| Regie | Jonathan Levine |
| Kinostart | 03.05.2012 |
"Wenn man nach dem „Wozu?“ des Films fragt", schreibt Maurice Lahde, "käme ihm die ehrenvolle Aufgabe eines Trösters zu, und gelungene Tröster sind rar. Ungeachtet seines letztlich versöhnlichen und optimistischen Ansatzes ist 50/50 (
) aber nicht beschönigend. Wie Adams Chancen stehen, verrät der Filmtitel, doch seines ist nicht das einzige Schicksal, dessen Zeugen wir werden."
Dominik Kamalzadeh schreibt darüber, dass es nicht unbedingt ein Drama sein muss, wenn ein junger Mann an Krebs erkrankt. So vermittelte es zumindest dieser sympathische Film.
"Der Leidensweg an sich dabei ist ein bisschen geschönt", findet Philipp Stroh. "Wer wirklich einen Film über Krebs sehen will, dem sei Halt auf freier Strecke (
) von Andreas Dresen empfohlen. Dennoch bleibt 50/50 (
) eine empfehlenswerte, einfühlsame Tragikomödie als kleine Ode an das Leben und die Freundschaft, ohne dabei dick aufzutragen."
"Man kann 50/50 (
) seine Berechenbarkeit, seinen mäandernden Plot und fehlenden Spannungsbogen vorwerfen, doch dem Film geht es eben nicht um die Frage, ob Adam überlebt oder darum, wie die Krankheit ihn verändert, sondern darum, wie er darum kämpft, so bleiben zu können, wie er ist, sein Leben weiterzuführen und Normalität zu bewahren", resümiert Sebastian Moitzheim.
Simon Born lobt: "Eisers Drehbuch verrät dabei seine Figuren weder an schnelle Lacher, noch verdirbt es dem Zuschauer durch überbordendem Pathos oder Gefühlskitsch den Spaß. Gerade das Nebeneinander von Komik und Tragik machen die Figuren so menschlich, nachvollziehbar, sympathisch."
Autor Will Reiser und Regisseur Jonathan Levine zeigen laut Wilfried Hippen genau so viel Krankheit und Schmerz, wie im Rahmen eienr Komödie darstellbar ist.
"So steht vor allem Seth Rogen als meist unappetitlich runde Galionsfigur der Judd Apatow-Filme für den oft Marihuana-verräucherten Humor des Überlebens-Films, der genauso ein nettes Buddy-Movie ist. Trotz der durchgehend guten Besetzung fast aller Figuren reagieren sie vorhersehbar klischeehaft", schreibt Günter H. Jekubzik.
50/50 (
) überzeugt laut José García "dadurch, dass der Film den richtigen Ton trifft: Als Komödie wirkt er niemals albern, die dramatischen Augenblicke werden wohldosiert eingesetzt."
"Die charakterliche Entwicklung des schwerkranken Adam wird arg einfallslos thematisiert, folglich müsste 50/50 (
) ein schlechter Film sein", schreibt Jakob Stählin, "doch man kommt trotz seiner eklatanten Schwächen nicht umhin, sich einzugestehen, daß man einigermaßen gut unterhalten wird, was nicht zuletzt an seinem zwar längst zum Mainstream gewordenen Indie-Look und an den weitestgehend unterforderten, aber bemühten Schauspielern liegt."
"Mit dem stets charmanten Joseph Gordon-Levitt oben drauf gerechnet, bekommt Drehbuchautor Will Reiser hier eine schöne Erinnerung an einen schweren Abschnitt seines eigenen Lebens, welchen er mit mehr Humor als Trauer verarbeitet hat", resümiert Denis Sasse.
Oliver Kaever resümiert: "Eine Buddy-Komödie über Krebs? Klingt nach keiner guten Idee. Was kann an Chemotherapie und Haarausfall witzig sein? Aber das junge Team hinter 50/50 (
) legt eine beeindruckende Gratwanderung hin: Der Film berührt – und bringt gleichermaßen zum Lachen."
Für einen Seth Rogen-Film ist 50/50 (
) sicherlich ungewohnt ernst; für einen Film über einen Krebskranken dagegen ungewohnt lustig. Ein wenig vorhersehbar ist sie sicherlich, diese melancholische Tragikomödie. Ebenso scheinen die hässlichen (körperlichen) Seiten der Krankheit etwas stark weichgezeichnet. Man will irgendwie nicht recht glauben, dass die schlimmste körperliche Auswirkung der Krankheit lediglich aus Haarausfall besteht. Trotz solcher Zugeständnisse an die Massentauglichkeit funktioniert der Film dank einer soliden Balance zwischen Witz und Ernsthaftigkeit."