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YUKI & NINA

YUKI & NINA

Regie Hippolyte Girardot
Nobuhiro Suwa
Kinostart 16.06.2011
Genre Drama

Kritiken • YUKI & NINA

14. Juni 2011 | YUKI & NINA • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Ein klassischer Plot, an dessen Ende die Versöhnung der Eltern steht, interessiert die Filmemacher laut Michael Kienzl "letztlich nicht. In der zweiten Hälfte, wenn die beiden Mädchen aus Unmut von zu Hause ausreißen, widmen sich die Regisseure stattdessen einer freieren Erzählweise. Mehrmals zeigt der Film den ungebändigten Spieltrieb der Mädchen und lenkt ihn lediglich durch die formale Strenge der Einstellungen. So spielen Yuki und Nina Ochs am Berg oder interpretieren Wolkenformationen, ohne das all das einem dramaturgischen Sinn untergeordnet wird."

16. Juni 2011 | YUKI & NINA • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow sah einen zarter, genau beobachteter Film, der die Kinder vor jeder Sentimentalisierung verschont. "Die beiden neunjährigen Mädchen haben den Nimbus unzugänglicher, nicht entschlüsselbarer Wesen. In ihren Handlungen und Gefühlen sind sie unberechenbar. Yuki spricht eigentlich nur durch ihren traurigen Blick. Ihre Mutter verfügt über sie mit einer geradezu grausamen Sachlichkeit; der Vater verliert sich einmal in einem Tanz- und Alkoholexzess."

16. Juni 2011 | YUKI & NINA • Kritik • Die Tageszeitung

Genau beoachtet ist der Film für Cristina Nord. "In der einen Einstellung ist die Kamera bei Yuki zwischen den Bäumen, in der nächsten schaut sie frontal, in einer stillen Totale, von einer Wiese aus auf einen Waldstreifen. Obwohl diese Bäume keinen konkreten Hinweis auf einen Ortswechsel bieten, ahnt man, dass der Film in Japan angekommen ist. Das Licht hat sich verändert, die Steine, die in der Bildtiefe auszumachen sind, könnten japanische Grabstelen sein, die Stromleitungen sehen anders aus als in Frankreich, und auch die Geräuschkulisse scheint sich geändert zu haben."

16. Juni 2011 | YUKI & NINA • Kritik • Der Tagesspiegel

Außergewöhnlich an YUKI & NINA (YUKI & NINA Trailer) ist für Nantke Garrelts "die Eigenständigkeit, die den Kindern zugebilligt wird. Der Franzose Hippolyte Girardot und der Japaner Nobuhiro Suwa schildern nach eigenem Drehbuch mit großem Respekt und in leisen Tönen das Drama einer Kinderfreundschaft. Lange Kameraeinstellungen geben Zeit, sich in die Gedankenwelt der Träumerin Yuki hineinzuversetzen. Japanisch zurückhaltend geht sie mit ihrem Schmerz um. Dezent bleibt der Film auch sonst – mit Direkttonaufnahmen und nahezu ohne Filmmusik."

16. Juni 2011 | YUKI & NINA • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer ist begeistert. Der Film "lässt sich von seiner Protagonistin die eigenen Bilder heraufimaginieren. Ihre Fantasie wird die seine, ist dieser Film, der die beide befremdende Unähnlichkeit von Kinder- und Erwachsenenwelt mit Hilfe der faszinierenden Bruchlosigkeit der eigenen Registerwechsel in sich aufhebt und also in den Grenzen des Möglichen sogar versöhnt."

01. Mai 2011 | YUKI & NINA • Kritik • programmkino.de

Laut Michael Meyns findet der Film "die Bilder, vor allem auch den Mut, sich über puren Realismus zu erheben und in die Gedanken- und Gefühlswelt seiner Figuren einzutauchen, den er vorher vermissen ließ. Was bis dahin nur eine zwar souverän gefilmte, aber doch arg unaufregende Beobachtung des wenig bemerkenswerten normalen Lebens war, wird in diesen Momenten zu einem wunderbaren Film über die Kraft der Imagination. Also eigentlich über die Möglichkeiten des Kinos selbst."

14. April 2011 | YUKI & NINA • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh lobt die feine Beobachtungsgabe. "Hippolyte Girardot und Nobuhiro Suwa, ein französischer Schauspieler und ein japanischer Regisseur, haben ihren ersten gemeinsamen Film konsequent aus der Perspektive der Kinder gedreht. Der Riss zur Welt der Erwachsenen tritt für Yuki durch eine Entscheidung der Eltern auf: Die beiden werden sich trennen. Weil Yuki das Kind einer ethnisch gemischten Ehe ist, sind die Konsequenzen folgenreich. Ihre Mutter will mit ihr zurück nach Japan - sie müsste also ihren französischen Vater und ihr bisheriges Lebensumfeld hinter sich lassen."

15. Februar 2010 | YUKI & NINA • Kritik • artechock.de

Rüdiger Suchsland sah eine "Geschichte aus Ohnmacht und Fluchtbewegung, eine Rebellion gegen die Zumutungen der Eltern, einer allmählichen Emanzipation der Kinder, die keineswegs ein "Abschied von den Eltern" ist, sondern eine Verteidigung der Kindheit. "Coming of Age" einmal ganz anders, eher notgedrungen. Ein bezaubernder Film, so intensiv wie außergewöhnlich in seiner Wirkung. Immer wieder ist der Film auch sehr lustig, gerade weil er sich nie anbiedert, sondern die Erlebnisweise der Kinder ernst nimmt, in der Traum und Wirklichkeit gehen ineinander über. Besser kann Kino auch für Erwachsene nicht sein."

01. Februar 2010 | YUKI & NINA • Kritik • Berlinale.de

Datenblatt zum Film.

01. Februar 2010 | YUKI & NINA • Kritik • Yuki & Nina

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