| Regie | Brad Bird |
| Kinostart | 15.12.2011 |
Michael Kienzl sah nicht den besten Teil der Reihe. "MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) vertraut auf die bewährte Rezeptur aus internationalen Schauplätzen, ausgefallenen technischen Gimmicks und aufwändig inszenierten Einbruchsszenen. Logisch, dass mit jeder Fortsetzung auch zunehmend der Einfallsreichtum des Regisseurs gefragt ist, um bekannte Handlungselemente dennoch frisch erscheinen zu lassen. .... Nach den ersten drei recht gelungenen Teilen scheint der Umgang mit den immer gleichen Motiven mittlerweile allerdings allzu routiniert. Da fehlt es Bird dann am Mut seiner Vorgänger, die Mission Impossible mit jedem Mal in eine ganz neue Richtung getrieben haben."
"Der Unterhaltungsfaktor ist wirklich beträchtlich", schwärmt Peter Claus. "Da explodiert die Kremlmauer am Roten Platz, Ethan Hunt klettert auf dem höchsten Wolkenkrater der Welt herum, die Natur zeigt ihre düsterste Seite und die Menschen, entweder Spione oder Saboteure, oft beides in einer Person, sind durchweg fies und mies. MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) will nichts als Popcorn-Amüsement sein, und das genau ist der Film Ein Spaß, mehr nicht, aber auch nicht weniger... Die kleinen Jungs in den Männern und die gar nicht braven Mädels in den Frauen dürfen mehr als zwei Stunden durch einen gigantischen Vergnügungspark rasen, natürlich in der Achterbahn."
Die großen Szenen gehören laut Günter H. Jekubzik dazu, sind aber auch nicht alles. "Da gäbe es einen Gefängnisaufstand samt -Ausbruch zu Dean Martin-Song. Am höchsten Hotel der Welt muss Hunt mit defekten Spiderman-Handschuhen rumklettern. Aber die Geschwindigkeit im Erzählen und in den Einzelszenen wirkt gebremst. Raffiniert sind ein riskanter Parallel-Deal mit doppeltem Hotelboden und die finale Action in einem futuristischen Parkhaus. Hier flammt kurz der Ideenreichtum asiatischer Action auf, hier denkt man wehmütig an John Woos MI2 zurück."
"Die Handlung spielt in einem „Mission Impossible“-Film eigentlich eine untergeordnete Rolle", findet José García. "Sie ist lediglich ein Vorwand, um den neuesten Stand von „unmöglichen“ Action-Szenen sowie um schöne Schauplätze zu präsentieren... Aber auch Elemente klassischer Agentenfilme wie Verkleidungen, Verfolgungsjagden oder perfekt getimmte und choreographierte Austauschszenen gehören ebenso zu Film wie witzige Momente, in denen die vermeintlich supermoderne Technik doch noch versagt."
"MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) ist leider ein Film der vergebenen Chancen", urteilt Michael Föls enttäuscht. "Man hat mit Brad Bird einen großen Geschichtenerzähler am Regiestuhl, lässt ihn aber nur abstruse Einzelmomente abfilmen, die sich in Summe höchstens zu einem Groschenroman zusammenfügen.... Hinzu kommt ein Stil der abstruste Actionszenen mit auflockerndem Humor paart aber gleichzeitig trotzdem darauf abzielt, dass man die Geschichte irgendwie ernst nimmt."
"MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) dürfte Actionfans passabel unterhalten, meint Gregor Wossilus. "Eine Befreiungsaktion aus einem russischen Gefängnis wurde flott inszeniert, Hunts Kletterpartie an einer Wolkenkratzeraussenfassade sowie eine Verfolgungsjagd in Dubai durch einen Sandsturm könnten spannender und rasanter nicht sein."
Jörg Wunder gefällt, dass MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) zwar zu keiner Zeit sein immenses Budget versteckt, die Actionszenen aber nie reiner Selbstzweck sind, sondern die Geschichte vorantreiben und den Spannungsbogen halten. Zudem lobt er die Tatsache, dass Tom Cruise zwar mit der Rolle des Ethan Hunt verwachsen ist, der vierte Teil der MISSION: IMPOSSIBLE Reihe dennoch keine Cruise-Soloshow ist.
Hasbo Bauman stellt fest: Die 4. MISSION: IMPOSSIBLE "hat so gar kein eigenes Flair, ist flach ausgeleuchtet und ideenlos inszeniert; die erste halbe Stunde zieht sich bedenklich und mag so gar nicht die berühmte Lunte zünden. ... Trotz Brad Birds uninspirierter Regie und der allzu episodischen Struktur des Films erfreut die vierte unmögliche Mission so als größtenteils spannender Thriller mit Charme und Witz - und so mancher unvergeßlicher Einzelsequenz. Mission, letztlich doch, erfüllt."
MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL (
) "ist eine Granate. Der Film schafft das Kunststück, die Fans zu erfreuen und diejenigen zu überraschen, welche die Serie schon abgeschrieben hatten. Animationsspezialist Brad Bird zündet nach Startschwierigkeiten den Turbo und zieht das Tempo bis kurz vor Schluss durch. Das ist rasant, humorvoll und hat nur sehr wenige Hänger, die fast alle dem letzten Teil von J.J. Abrams geschuldet sind. Wir können Tom Cruise nur beipflichten, wenn er während des Filmes richtig schön übertrieben und kitschig ruft: "Mission accomplished!""
MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL - Offizielle Seite (Englisch)
MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL - imdb.com
MISSION: IMPOSSIBLE - PHANTOM PROTOKOLL - moviepilot.de
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