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DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD

DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD

Regie Luc Dardenne
Jean-Pierre Dardenne
Kinostart 09.02.2012
Genre Drama

Kritiken • DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD

01. Juli 2011 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl vergleicht den Film mit früheren Werken der Dardenne-Brüder. "Das Spröde der ansonsten dokumentarisch anmutenden Ästhetik, die stets im Gegensatz zu den leicht melodramatischen Plots stand, ist in Der Junge mit dem Fahrrad (Der Junge mit dem Fahrrad Trailer) allerdings weniger markant. Die Handkamera heftet sich nicht mehr so stark an die Figuren, sondern ist statischer und bezieht stärker das Umfeld mit ein. Damit haben sich die Dardennes zumindest teilweise eines ihrer prägnantesten Merkmale entledigt."

10. Februar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • kunstundfilm.de

Für Anne-Katrin Müller gibt es nur einen Grund, den Film anzusehen. "Allein sein sommersprossiger Hauptdarsteller macht den Film zum Ereignis: So viel ungezähmte Energie ist selten auf der Leinwand zu bewundern. Wie der Wildfang tobt, vor jedem Problem davon läuft oder tollwütig um sich schlägt, um schließlich doch auf die Stimme der Vernunft zu hören. Das wärmt und öffnet jedes Zuschauers Herz."

09. Februar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • getidan.de

"Wieder gelingt dem belgischen Regie-Duo damit eine Milieustudie fern von Kitsch", freut sich Peter Claus. "Die Spannung erwächst weniger aus der Frage, ob es dem Kind gelingt, den Vater zu finden, als daraus, ob er es verkraften kann, wenn er einsehen muss, dass dieser Vater nichts mit dem erträumten Ideal gemein hat. Mehr sei hier zur Handlung, die wirklich originell ist und mit viel Herzenswärme packt, auch mit Witz und Dramatik, nicht verraten."

06. Februar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • schnitt.de

Moritz Pfeifer schreibt: "In dem neuen Film der Dardenne-Brüder, Der Junge mit dem Fahrrad (Der Junge mit dem Fahrrad Trailer), steckt viel Hoffnung. Im Gegensatz zu den eher trübseligen Vorgängern hat dieser Film Märchencharakter. So äußerten sich die Regisseure selbst. Sicher, Samantha ist eine Fee, deren Charme den teuflischen Jungen bändigt. Am Ende siegt Cyrils Verantwortung zur Vernunft."

06. Februar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • FILMtabs.com

Günter H. Jekubzik zeigt sich begeistert. "Das neue Kunststück der Brüder Dardenne, mit inszenatorischer Reduktion die Fülle des Lebens ehrlicher einzufangen als die meisten anderen Filmemacher, gewann auf den Filmfestspielen in Cannes den Großen Preis der Jury und wurde soeben mit dem Europäischen Filmpreis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Der Junge mit dem Fahrrad (Der Junge mit dem Fahrrad Trailer) ist das Mitfahren unbedingt wert."

06. Februar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • textezumfilm.de

José García sah ein Loblied auf die Liebe und Geborgenheit, die jedes Kind sucht. "Ohne in Rührseligkeit zu verfallen, berührt der Film durch Cyrils rastlose Suche nach Liebe sowie durch Samanthas selbstlose Haltung den Zuschauer. Die menschliche Wärme und Zuwendung, die sie dem Jungen schenkt, korrespondiert mit den warmen Farben des Sommers – Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne haben erstmals einen Film im Sommer gedreht – sowie mit der Musik, was für das belgische Regisseurduo ebenfalls eine Premiere darstellt."

31. Januar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • filmering.at

Valentina Resetarits ist vom Hauptdarsteller begeistert. "87 Minuten verfolgt der Zuseher den zwölfjährigen Cyril und ist im wahrsten Sinne des Wortes immer hautnah dabei. Die Kamera und damit alle Augen sind stets auf den Protagonisten gerichtet. Daher musste das Regieduo Dardenne erst einmal einen Jungdarsteller finden, der einen ganzen Film stemmen kann. Thomas Doret wurde aus über 100 Bewerbern ausgewählt und meistert die Aufgabe mit Bravour. In den zahlreichen Nahaufnahmen ist die Enttäuschung und Wut in seinen Augen stets abzulesen. Am intensivsten sind diese Emotionen gleich in der ersten halben Stunde, wenn sich Cyril auf die unermüdliche Suche nach seinem Vater begibt und sich dabei sogar verpflichtet fühlt, andere zu belügen, um sein eigenes Bild vom väterlichen Helden nicht zu zerstören."

