| Regie | Verena S. Freytag |
| Kinostart | 22.09.2011 |
Die Figuren bleiben dem Zuschauer laut Oliver Kaever größtenteils fremd. "Überhaupt hält Freytag den Zuschauer mit ihrer Inszenierung auf Abstand, sie verzichtet auf emotionale Zuspitzungen und drückt nicht auf die Tränendrüse. Ihr Sozialrealismus entsteht durch genaue Beobachtung; die Kamera kommt den Figuren zwar manchmal recht nahe, zieht sich aber meist auf eine beobachtende Halbtotale zurück."
Carolin Ströbele meint: "Der Film hat sehr gute Darsteller, vor allem Maryam Zaree als junge Mutter Pelin lässt die schwere Last erahnen, die auf ihren Schultern liegt. ABGEBRANNT (
) ist auch handwerklich einwandfrei, erzählt schlüssig und mit versierter Dramaturgie, wie Pelin versucht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, doch immer wieder scheitert."
Andreas Thomas gab 6 von 10 Punkten. "Gespielt und inszeniert ist ABGEBRANNT (
) sehr gut! Die Darsteller passen allesamt sehr in ihre Rollen und die Figuren sind genau beobachtet mit vielen Zwischentönen und nur wenigen Übertypisierungen (z.B. Tilla Kratochwil als verklemmte und auffallend geschmacksfreie Mutter in der Kur). Wohltuend auch die kritische Distanz, die die Kamera weitgehend der bisweilen peinlich naiven Protagonistin gegenüber hält, die allerdings konterkariert wird durch Anfälle musikalischer Überemotionalisierung durch den Soundtrack."
Alexandra Wach lobt die Regisseurin. "Verena S. Freytag, die 1973 in Stuttgart als Sülbiye Verena Günar geboren wurde und an der dffb ihr Regiestudium abschloss, gelingt mit ihrem ersten Kinofilm ein beachtliches Stück neudeutsches Sozialkino, mit viel Gespür für Details, die den Figuren ohne viele Worte eine klar umrissene Charakterisierung verleihen."
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