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HALT AUF FREIER STRECKE

HALT AUF FREIER STRECKE

Regie Andreas Dresen
Kinostart 17.11.2011
Genre Drama

Kritiken • HALT AUF FREIER STRECKE

18. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Frédéric Jaeger stellt fest: "die Handykamera-Aufnahmen driften nicht ins peinlich Berührende ab und einzelne stärker ästhetisierte, wohl komponierte Einstellungen geben Raum zum Atmen, ohne dem Film die Dringlichkeit seiner Erzählung zu rauben. All das wäre ohne das perfekte Zusammenspiel des Ensembles selbstverständlich nicht denkbar. ... Szenen, die die Dynamik der Familienbeziehungen greifbar werden lassen, vom Verlust der Autonomie erzählen und ein menschliches Porträt errichten, beiläufig und doch präzise, zeichnen HALT AUF FREIER STRECKE (HALT AUF FREIER STRECKE Trailer) aus. Sie bereichern die nervenaufreibende Begleitung des mühseligen Sterbeprozesses mit einem langen Nachhall."

16. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Rüdiger Suchsland sah eine "akribische Chronologie des Sterbens - vom Augenblick der tödlichen Diagnose bis zu den letzten Momenten des Kranken. ... Wie aber stellt man einen derart delikaten Stoff im Kino dar? Wie vermeidet man Kitsch, gibt ein realistisches Bild, ohne auf Emotionen zu verzichten. Dresen ist diese Gradwanderung missglückt. Mal ist der Ton zu flapsig, dann wieder "menschelnd" nahe am Melo, dann betont naturalistisch: Es wird gespuckt, gekotzt, gepinkelt und viel geweint in diesem Film - was ohne Frage die Wirklichkeit wiedergibt. Womöglich hält Andreas Dresen so etwas wirklich für Neorealismus, und glaubt, dass er wieder endlich einmal ein tabuisiertes Thema auf die Leinwand bringt."

18. Januar 2012 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • wieistderfilm.de

Philipp Stroh schreibt: "HALT AUF FREIER STRECKE (HALT AUF FREIER STRECKE Trailer) ist nicht nur ein glänzend gespielter Film über das Sterben, mit allem, was dazu gehört, ohne sich jemals vom Wesentlichen zu entfernen, immer aufrichtig statt rührselig, und gerade deshalb umso ergreifender. Er schafft es als Schluss des Kreises auch noch, fast wie nebenbei zu vermitteln, dass das Leben weitergeht."

18. November 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • kunstundfilm.de

Der Film konzentriert sich laut Renée-Maria Richter auf die "Verfalls-Geschichte. Apparate-Medizin und Begräbnis-Rituale nimmt er als gegeben hin; ihr Sinn oder Unsinn wird nicht thematisiert. Das hat das Produktions-Team gemeinsam entschieden: Andreas Dresen erarbeitet seine Drehpläne stets mit den Schauspielern und lässt sie weitgehend improvisieren. Dieser Inszenierungs-Stil beglaubigt selbst die erschütterndsten Einstellungen. Niemand muss sich das ansehen, wenn er sich diesem allzu menschlichen Elend nicht aussetzen will. Man muss nur sterben."

17. November 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • getidan.de

Für Peter Claus steht fest: "Dies ist gar kein Film über das Sterben. Es ist ein Film über das Leben. Dresen und seine Mitstreiter denken nach über die Suche nach dem richtigen Weg durch einen unberechenbaren Alltag. Bei allem Grauen, das damit verbunden ist, gibt das dem Einzelnen viele Anregungen zum Nachdenken über sich selbst."

16. November 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • textezumfilm.de

Der Film kann laut José García "nicht nur um als Sterbensdrama, sondern ebenso als Familienfilm bezeichnet werden. ... Obwohl erstaunlicherweise während des ganzen Films weder Frank noch seine Familie irgendeinen Gedanken an das "Danach", an etwas über dieses nun zu Ende gehende Leben Hinausgehendes verschwenden, entlässt HALT AUF FREIER STRECKE (HALT AUF FREIER STRECKE Trailer) den Zuschauer nicht ohne Hoffnung. Denn Dresens Film gelingt es, bei aller Schonungslosigkeit der Darstellung nicht nur ein Gefühl vom würdevollen Sterben, sondern auch von den wichtigen Dingen des Lebens zu vermitteln."

15. November 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • filmtabs

Zu allererst ist es laut Günter H. Jekubzik "gut, dass Andreas Dresen Sterben zeigt. Um noch einen der vielen gewöhnlich wirkenden, aber doch sehr gewichtigen Sätze zu zitieren: Frank (Milan Peschel) solle, auch wenn seine Aus- und Anfälle es allen schwer machen, zu Hause bleiben, damit die Kinder sähen, dass Sterben nichts Schreckliches ist und damit sie nicht ihr Leben lang Angst vor dem Tod hätten. Damit trifft der Film einen wunden Punkt unserer Gesellschaft und auch des Unterhaltungskinos. Es wird zahlreich gestorben, aber man sieht nie, was Sterben bedeutet."