23. Januar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • filmgazette.de

Carsten Happe ist verblüfft: "Die Chance, dass alles gut ausgehen könnte, dass es wirkliche Perspektiven für die Zukunft gibt, das ist neu im Oeuvre der Dardennes. Mit genauem Blick rücken sie zwar einmal mehr die Menschen am Rande der Gesellschaft in den Fokus, bewegen sich aber - anders als zuletzt in ihrer bitteren Asylgeschichte LORNAS SCHWEIGEN - ein wenig auf die Mitte zu."

03. Januar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • outnow.ch

"Die Dardennes haben es immer noch drauf. So machen Arthouse-Filme Spass. Im Unterschied zu anderen gefeierten Regisseuren, die eine gewisse erfinderische Trägheit an den Tag legen - Woody Allen sei als Beispiel genannt - stört mich das immer ähnlich zubereitete Süppchen bei den Belgiern weniger. Vielleicht einfach, weil ihr Oeuvre weniger Werke umfasst."

03. Januar 2012 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • programmkino.de

Luitgard Koch gefällt, wie das Regisseurs-Duo Dardenne mit der Kamera stets dicht an ihren Schauspielern bleiben. "Vom Anfang bis zum Ende beobachten die Wallonen ihre Protagonisten so intensiv, bis sich die Geschichten wie von selbst entfalten. Von voyeuristischer Effekthascherei oder Sentimentalität keine Spur. Perfekt verbinden sie radikale Nüchternheit und tiefste Empfindsamkeit."

17. Juni 2011 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • Berliner Zeitung

Der Junge mit dem Fahrrad (Der Junge mit dem Fahrrad Trailer) erinnert laut Daniel Kothenschulte "nicht nur in den ersten Worten des Titels an Charles Chaplins Grundstein des modernen Kinderfilms, THE KID. Die Brüder Dardenne machen wie er die Realität zum Abenteuer. Und wie Charles Chaplin sind sie außerstande, eine Art von Kunst zu produzieren, die nicht wahrhaftig wäre. Oder eine Realität abzubilden, die komplett wäre ohne künstlerische Formgebung."

16. Mai 2011 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • Der Spiegel

Routiniert und mit geübtem Blick für die Ödnis prekarisierter Existenzen, gelingt es den Dardenne-Brüdern, durchaus rührend und spannend die Geschichte zu schildern, schreibt Andreas Borcholte. Aber Wendungen funktionieren nicht, "weil es die Regisseure so wollen. Unerklärliche Wunder-Wendungen dieser Art gab es auch in früheren Filmen der Dardennes, darunter L'ENFANT - DAS KIND und LE SILENCE DE LORNA (LE SILENCE DE LORNA Trailer), aber diesmal verlangen sie ein wenig zu viel Glaube an das Gute und Romantische im Menschen von ihrem Publikum."

16. Mai 2011 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • Der Standard

Wie schon in anderen Filmen der Dardennes ist die Kamera laut Dominik Kamalzadeh "ganz auf die Körperlichkeit seines Helden eingestellt. Flink, auffassungsschnell und temperamentvoll wie Cyril ist die Gangart der Erzählung, die den Jungen auf seinem Fahrrad durch Erfahrungen schickt, an denen er sein Vertrauen gegenüber anderen Menschen ständig neu justieren muss. ... So schön es ist, die moralischen Lektionen Cyrils entlang der Spur seines Fahrrades zu arrangieren - man wird hier nicht das Gefühl los, dass die Fallhöhe dieser Geschichte diesmal ein wenig geringer ist."

15. Mai 2011 | DER JUNGE MIT DEM FAHRRAD • Kritik • sennhauser.ch

"Die Dardenne-Brüder haben etwas neues aus dem alten heraus entwickelt. Nicht ihr Fehler, dass das nun näher beim gewohnten Erzählkino landet, als wir es erwartet hätten. Sehenswert und eindrücklich ist der Film nach wie vor. Und um an Altersmilde zu denken sind die Brüder mit Jahrgang 1951 und 1954 doch noch eine Spur zu jung. Es lebe die Hoffnung und die Pflegemutterliebe."

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