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J. EDGAR

J. EDGAR

Regie Clint Eastwood
Kinostart 19.01.2012
Genre Drama, Biopic, Historienfilm

Kritiken • J. EDGAR

16. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Frédéric Jaeger wurde in den Bann gezogen. "Mit großer Präzision widmet sich J. EDGAR (J. EDGAR Trailer) dem Aufbau der Macht. Eastwood inszeniert die räumliche Eroberung der FBI-Büros, wie sich Hoover die Raucher-Lounge als Labor erschleicht, wie er sein Arbeitszimmer für die Einschüchterung von Gästen herrichtet, wie er von seinem Fenster aus den Überblick über die Amtsantritte der Präsidenten wahrt. Auf den Machtaufbau folgt schleichend eine Kontrollwut, eine Angst des Kontrollverlustes, die das Schreiben der beschönigenden Memoiren illustriert. Nicht erst am Schluss bietet Eastwood Einblicke in seinen zunehmenden Wahn. Es ist bei ihm die Kehrseite der Macht, die Sucht nach der umfassenden Herrschaft über den Anderen und seine Taten, seinen Blick, seine Gedanken. Subtil inszeniert Eastwood die beruflichen Motivationen als Echo und Schatten der persönlichen."

18. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • FILMtabs.com

Günter H. Jekubzik ist von der politischen Erzählweise des Clint Eastwoods angetan. "Wenn Hoover einen Zustand der Angst schafft, ist das ein rückwärtiges Echo der Angst-Politik von Bush und Co., die Demokratie am Besten in der Hand starker Führer aufgehoben sehen. So gelingt unter den zurückhaltenden Pianoklängen von Eastwood selbst ein emotionaler und gleichzeitig politischer Film, der zum tragischen Ende hin immer bewegender wird."

18. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • filmering.at

Handwerklich 1a, urteilt Michael Föls. "Clint Eastwood hat sich, was die Stilistik seines Films betrifft, wie man es von ihm gewohnt ist für den ruhigen, seriösen und bedächtigen Tonfall entschieden. Zwar springt er immer wieder in den Zeitebenen umher, aber unter der Regie Eastwood wirkt selbst dieses Stilmittel, das gerne dazu eingesetzt wird um Unruhe in einen Film zu bringen, nicht hektisch. Stattdessen gleiten die Zeitebenen einfach mühelos ineinander und werden in der Regel auch sehr gut durch die Montage übergeleitet. Auf diese Weise gelingt es J. Edgar trotz zahlreicher Sprünge ein rundes und solides Portrait eines Mannes zu skizzieren, das letztens Endes zwar stark zerstückelt erzählt wird, aber dank des subtilen Stils des Films dennoch wie aus einem Guss wirkt."

16. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • schnitt.de

Ein langsame, aber dennoch spannendes Personenportrait", urteilt Nils Bothmann. "Die Inszenierung schlägt ebenfalls nüchterne Töne an, Eastwood zeigt sich als durch und durch klassischer Filmemacher: Langsame Schnitte, ruhige Kamerafahrten und lange Einstellungen dominieren. Eastwood setzt nicht auf Schauwerte, eine in einer Totalen gefilmte Parade, eine Montage verschiedener Verhaftungen und die Darstellung eines Banküberfalls sind da Ausnahmen, meist fokussiert sein Period Piece das Zwischenmenschliche."

12. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • outnow.ch

"J. EDGAR (J. EDGAR Trailer) ist hochstehendes Kino über das Leben des legendären FBI-Masterminds. Das ambitionierte Cast, allen voran die preisverdächtige Performance von Leonardo DiCaprio, sowie die detailgetreue Inszenierung von Clint Eastwood machen das Drama zu einer langen aber unterhaltsamen Filmbiografie. Wer sich jedoch gar nicht für Hoover und die Geschichte des FBI interessiert, darf den Kinobesuch getrost sein lassen."

09. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • programmkino.de

Volker Mazassek sieht auf die Hauptdarsteller. "Drei Menschen standen Hoover zeitlebens nahe: seine vergötterte und dominante Mutter, sein engster Mitarbeiter Clyde Tolson und seine Sekretärin Helen Gandy. Hoover war vermutlich homosexuell und Tolson in einer nicht recht ausgelebten Weise sein Partner. Es ist das Herzstück des Films, wie die beiden sich mit allerhöchster Zurückhaltung ein Leben lang umschwirren, und es sind die stärksten Szenen Leonardo DiCaprios. Für kurze Momente öffnet sich der bis zum Kragen verschlossene Mann, den er verkörpert, wenn auch nur einen Spalt breit. Armie Hammer als Tolson und mehr noch Naomi Watts als Sekretärin und Judi Dench, die Hoovers Mutter spielt, kommt dabei die etwas undankbare Rolle eines Spiegels der Hauptfigur zu. Entscheidend ist nicht, was sie tun, sondern wie Hoover reagiert. Er allein steht im Licht, alle anderen bewegen sich im Halbschatten."

09. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • fbw-filmbewertung.com

Die Deutsche Film- und Medienbewertung das Prädikat besonders wertvoll und loben besonders den Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. "Ein Glücksfall, denn DiCaprio spielt den 20jährigen jungen Hoover wie auch den 77jährigen kurz vor seinem Tod in einer perfekten Maske und allen seinen charakterlichen Facetten so überzeugend, dass dies nur Begeisterung hervorrufen kann."

09. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • dasManifest.com

J. EDGAR (J. EDGAR Trailer) ist zwar laut Benjamin Hahn "ein reines Stationen-Drama, das zwar - so muss man doch zugeben - äußerst intelligent verschachtelt ist und seine Handlung nicht konsequent chronologisch, sondern eher in einer assoziativen Retrospektive erzählt, mit diesem Kniff aber letztlich einfach nur komplexer wirken will als es eigentlich ist. Trotzdem sollte man die Arbeit von Drehbuchautor Dustin Lance Black (MILK) honorieren - nur wenige schaffen es einen so unscharfen und oberflächlichen Blick auf eine Person durch kunstvolles Vermengen von verschiedensten Zeitebenen in ein dermaßen anspruchsvoll wirkendes Drehbuch zu verwandeln und dabei noch die Cojones zu haben, seine eigene Ahnungslosigkeit über das wahre Wesen seines Protagonisten als dramaturgisches Mittel einzubauen, sodass am Ende über dem Film ein riesiger Konjunktiv schwebt."

09. Januar 2012 | J. EDGAR • Kritik • cineman.ch

Gaby Tscharner lobt nicht nur die Schauspielleistung von Leonardo DiCaprio als "Meisterleistung". "Mit J. EDGAR (J. EDGAR Trailer) beweist Clint Eastwood einmal mehr, weshalb er einer der führenden Regisseure Hollywoods ist. Der Film ist die sensible Charakterstudie eines Mannes, der viele der noch heute geltenden Praktiken des Kriminalwesens der USA eingeführt hat, persönlich aber ein machthungriger Profilneurotiker war, der seine Position ständig misbrauchte."

05. Dezember 2011 | J. EDGAR • Kritik • dirtylaundry

"Der Film sieht super aus, insbesondere die Szenen, die im Büro (plus Vorzimmer) spielen. Mit zunehmender Dauer wird J. EDGAR (J. EDGAR Trailer) zu einem reinen Schattenfilm, die Kamera tastet wieder und wieder Leonardo DiCaprios Umrisse ab, beleuchtet nur noch vom fahlen Licht einer selbstfabrizierten Geschichte, über die der alte FBI-Chef langsam aber sicher die Deutungshoheit verliert."

18. November 2011 | J. EDGAR • Kritik • Die Welt

Uwe Schmitt hat sich nicht überzeugen lassen, denn der Film zählt anscheinend nicht zu den stärksten Arbeiten des Clint Eastwood. "So bewunderungswürdig der 36-jährige Leonardo DiCaprio in die Seele und den immer massigeren und faltigeren Leib Hoovers schlüpft – ihm dürfte wieder einmal eine Oscar-Nominierung sicher sein; seinen Maskenbildern der Sieg in ihrer Kategorie –, so konventionell entfaltet sich die Biopic-Handlung mit ihren Rückblenden und dem Tonfall reuevoller, prahlender Reminiszenz."

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