| Regie | Hermine Huntgeburth |
| Kinostart | 17.11.2011 |
Sabine Kögel-Popp lobt: "Die Abenteuer von TOM SAWYER (
) und Huckleberry Finn wurden von der Regisseurin Hermine Huntgeburth auf spannende Weise, Jungen wie Mädchen ansprechend, neu verfilmt."
Stefan Stiletto lobt Regisseurin Hermine Huntgeburth dafür, dass sie konsequent aus der Perspektive von Tom und Huck erzählt, "die mit ihrem lausbubenhaft-frechen und unangepassten Verhalten sofort die Sympathien der Zuschauenden gewinnen. Allerdings folgt die Filmdramaturgie der episodischen Handlung des Romans sehr genau und hat nur selten den Mut, Handlungsstränge zusammenzufassen oder neue Szenen hinzuzuerfinden. Dadurch verliert der Film einen stringenten Handlungsbogen und lässt zugleich die Charakterisierung von Tom und insbesondere von Huck, der ohne Erwachsene aufwächst, zu kurz kommen."
Gebhard Hölzl lobt die Darsteller. "Gut können sich Kinder mit Tom und Huck, die Louis Hofmann und Leon Seidel mit (Spiel-)Witz und Freude zum Leben erwecken identifizieren, Heike Makatsch gefällt als verjüngte, überaus ansehnliche Tante Polly und Benno Fürmann brilliert mit Hakennase, schwarzem Zopf und unterschiedlich gefärbten Kontaktlinsen als rücksichtsloser Bösewicht, dem sich der wie immer sympathische Joachim Król als verfolgter Trunkenbold ebenbürtig erweist."
TOM SAWYER (
) ist freundlich-harmlose Familienunterhaltung in historischen Kulissen, die weit entfernt ist vom "Feeling" und Geist des Romans, urteilt Horst Peter Koll. "Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, als sei bei der Adaption weniger Twains facettenreiches Buch zugrunde gelegt worden als seien vielmehr die romantisierenden Jugenderinnerungen der Macher an ihre eigene Lektüre verfilmt worden: "Lausbubengeschichten" halt, die einem einst selbst gefielen und die deshalb auch der heutigen jungen Generation noch gefallen "müssen"."
Peter Osteried ist mit der Verfilmung zufrieden. "Es wäre ein Leichtes gewesen, den Stoff allzu kindlich zu gestalten und in eine undifferenzierte Schwarzweißzeichnung zu verfallen. Aber eine der Stärken des Films ist gerade, dass die Figuren gut ausgearbeitet sind. Das gilt im Besonderen auch für den von Benno Fürmann gespielten Indianer Joe. Er ist zwar böse, aber man kann nachvollziehen, warum er tut, was er tut. Bemerkenswert ist auch, dass er es ist, der den Kindern gegenüber Wahrheiten ausspricht, die die anderen Erwachsenen vor ihnen verbergen wollen."
Walli Müller blickt auf die beiden jungen Hauptdarsteller. "Mit dem süßen blonden Struwwelkopf Louis Hofmann wurde die Rolle wunderbar besetzt. Als Tom steht er absolut im Mittelpunkt des Films; sein Freund Huck, gespielt von Leon Seidel, bleibt etwas blasser, spielt aber auch in Mark Twains Buch nicht die ganz große Rolle."
Der rote Faden von TOM SAWYER (
) ist laut Denis Sasse der Schauspieler Benno Fürmann, der den beiden jungen Hauptdarstellern die Show stielt. "Als diabolisch böser, zugleich aber auch charmanter Indianer Joe ist er eine der Stärken des Filmes. Mit künstlicher Hakennase mimt er die Rothaut, mit dem niemand in der Stadt ein Wort wechseln will, bis Toms Tante Polly ein Dankeschön über die Lippen bekommt, nachdem Joe ihr hilfreich zur Hand geht."
"TOM SAWYER (
) ist gut gemachtes deutsches Familienkino mit überzeugenden Kinderdarstellern und viel Liebe zum Detail. Bei aller Nähe zur Buchvorlage fehlt aber leider etwas der Pepp. Die relative Langsamkeit des Filmes ergibt sich auch dadurch, dass merklich Zeit damit verplempert wird, in der Schönheit der Landschaft und der Niedlichkeit der Kids zu schwelgen. Das nimmt dem ganzen Film einiges an Tempo, und die Filmdauer zieht sich arg hin. So fehlt dem Film das letzte Quäntchen Frechheit, um das abenteuerliche Erlebnis zu werden, das die Macher wohl gerne auf die Leinwand gezaubert hätten."
TOM SAWYER - Offizielle Seite (Deutsch)
TOM SAWYER - Offizielle Facebook-Seite (Deutsch)
TOM SAWYER - imdb.com