Inhalt • KRIEGERIN
Sommer in einer deutschen Kleinstadt: Die 20jährige Marisa (Alina Levshin) verteufelt ihr Leben. Gerade wurde ihr Freund zu einer Gefängnisstrafe verurteilt und Marisa hasst alles und jeden. Halt findet sie nur in der rechtsextremen Gruppe, der sie aus vollem Herzen angehört.
Crew • KRIEGERIN
Regie: David Wnendt
Darsteller: Alina Levshin, Jella Haase, Lukas Steltner, Gerdy Zint, Rosa Enskat ...
Verleih/Copyright: Ascot Elite (24 Bilder)
Kritik • KRIEGERIN •
Der Film über eine junge Frau aus der Neonazi-Szene stellt das rechtsradikale Lebensgefühl nur aus, statt es zu durchdringen, bemerkt Anke Leweke und bemängelt, dass der Regisseur nicht die Übergänge zwischen geschichtlicher und familiärer Linearität und eigener Verantwortung auslotet. Jochen Werner lobt den Anfang, aber entdeckt ein etwas diffuses Gefühl, hier einer allzu gemachten Geschichte bei der Durchführung zuzuschauen; aber immerhin scheitert KRIEGERIN (
) äußerst respektabel. Hin- und hergerissen zwischen Abscheu und Empathie, Nähe und Distanz, fand Arezou Khoschnam keine Ruhe. José García entdeckt die Stärke des Films in der authentischen Schilderung des alkoholgetränkten, gewalttätigen Rechtsradikalen-Milieus, das eine immer nah am Geschehen agierende (Hand-)Kamera halbdokumentarisch beobachtet. Der Regisseur zeigt erstaunlicherweise laut Anke Westphal einiges von dem, was nicht so ohne Weiteres zu sehen ist – etwa Hierarchien. Besonders eindrucksvoll findet die Kritikerin die Kraft seiner Bilder.