21. Oktober 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • outnow.ch

"Halt auf freier Strecke (Halt auf freier Strecke Trailer) ist schweres Kino, das aber zwischen seiner Pragmatik immer wieder eine Poesie durchscheinen lässt, die durchaus positiv gefärbt ist, und gleichzeitig nicht den Hauch von Kitsch verbreitet."

14. Oktober 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • schnitt.de

Werner Busch lobt den Regisseur Andreas Dresen, der mit "Halt auf freier Strecke (Halt auf freier Strecke Trailer) mit traumwandlerischer Sicherheit wieder zu sich selbst zurück findet; greift sich eines der schwierigsten Filmthemen überhaupt und verwandelt es mittels improvisierter aber hochstilisierter Spielszenen, zu einer ganz eigenen und höchst ansprechenden filmkünstlerischen Arbeit, die im immermüden deutschen Belanglosigkeitskino dieser Tage seinesgleichen sucht."

14. Oktober 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • schnitt.de

Andreas Dresen gelingt Außergewöhnliches, sagt Patrick Heidmann. "Er widmet sich dem einerseits tabuisierten, andererseits gerade im Kino immer wieder als Plot-Mechanismus banalisierten Thema "Sterben" mit kaum vorstellbarer Authentizität – und erzählt dabei einerseits eine höchst persönliche, individuelle Geschichte, die aber doch eine erstaunlich universelle Wirkung entfaltet."

14. Oktober 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • schnitt.de

Nikolaj Nikitin lobt: "Trotz des schweren Themas und der intensiven Nähe können wir den Film genießen und gehen nicht schlechter Stimmung aus dem Kino, denn Dresen hat immer wieder den Comic-Relief parat (Harald Schmidt in filmischer Bestform) und denkt trotz aller Kunst an den Zuschauer und wie viel er ihm zumuten bzw. zutrauen kann. Mehr Lob an einen (deutschen) Film und die Arbeit eines Regisseurs lassen sich kaum formulieren."

18. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • Neue Züricher Zeitung

Susanne Ostwald sah "eine genaue Realitätsdarstellung, wie man sie sonst in dieser Form, gepaart mit absurdem schwarzem Humor, nur aus dem britischen Kino kennt. So nahe bringt er uns das Schicksal des Hirntumor-Patienten und seiner von der Erkrankung geforderten Familie, dass es weh tut und mitunter wegen seiner Nähe zu den Personen und ihrer überzeugenden Darstellung kaum auszuhalten ist. Wer aber die Herausforderung annahm und bis zum Ende blieb, was keineswegs für alle im frisch gestrichenen Filmpalast galt, wurde mit einem versöhnlichen, die Angst besiegenden Schlussakkord belohnt."

16. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte ist des Lobes voll. "Es ist erstaunlich und beeindruckend zugleich, wie es Andreas Dresen immer wieder gelingt, seinem Publikum alltägliche, aber dadurch nicht minder existenzielle Dramen nahezubringen, ohne der Überdramatisierung oder dem Voyeurismus zu verfallen. ... Es sind die stillen, kleinen Szenen, die diesen Film so bewegend und fast schon unerträglich traurig machen - die Umarmung des Todgeweihten durch seinen überforderten Vater, ein mühsam, mit letzter Kraft hervorgestoßenes "Frohe Weihnachten" des Ausgezehrten, der mehr und mehr zur hilflosen Geisel seines gierigen, inoperablen Hirntumors wird. Milan Peschel erweist sich hier in der Rolle des Gefangenen einer tödlichen Krankheit als einer der intensivsten und mutigsten Darsteller seiner Generation."

16. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Anke Westphal schreibt: "Mit großer Sensibilität und Aufrichtigkeit begleitet Andreas Dresen den stetigen Verfall des Familienoberhaupts und die Überforderung der Familie. Nur der kleine Mika geht natürlich und sogar ein wenig neugierig mit der Situation um. Unsere Kinder müssen so viel mehr können, als wir wissen – das ist eine der Botschaften des Festivals."

16. Mai 2011 | HALT AUF FREIER STRECKE • Kritik • blog.film-dienst.de

Insbesondere die von den Schauspielern improvisierten Dialoge tragen laut Josef Lederle "dazu bei, dass ein breitgefächertes Panorama unterschiedlichster Wahrnehmungen und Reaktionen erwächst, in dem das Sterben ins Dasein eingebunden ist. Eine bravouröse – und wie immer bei Andreas Dresen – gänzlich unprätentiöse Leistung, die wohl nur deshalb nicht im Wettbewerb gelandet ist, weil sich leider auch die visuelle Gestaltung von HALT AUF FREIER STRECKE (HALT AUF FREIER STRECKE Trailer) einer dem Alltag verpflichteten Ästhetik unterordnet."

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