| Regie | Nicole Kassell |
| Kinostart | 06.10.2011 |
Julia Weninger vergibt 7 von 10 Punkten. "Nicole Kassells Kein Mittel gegen Liebe (
) ist durch seine tragischen Elemente vor allem im letzten Abschnitt des Films mehr als nur eine weitere Romantikkomödie à la Hollywood, da sie durch die ernste Thematik der Krebserkrankung einen gewissen Tiefgang entwickelt, auch wenn dieser nie wirklich über seine Oberfläche hinausreicht, was dem Ganzen jedoch in gewisser Weise seine Schwere nimmt."
Günter H. Jekubzik sah eine "große Lüge aus der neuen Ausgabe von „Schöner sterben"." "Nach Love Life - Liebe trifft Leben (
) dachte man, es geht nicht schlimmer. Doch nie war New Orleans schöner als nach Chemotherapie und einer Nacht an der Kloschüssel, nie war der Blues wärmer im goldigen Clublicht. Die Todkranke sieht nur etwas blass aus und trägt witzigergweise ein T-Shirt mit Knochengerippe."
Kathrin Häger sieht den Film so: "Vielleicht ließe sich die neue Stoßrichtung dieser "romantischen Tragödien" auch als "Liebesfilm im Angesicht des Todes" bezeichnen. Viel mehr, als dass Liebe zum Sterben schön und dieses wiederum für alle Hinterbliebenen der Horror ist, weiß Kein Mittel gegen Liebe (
) zwischen Kitsch und Schmerz allerdings auch nicht zu vermitteln."
Für Margret Köhler war KEIN MITTEL GEGEN LIEBE (
) ein Schlag ins Gesicht aller derjenigen, die Krebs am eigenen Leibe erfahren haben. "Ohne Angst vor Kitsch, im Gegenteil mit Lust am Kitsch, drückt Regisseurin Kassell gekonnt alle Gefühlsknöpfe und bringt die Tränendrüse auf Hochtouren."
"Lässt man Gefühle, Kitsch und Krankheit einmal beiseite, gibt es tatsächlich auch Positives zu vermerken. Konzentriert man sich auf die Nebenfiguren, sei es die extrem um ihre Tochter bemühte Mutter, der schwule Nachbar oder der Callboy, so finden sich einige wirklich gut getroffene Charaktere und wirkliche emotionale Momente. Als kitschig überladener Liebesfilm geht A Little Bit of Heaven allemal durch, mehr aber auch nicht."
Der Film ist mal klamaukig, dann berührend, von plakativ bis subtil. Michael Meyns "könnte sich darüber mokieren, wie hier eine schwere Krankheit benutzt oder missbraucht wird, um schamlos auf die Tränendrüse zu drücken, aber effektiv ist es in jedem Fall. Als wirklich gelungen mag man KEIN MITTEL GEGEN LIEBE (
) nicht bezeichnen, dafür ist der Film viel zu unausgewogen, bedient er sich viel zu vieler Klischees und abgestandener Vorurteile. Als anrührendes Drama, vielleicht sollte man eher sagen als kitschiger Liebesfilm aber, funktioniert er dennoch."
Laut Frank-Michael Helmke könnte ein "geneigter Zuschauer hier locker eine gute halbe Stunde durchheulen, was für manche Leute ja als Qualitätskriterium durchgeht. Dass KEIN MITTEL GEGEN LIEBE (
) es am Ende zumindest schafft, die Töne auf seiner emotionalen Klaviatur einigermaßen richtig zu treffen, ändert indes nichts daran, dass hier letztlich alles ein wenig zu sehr gewollt und unglaubwürdig erscheint. Das ist angesichts eines solch ernsten Themas nicht leicht zu verzeihen. Auch wenn der Film sehr bemüht versucht, einen vom Gegenteil zu überzeugen: Darmkrebs ist nicht witzig. Und dieser Film nicht gut."
KEIN MITTEL GEGEN LIEBE - Offizielle Website (deutsch)
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KEIN MITTEL GEGEN LIEBE - imdb.com
KEIN MITTEL GEGEN LIEBE - filmmag.de
KEIN MITTEL GEGEN LIEBE - moviepilot.de