| Regie | Guillaume Canet |
| Kinostart | 07.07.2011 |
Von KLEINE WAHRE LÜGEN (
) bleibt bei Elisabeth Maurer ein wunderschöner Urlaubsort und ein durchaus beachtenswertes Ensemble. "Zwar finden sich einige äußerst amüsante Momente und auch solche von authentischer Emotionalität. Doch das Schicksal der Figuren lässt den Zuschauer meistens kalt, zu konstruiert und vorhersehbar sind die Entwicklungen. Einzig der aus Popwerken von Jet bis Janis Joplin bestehende Soundtrack vermag die Gefühle etwas zu unterstreichen. Was jedoch vollkommen misslingt, ist die Ebene der Gesellschaftskritik."
Neben kleinen wahren Beobachtungen menschlicher Schwächen bietet Guillaume Canets Tragikomödie vor allem humoristische Ablenkungsmanöver und banale Messages, schreibt Martin Gobbin. "Dass der Film in den französischen Kinos immens erfolgreich war, mag indes gerade an dieser Verbindung von Arthouse und Unterhaltung liegen. Ein wenig Anspruch in Form von individuellen Problemen und sozialen Analysen darf es schon sein – aber bitte mit genügend Leichtigkeit und einem Hoffnung gebenden Ende. Guillaume Canet schickt den Zuschauer mit dem guten Gefühl nach Hause, sich weder dem Blockbuster-Eskapismus hingegeben zu haben noch von den oft deprimierenden, allzu anstrengenden Untiefen des Kunstfilms der guten Laune beraubt worden zu sein."
Peter Claus ist entzückt. "Esprit, Charme, Intelligenz vereint Guillaume Canets Drehbuch, das er selbst angenehm leicht inszeniert hat. Klar: Hier geht kein Dialog wirklich in die Tiefe, keine Szene erhellt tatsächlich das Düstere des Seins. Aber mit Witz und auch mal sanfter Melancholie werden gelegentlich durchaus hässliche Wahrheiten des menschlichen Miteinanders aufgespießt."
"Wer genug hat vom gross angelegten Blockbustersommerkino, findet in KLEINE WAHRE LÜGEN (
) die willkommene Abwechslung. Realistisch wird ein Freundschaftkreis gezeichnet, der an den Lügen jedes einzelnen zu zerbrechen droht. Dank des tollen Schauspielerensembles und der ruhigen Inszenierung geht der Film nahe und unterhält auch über die Lange Spielzeit ohne Probleme."
KLEINE WAHRE LÜGEN (
) ist für Marcus Wessel "wohl das, was man gemeinhin einen netten, französischen Beziehungsfilm nennt. Nett deshalb, weil Guillaume Canet die Ebene eines recht unverbindlichen Ensemblestücks zu keiner Zeit wirklich verlässt. Immer wenn es ungemütlich werden könnte, wenn tatsächlich einmal für kurze Zeit an alten, verdeckten Wunden gekratzt wird, macht sein Film einen Rückzieher. Auch der eingestreute Humor – Max’ Homophobie ist der Running Gag – dient hauptsächlich dazu, eine gewisse Leichtigkeit und Balance herzustellen."
Lida Bach schreibt: "Die Betonung seiner persönlichen Verwurzelung im filmischen Milieu verleiht der zartbitteren Humoreske eine metatextuelle Ebene. Doch das glatte Parkett selbstanalytischer Gesellschaftskritik betritt sie nicht. ... Einer kleinen Notlüge gleicht auch der Film. Zu erschöpfend um durchgehend zu amüsieren, zu banal für authentische Dramatik und dabei dennoch zu clever um ihn nicht zu genießen, verkörpert KLEINE WAHRE LÜGEN (
) die Quintessenz seines Titels."
"Canet mischt hier sehr gekonnt zwischen komischen und besinnlichen Momenten." - Die Taz
"Eine Inszenierung, die wie Bacardi-Reklame aussieht und den nachlässig-aufwendigen Lebensstil der Urlauber in jeder Einstellung zelebriert." - Der Tagesspiegel
"Das hat nicht viel Tiefgang, unterhaltsam ist es allemal." - Die Zeit
KLEINE WAHRE LÜGEN - Offizielle Website
KLEINE WAHRE LÜGEN - imdb.com
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