| Regie | Daniel Espinosa |
| Kinostart | 23.02.2012 |
Tim Lindemann sah eine zweischneidige Entwicklung Westons. "Einerseits lernt er die Schrecken des Blutvergießens kennen und verabscheuen, andererseits wird seine eigene fortschreitende Brutalität auch als ehrenhafte »Mannwerdung« inszeniert – nicht umsonst hat man wohl den eher auf Komödien spezialisierten Milchbubi Ryan Reynolds gecastet. SAFE HOUSE (
) ist dennoch Genre-Kino der besseren Sorte, am eigenen Anspruch einen Actionfilm als Bildungsroman zu erzählen scheitert er allerdings kläglich."
SAFE HOUSE (
) steckt seine Ziele tief und trifft locker ins Schwarze, schreibt Daniel Sander. Es gibt Null Überraschungen und keine Botschaft, jedoch schien Denzel Washington so viel Spaß am Dreh zu haben, dass der Zuschauer auch Spaß hat.
Der Film hat alles, was Stefan Volk von adrenalingeladenem Actionkino heutzutage erwartet. Dies ist "ein flott inszenierter Actionstreifen mit kritischem Touch. Eines allerdings unterscheidet SAFE HOUSE (
) spürbar von vergleichbaren Produktionen: die Art, in der die Menschen hier sterben. Getötet wird wie auch sonst im Genre: macho-lässig. Aber gestorben wird anders: realistischer, hässlicher, ernster."
Michael Föls sah einen "sehr mittelmäßigen CIA-Thriller, bei dem sich Regisseur Daniel Espinosa sichtlich an den Arbeiten eines Tony Scott und Paul Greengrass inspiriert hat, aber ohne die Qualitäten dieser beiden Regisseure wirklich zu verstehen. Seine Wackelkamera wirkt oft unübersichtlich und die Story ist im Prinzip nur ein Versatzstück aus den üblichen Agentenfilmklischees."
Denis Sasse ist durchaus angetan. Der Film "kommt mit einer schnell erzählten, kleinen Liebesgeschichte aus und konzentriert sich ansonsten vornehmlich auf seine Actionsequenzen, die aus rasanten Verfolgungsjagten und brutalen Schlagabtäuschen bestehen. Ganz ohne Komik, ästhetischen Bilder oder eindringlicher Musik stellt der Film mal wieder einen guten Beitrag zum Actionkino dar, welches ohne kompliziert konstruierte Handlung konsumiert werden kann. Damit dürfte Regisseur Daniel Espinosa im sicheren SAFE HOUSE (
) sitzen."
Günter H. Jekubzik bemerkte den ermüdenden "Wechsel von Wegrennen, Erwischtwerden, Rumprügeln und Weiterrennen. Auf andere Qualitäten macht nicht nur Denzel Washington - fast immer Garant für Qualität - sondern auch Sam Shepard Hoffnung. Der renommierte Autor kann nicht nur Schreiben sondern sicher auch (Drehbuch) lesen. So deutet sich ein reizvolles Spiel zwischen dem Anfänger Weston und Frost, dem Superman unter den Agenten, an. Mehr nicht."
"Hier kommt keine grossartige Action-Neuerung auf den Zuschauer zu, sondern ein sehr unterhaltsamer Genrebeitrag. Das Duo Washington/Reynolds überzeugt mit Schlagkraft, und die Action zeigt wieder einmal einen höheren Härtegrad. Ein richtiger Männerfilm, dem etwas weniger Wackelkamera und ein konsequenteres Ende sicher gut getan hätten. Für zwei Stunden knallharte Actionunterhaltung reicht es aber allemal."
SAFE HOUSE - Offizielle Website (deutsch)
SAFE HOUSE - Offizielle Website (englisch)
SAFE HOUSE - Offizielle Facebook-Seite (englisch)
SAFE HOUSE - imdb.com