| Regie | Erwin Wagenhofer |
| Kinostart | 03.11.2011 |
"BLACK BROWN WHITE (
) ist betont gesellschaftskritisch und thematisiert neben Menschenhandel auch Kinderarbeit und soziale Verödung", meint Stefan Jung. "Der Film adaptiert, dem Thema angemessen, die Grundstruktur des Roadmovies, die von permanenter Bewegung geprägt ist, und inszeniert so einfache Kommunikationsmittel wie ein Walkie-Talkie als Mittel zeitlicher und räumlicher Überbrückung."
Das Spielfilmdebüt von Erwin Wagenhofer ist laut Frank-Michael Helmke weniger gut als seine Dokumentarfilme. "Ein Film mit hehren Anliegen, aber ohne die Fähigkeit, diese auf wirklich packende Weise zu transportieren. Das Wagenhofer'sche Problemkino ist in Dokumentar-Form jedenfalls weitaus wirksamer."
Lisa Gadatsch summiert: "Die Reise von Pedro und Jackie lässt sich darüber hinaus als eine Aneinanderreihung akuter globaler Problemherde lesen: Es geht nicht nur um Menschenhandel und Migration, sondern auch um illegale Arbeiter, um Kinderarbeit, um die globalisierte Nahrungsmittelindustrie mit ihren langen Transportwegen und Monokulturen in Gewächshäusern wie etwa im spanischen Almería und um Spekulationen am Immobilienmarkt."
Oliver Heilwagen meint: "Wagenhofer inszeniert diese Reise ins Ungewisse als lakonisches Road-Movie mit sprödem Humor. Ein moderner Neo-Western, der ihm in den ausgedörrt unwirtlichen Gegenden vorgeschwebt haben mag, wird daraus nicht. ... Nichtsdestoweniger spannend: Wie für seine Dokus hat der Regisseur akribisch recherchiert und zeigt aberwitzige Details aus der Welt der Geld- und Warenströme. Zuweilen kommen seine Akteure etwas steif und die Dialoge so staubtrocken daher wie die Winde, die durch diese Wüstenlandschaft fegen."
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