selbstironie, dass man den Lustgreis einfach gern haben muss."
Günter H. Jekubzik vergleicht den Film mit einen anderen, der ebenfalls gerade im Kino läuft. "So halten sich schöne, weise Momente mit kräftigem, frechen Humor gekonnt die Waage. Man verbringt gerne einen Abend mit dieser lebendigen, verrückten wie liebenswerten WG. Ein schöner Film, der allerdings gegen den jüngeren, aber in der gleichen Lebensphase angesiedelten THE BEST EXOTIC MARIGOLD HOTEL (
) verliert. Die erlesene Besetzung spielt die komödiantischen Rollen mit den nachdenklichen Momenten gekonnt runter."
Wolfgang Nierlin ist zufrieden: "In Stéphane Robelins warmherzigem Film ist das Leben eine Baustelle, auf der die Protagonisten Konflikte austragen, Rückschläge parieren und dem Genuss frönen. In sanftes Licht und milde Farben getaucht, von einem altmodischen Charme und subtilem Humor getragen, etabliert der französische Regisseur ganz unspektakulär ein Setting für das routinierte Spiel seines prominenten Darstellerensembles."
Michael Meyns meint: "Stilistisch ist UND WENN WIR ALLE ZUSAMMENZIEHEN? (
) zwar eher schlicht, beschränkt sich Robelins Ambition auf das bloße Abfilmen des Geschehens, dafür gelingt es den fünf Hauptdarstellern, mit ihrem entspannten Spiel eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, in der unterschwellig viele Aspekte des Älterwerdens angesprochen werden."
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