| Regie | Cedric Klapisch |
| Kinostart | 15.09.2011 |
Für einen Moment lang befürchtete Almut Steinlein, "der Film könnte auch noch in einer ähnlichen gesellschaftlichen Utopie enden wie Pretty Woman, in der Katharsis des kapitalistischen Monsters. Doch wir sind nicht in Hollywood, und ganz zum Schluss erinnert sich Cedric Klapisch wieder der Proletarierwut – das ist seine Rettung – und lässt die Seifenblase seines Märchens gewaltsam platzen. Die gesellschaftlichen Welten bleiben, wie sie sind, und vor allem sauber getrennt. Das machen die letzten Bilder des Films deutlich."
"Meisterhaft", meint Peter Claus. "Es ist die kluge und überraschende Balance von Sozialkritik und Komik, die den Film überaus besonders macht. Die beiden Hauptdarsteller sind selbstredend erste Klasse. Dadurch und durch die Eleganz der Inszenierung wird dieser Film zu einem der bisher wirkungsvollsten zum Thema weltweite Finanzkrise."
Günter H. Jekubzik sieht es so: "Mein Stück vom Kuchen (
), mit dem übrigens auch das Tortendiagramm gemeint ist, kommt dank der prallen Spielfreude von Karin Viard nicht sozialkämpferisch streng rüber, sondern tatsächlich als Komödie."
U. Gellermann meint: "Klapischs letztes Filmbild ist so symbolträchtig wie viele seiner Bilder zuvor, aber weniger plakativ als diese. Seine Botschaft, wenn dieses Wort hier einmal am Platz ist: Wer zuletzt lacht, lacht am besten, auch wenn es nur ein trotziges Lächeln aus der "grünen Minna" ist."
Jennifer Borrmann sagt: "Man kann den Film genüßlich als Appell oder Liebeserklärung lesen. Als Appell zur Solidarität, zu Menschlichkeit und Gleichheit. Als Liebeserklärung an die historisch gewordenen revolutionären Kräfte des Landes, die wieder geweckt werden müssen – vive la France!"
Als nett bezeichnet Michael Föls den Film: "MEIN STÜCK VOM KUCHEN (
) hat seine guten und seine schlechten Momente. Einige Lacher kann man sich sicher nicht verkneifen und gerade die Figur der France gewinnt durch die sympathische Karin Viard an Reiz. Der für Cedric Kapisch typische Regiestil hat Wiedererkennungswert, doch fehlt dem Film mehr als nur die Tiefenschärfe. Summa summarum ist MEIN STÜCK VOM KUCHEN (
) einen Kinobesuch durchaus wert, auch wenn er in Gefahr läuft schnell wieder in Vergessenheit zu geraten."
Margret Köhler sah eine erfrischende Dramödie mit entlarvenden Dialogen. "Stark vereinfachend, aber mit entlarvenden Dialogen zwischen Witz und Wahrheit und erfrischend amüsant, benutzt Cedric Klapisch zwischen Drama und Komödie die Realität der Finanzkrise für eine unerwartete Begegnung und nimmt dabei offen Partei für die weibliche Figur, die letztendlich ihr MEIN STÜCK VOM KUCHEN (
) kriegt. Mit Recht, wenn auch nicht in Übereinstimmung mit dem geltenden Recht!"
Diese Sozialkomödie bewegt sich laut Alexandra Stäheli am Rande der Karikatur. Die Kritikerin hätte sich etwas mehr Politik und Analyse der gesellschaftlichen Bedingungen gewünscht. Aber stattdessen bietet der Regisseur Situationskomik, die zwar ganz nett, aber eben nicht erschöpfend ist.
Michael Meyns hat sich nicht überzeugen lassen. "Es scheint, als hätte sich Klapisch nicht so recht entscheiden können, welchen Film er in MEIN STÜCK VOM KUCHEN (
) denn nun machen wollte, als hätte er seine Hauptfigur während des Schreibens mal sympathisch gefunden, um sie dann doch zu verachten. Dieses Unbestimmte ist letztendlich die Krux des Films, der unbefriedigend zwischen Komödie und Sozialdrama im Leeren hängt."
"MEIN STÜCK VOM KUCHEN (
) ist ein Film des totalen Mittelmasses. Nicht besonders gut, nicht besonders schlecht, er ist einfach da und kann durchaus mit einem gewissen Vergnügen geschaut werden. Es ist aber auch völlig ok wenn man ihn danach nicht mehr allzu lange in Erinnerung behält."
MEIN STÜCK VOM KUCHEN - Website (deutsch)
MEIN STÜCK VOM KUCHEN - imdb.com
MEIN STÜCK VOM KUCHEN - moviepilot.de