Inhalt • FAUST
Faust (Johannes Zeiler) ist enttäuscht. Trotz zahlreicher Studien der Wissenschaften kann er nicht zum Kern der Dinge vorstoßen: Was hält die Welt in ihrem Innersten zusammen? Eigentlich will er sich umbringen, aber der Wucherer/Mephistopheles (Anton Adasinskiy) verhindert dies, indem er das Gift trinkt. Fortan folgt Faust dem Mephisto. Er lernt die Welt und ihre Freuden sowie Gretchen (Isolda Dychauk) kennen.
Kritik • FAUST •
Der archaischen Geschichte von Goethe setzt der Regisseur seine eigene fantastische Vision entgegen und schafft damit etwas, woran sich viele seiner Kollegen ein Beispiel nehmen können: Er hat den Faust so inszeniert, wie ihn Michael Kienzl zuvor noch nicht gesehen hat. Als eindrucksvoll und einzigartig bezeichnet Michael Meys diese Faust-Inszenierung, denn der Filmemacher hat die Vorlage als Anlass für meditative Reflexionen genutzt. Jan Schulz-Ojala sah ein Solitär – nichts weiter und nichts weniger als die fulminante Neuerfindung eines Klassikerstoffs, die selber das Zeug zum Klassiker hat.