| Regie | Detlev Buck |
| Kinostart | 15.12.2011 |
"Die große Stärke des Drehbuchs von Detlev Buck und Anika Decker (KeinOhrHasen (
)) ist laut Lutz Granert, "vermeintlichen Klischee-Humor aufzugreifen und ihn durch ein neues Gewand ironisch zu brechen... Natürlich schießt dabei auch Buck über die Grenzen des guten Geschmacks hinaus, präsentiert herausflutschende Brusteinlegeschalen, abgeklemmte Hoden oder enthemmte „Weiber-Parties“ als unverwechselbare Wahrzeichen des Genres der deutschen (Romantik-)Komödie. Dabei fehlt ihm jedoch nicht die Dosierung, die er dem Publikum zumuten und mit vehementen, aber originellem Zeitlupeneinsatz als Stilmittel der kontemplativen Bewegung wieder aufwiegen kann."
Jonathan Widder ist von dem Hauptdarsteller begeistert, sah aber auch Schwaches. "Matthias Schweighöfer, dessen Leinwand-Persona sich in vielen seiner Rollen vor allem aus seiner selbstgewissen „Icke“- und „Supi“-Rhethorik speist, erscheint als Alexandra Honk plötzlich ganz selbstlos, schüchtern und zurückhaltend. Dass der Schauspieler Schweighöfer in der Lage ist, solche Charaktereigenschaften so gut abzurufen, war nicht ohne Weiteres zu erwarten.... Allerdings kann dieser Charme nicht darüber hinwegtäuschen, dass in RUBBELDIEKATZ (
) die Seichtigkeit regiert. "
Günter H. Jekubzik ist begeistert. "Buck bringt's! Auf Basis eines Drehbuchs von Anika Decker (KEINOHRHASEN (
), ZWEIOHRKÜKEN (
)) legt er eine knallige Satire hin, eine wundervoll unkonventionelle Freundestruppe, eine klassische Verwechslungskomödie und - vor allem immer mehr zum Ende hin - eine schöne Liebesgeschichte. Dass die erste Kuschelsex-Nacht von Alex und Sarah mit einer märchenhaften Einlage vom Schwulenstrich im Tiergarten verschnitten wird, ist seine besondere Note. „Strangers in the Night" dazu auf der Tonspur ist bester Stil, genau wie all die anderen Hits."
"Schweighöfer-Fans werden den Kinosaal sicherlich nicht enttäuscht verlassen... So, wie er in WHAT A MAN (
) seinen Mann stehen musste, gibt er jetzt in Frauenklamotten eine gute Figur ab. Seine Leistung alleine reicht jedoch nicht, um RUBBELDIEKATZ (
) zu einem grossen Kinohit zu machen. Einfach gehaltene Dialoge, wenig Kulisse, eine Liebesgeschichte ohne Kitsch und mancher Witz zu viel - im Grossen und Ganzen eine unterhaltende, lustige Komödie für zwischendurch, aber nichts Bewegendes, Grossartiges."
"Eigentlich spricht nichts dagegen, für eine deutsche Komödie den alten US-Erfolg TOOTSIE zu kopieren", findet Michael Kohler, aber "Alexandra Maria Lara kann nicht mal unfreiwillig komisch sein und Matthias Schweighöfer kann auch im Frauenfummel nicht aus seiner stattlich-täppischen Siegfried-Haut heraus... Besonders schade ist, dass RUBBELDIEKATZ (
) als Buck-Komödie firmiert. Von ihm weiß man, dass er auch anders kann."
Die deutsche Film- und Medienbewertung vergibt das Prädikat "besonders wertvoll" mit der Begründung: "RUBBELDIEKATZ (
) ist eine glänzend geschriebene und gespielte Komödie mit guten Pointen auf ganz verschiedenen Ebenen."
Dieter Oßwald stellte erstaunt fest: "Was Syndey Pollack recht, ist Detlev Buck nur billig: Er steckt einen Star in Frauenkleider und übernimmt höchstpersönlich die Rolle von dessen Manager. Den Vergleich mit TOOTSIE-Legende Dustin Hoffman braucht Matthias Schweighöfer nicht zu scheuen, ganz im Gegenteil: Mit Pumps und Lippenstift stellt der deutsche Publikumsliebling den Hollywood-Kollegen lässig in den Schatten."
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