| Regie | Jörgen Bergmark |
| Kinostart | 02.06.2011 |
Stilistisch kommt der Film zwar ohne wacklige Handkamerabilder aus, narrativ aber nähert er sich laut Martin Gobbin "doch wieder der Dogma-Bewegung. Schon die Körper der vier Schauspielerinnen sind so unglamourös durchschnittlich und damit realistisch, dass eine größere Nähe zum Zuschauer evoziert wird als bei in physischer Perfektion erstarrenden Mainstream-Produktionen. Zudem verzichtet Eine vernünftige Lösung auf jegliche spektakuläre Auflösung – hier gibt es keine Überreaktionen, keine als "Tear Jerker" instrumentalisierten Szenen. Stattdessen schließt der Film mit einem ruhigen, höchst luziden Monolog über verschenktes Glück und die Reue angesichts der Irreversibilität dieses Verlusts."
Bei aller Leichtigkeit verbirgt sich für Michael Meyns "hinter der unauffälligen Regie und den zurückhaltenden, nuancierten Darstellungen von vier prominenten schwedischen Schauspielern, eine pointierte Studie über die Schwierigkeiten von Beziehungen und der Ehe. Das sich die Szenen einer Ehe nicht so bedeutungsschwer düster abspielen wie es etwa der große Ingmar Bergman bevorzugte, fällt dabei positiv ins Gewicht. EINE VERNÜNFTIGE LÖSUNG ist ein angenehm unaufgeregter, erwachsener Film über erwachsene Menschen und ganz alltägliche Probleme. Und gerade in dieser Alltäglichkeit liegt die Qualität des Films."
"Ein origineller Film mit einem kleinen Cast, dass das Maximum rausholt. Für Fans des nordischen Kinos ein Muss. Und wer sich für eine Fallstudie auf der Grossleinwand interessiert, darf bei EINE VERNÜNFTIGE LÖSUNG getrost auch reinschauen."
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