| Regie | Valérie Donzelli |
| Kinostart | 26.04.2012 |
Martin Schwickert sah einen authentischen, aber nie melodramatischen Film. Zwar ist Authenzität für ihn keine Garantie für einen guten Film, jedoch überzeugt hier die persönlich erlebte Geschichte der Hauptdarsteller im Zusammenhang mit einem "enormen kreativen Gestaltungsvermögen".
Ein bemerkenswerter Film, urteilt Jascha Hannover. "Das Schwanken der Eltern zwischen Hoffnung und Niedergeschlagenheit, zwischen Optimismus und Erschöpfung, zwischen Liebe und Streit, all dies will DAS LEBEN GEHöRT UNS (
) dem Zuschauer näher bringen. Dieser ungewöhnliche Ansatz geht voll auf."
"In der Reihe von melancholisch grundierten Komödien nimmt dieser Film durch seinen Mut, sich wirklich existenziellen Fragen zu stellen, eine Sonderstellung ein. Kein Meisterwerk. Formal wird da gelegentlich ein Purzelbaum zuviel geschlagen. Trotzdem: sehenswert", schreibt Peter Claus.
Der Film fährt laut Carsten Happe volles Risiko "mit Musical-Einsprengseln, wechselnden Erzählperspektiven und einer erfrischenden Respektlosigkeit gegenüber Obrigkeiten ebenso wie Konventionen. Damit schlingert er oftmals am Rande des Peinlichen, des Kitschigen oder Unangebrachten. Er ist weitgehend unstimmig und findet nie zu einer einheitlichen Linie. Und genau dafür kann man ihn liebgewinnen."
"Diese außergewöhnlich und doch ganz normale Geschichte, berührt und beeindruckt enorm mit dem Überleben an sich", urteilt Günter H. Jekubzik.
José García ist begeistert: "DAS LEBEN GEHöRT UNS (
) ist alles andere als ein halbdokumentarischer Film über ein krankes Kind. Denn Donzellis Film erzählt eine wunderbare Liebesgeschichte, die nach dem Hochgefühl des Anfangs einer harten Bewährungsprobe unterzogen wird."
"Anders als man nach Überfliegen des Plots erwarten könnte, ist das Ziel des Zuschauers nicht, herauszufinden, ob das Kind die Krankheit überlebt, sondern wie das Paar die ganze Situation verarbeitet. Der Weg ist das Ziel. Dadurch erhält der Film eine fast psychologische Message; Wie geht man um mit Schicksalsschlägen? Die Antwort darauf wird gegeben, sehr echt, der Wirklichkeit nahe."
Thomas Altenhofer ist durchaus angetan. Der Film "schafft es auf vorzügliche Weise, Emotionen und Gefühlszustände audiovisuell um zu setzten. Mit einem gehörigen Schuss Idealismus erklärt Valérie Donzelli dem Tod eine strikte Absage und inszeniert eine schwungvolle Liebesgeschichte, die sich keinem konkreten Genre zuordnen lässt. Pessimismus oder Selbstmitleid scheinen in der Welt von Valérie Donzelli nicht zu existieren und das obwohl dem Film ein autobiografischer Ausgangspunkt zugrunde liegt."
Gaby Sikorski erfreut an Valérie Donzellis Film, dass er "tröstet und ermutigt, aber er vermittelt mit viel Humor auch eine zutiefst menschliche Botschaft: „Gemeinsam können wir alles bewältigen.“ Trotz dieser ebenso schlichten wie wahren Aussage ist dieser Film alles andere als ein rührseliges Sozialdrama oder eine simple Krankheitsgeschichte."
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