| Regie | Andreas Kannengießer |
| Kinostart | 22.09.2011 |
Johannes Güssefeld sagt es so: "Findet man die Schwäche von Vergiss dein Ende also im Drehbuch, so liegt seine Stärke in der Annäherung an das Thema von Krankheit und Einsamkeit, dessen Umsetzung vielleicht nicht vollends ausgereift, aber von Grund auf originell und innovativ ist. Verpackt in einer Geschichte über zwei isolierte Seelen, ist der Film zudem ein zu würdigendes Plädoyer für Zusammenhalt und Toleranz."
Peter Claus lobt den Umgang mit der Krankheit Demenz. "Die Veränderungen der Betroffenen (der an Demenz leidenden und ihrer Angehörigen) wird bewundernswert feinfühlig gespiegelt. Wer schon mit Demenz konfrontiert wurde, staunt, wie klug der Film in dieser Hinsicht ist."
Peter Claus meint: "Dieter Mann, über Jahre Protagonist am Deutschen Theater Berlin, verleiht Vergiss Dein Ende mit stoisch anmutender, dabei vielsagender Gelassenheit eine herzerwärmende Würde"
Michael Meyns findet es schade, dass unbedingt noch Nebenschauplätze eingebaut werden mussten. "Etwas überfrachtet wirkt Vergiss dein Ende dadurch, allzu viele Nebenschauplätze lenken von der eigentlichen Geschichte um Hannelore und Günther ab. Deren starke Darsteller hätten eigentlich ausgereicht, um das Thema Umgang mit einer schweren Krankheit anschaulich und mitfühlend umzusetzen."
Sascha Koebner ist begeistert. "Vergiss dein Ende ist ein Sozialdrama reinen Wassers, eine grau-bleierne, schonungslos bittere Realitätsabbildung, die zwischen viel Not und Elend vage Hoffnung schöpfen lässt. Zudem ist der Film ein wunderbares Beispiel für genau erarbeitetes, exzellent gespieltes deutsches Schauspielerkino."
Heiko Martens war angetan. "Demenz, Aufopferung, Krankenpflege, Alter, Tod – keine leichte Kost, die Vergiss dein Ende auftischt. Neben der unbestrittenen Relevanz des Themas rechtfertigt sich der Film zunächst durch das Drehbuch von Nico Woche, das ohne ein überflüssiges Wort stimmige Szenen kreiert und vor allem den Figuren seines überschaubaren Ensembles in absolut angemessener Weise gerecht wird. Wir verlieren niemanden aus den Augen oder werden mit Handlungen abspenstig – wobei der Tonfall von poetisch bis punktuell komisch reicht und somit eine ansprechende Lakonie entfaltet."
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