| Regie | Matthijs van Heijningen Jr. |
| Kinostart | 17.11.2011 |
Rochus Wolff sah eine solide Regiearbeit. "Es gibt hier nicht viele Überraschungen, kaum Ecken und Kanten, dafür solide, stellenweise blutige, aber insgesamt unterkomplexe Unterhaltung. ... Das geht aber auch völlig in Ordnung: Monstrum wie Setting sind schließlich klassisches B-Movie-Material, und dieses wurde hier flott und ohne große Löcher in Handlung oder Spannungsbögen umgesetzt."
Louis Vazquez sah ein Remake des Remakes von John Carpenter. Regisseur Matthijs Van Heijningen "sucht nicht einmal nach einer eigenen Bildsprache, sondern zitiert permanent Carpenters Film und sogar dessen Morricone-Soundtrack. Wenn man nicht auf Innovation aus ist, wird genau das zum Vorteil: THE THING (
) bietet über weite Strecken Suspense, wie Carpenter ihn in seinen frühen Filmen zur Perfektion gebracht hat."
THE THING (
) scheitert an Spanungsaufbau und Atmosphäre, entschied Volker Robrahn, "jedenfalls im Vergleich zum Vorbild. Ja, man kann die meisten Figuren zumindest recht gut auseinanderhalten und weiß sicher auch nicht immer wer wohl als Nächstes dran glauben muss. Aber insgesamt ist die Entwicklung nicht nur deshalb vorhersehbar, weil man das Endergebnis ja in der Tat bereits kennt, sondern weil sich das Geschehen doch eine gute Stunde lang in relativ gleichmäßigen Bahnen bewegt, stets im Fünf Minuten-Rhythmus zwischen Action und Ruhepausen wechselt."
"Matter, platter Splatter!", urteilt Tobias Martin. "Unterm Strich bleibt eine krude Hollywoodmischung aus Splatter-, Slasher- und Horror-Film, der mit gut gemachten Spezial-Effekten protzt. Leute die Spaß an abgetrennten Gliedmaßen und einer Menge Kunstblut Spaß haben ist THE THING (
) ein leidlich spannender Horrorfilm, der jedoch nie die Tiefe und Klasse wie etwa EVIL DEAD, ALIEN, BRAINDEAD, oder eben DAS DING aus den 70ern erreicht. Und um als kultiger Trash-Film zu punkten ist THE THING (
) zu wenig trashig und selbstironisch."
Kein Mensch hat diesen überflüssigen Ergänzungsversuch eines bereits makellosen Films gebraucht, urteilt Rajko Burchardt. "Wer möchte ausbuchstabiert wissen, was man sich im Carpenter noch auf schaurige Weise zusammenreimen musste. Was dort beklemmend angedeutet wurde, wenn wir die verschneiten Reste der norwegischen Eisstation zu Gesicht bekommen, oder in das Antlitz zweier auf unerklärliche Weise verschmolzener Gesichter blicken müssen. In Carpenters Film begannen die Schrecken einst unvermittelt, nun werden sie akkurat ausgewalzt."
Wie zu erwarten sind es laut Louis Vazquez "ausgerechnet die Spezialeffekte, die in THE THING (
) hier und da schaden, obwohl doch gerade sie oft als Argument für veränderte Sehgewohnheiten und die deshalb angeblich nötige Neuinszenierung oder Überarbeitung von Klassikern herangezogen werden. Sie sind zwar ganz gewiss nicht schlecht, aber eben längst nicht in dem Maß ihrer Zeit voraus ... Womöglich ist CGI zu alltäglich und durchschaubar."