| Regie | Mikael Hafstrom |
| Kinostart | 15.09.2011 |
Kein Meisterwerk, aber sehenswert, sagt Peter Claus. "Höhepunkt des Films ist eine schnitttechnisch perfekt choreographierte Attentatsszene in einem Nachtklub. Da hält man den Atem an. Überhaupt: optisch wird viel Feines geboten. Das Shanghai der 1940er Jahre wirkt atmosphärisch vollkommen überzeugend. Das ist auch die politisch durchaus ambitionierte Spiegelung der US-amerikanischen Politik jener Zeit. Hut ab!"
Günter H. Jekubzik war nicht überzeugt. "Regisseur Mikaël Hafstrom (THE RITE (
)), der schon 2007 im reizvollen Horrorfilm ZIMMER 1408 (
) mit Cusack zusammenarbeitete, kann mit seinem Star diesmal nicht die ansonsten eindrucksvolle Leinwandpräsenz erzeugen. Die Figur des ein Spions, "der ein gebrochenes Herz hat, aber das ist so lange her, dass er es nicht im Alkohol ertränken muss" ist zu abgegriffen, um noch zu packen."
José García gefiel die düstere Optik. "Strömender Regen und schattenhafte Gestalten gehören zusammen mit der bis in die Details sorgfältig komponierten Ausstattung zu der Optik des sogenannten "Film noir". Die kommentierende Off-Stimme vervollständigt die Anmutung des Retro-Stils von Shanghai (
). Die klaustrophobische Enge der von huttragenden, vorbeieilenden Menschen bevölkerten, dunklen Straßen, in denen die schrillen Neonlichtschilder auf verruchte Orte der Dekadenz hinweisen, gehört ebenfalls zu den Merkmalen des "Film noir"."
Martin Schwarz war nicht vollends überzeugt. "Ein merkwürdiger Film: Ein turbulenter Handlungsort in einer konfliktreichen Zeit, faszinierende Schauplätze, undurchsichtige Figuren und ein All-Star-Cast – und trotzdem mag der Thriller-Funke nicht überspringen."
Harald Steinwender meint: "Als Film scheitert Shanghai (
) daran, dass er sein Publikum nie emotional einbindet oder über filmhistorische Anspielungen heraus etwas Eigenständiges kreiert. So erstickt Shanghai (
) im Reichtum seiner Bilder und erreicht nie die Klasse seiner Vorbilder, deren Überlegenheit durch die vielen Anspielungen nur umso schmerzhafter herausgestrichen wird."
Volker Robrahn vermisste das Besondere. "Der ganze Film wirkt wie eine bewusste Stilübung von Regisseur Mikael Hafstrom, der einst mit dem beklemmenden EVIL für Aufsehen sorgte, als Schwede in Hollywood aber bisher noch kein ähnlich beeindruckendes Werk abgeliefert hat. Auch Shanghai (
) kann leider nicht restlos überzeugen, handelt es sich doch um einen typischen Fall von "Style over Substance". Denn so nett das auch alles aussieht, so kühl und distanziert ist es andererseits inszeniert und vermag nur selten wirklich zu fesseln. Die Charaktere bleiben so unnah- wie undurchschaubar."