| Regie | Djo Tunda Wa Munga |
| Kinostart | 15.03.2012 |
"Eine befremdliche, eigentümliche und unbedingt sehenswerte Mischung", findet Birte Lüdeking. "Was VIVA RIVA! (
) über das B-Movie-Format hinaushebt und ihn trotz seiner gewöhnlichen, universellen Geschichte außergewöhnlich und spezifisch macht, sind seine besonderen Schauplätze, die in Kombination mit der digitalen Kamera des Franzosen Antoine Roch (Vergissmichnicht (
), L'âge de raison, 2010) sehr lebendige Eindrücke vom heutigen Leben im „Kuhfladen“ Kinshasa vermitteln".
Swantje Seberg schreibt: "Das Lebensgefühl in diesem permanenten Tanz auf dem Vulkan fängt VIVA RIVA! (
) formvollendet ein: in halsbrecherischen Wendungen und sarkastisch spöttischen Dialogen, die bei jeder Szene Spaß machen. Mit expliziten Liebes-Szenen wagt er viel mehr als sonst im afrikanischen Kino üblich – und überholt damit locker den Edel-Trash, den Nollywood in Nigeria am Fließband produziert."
"VIVA RIVA! (
) schöpft zwar aus dem Fundus des Gangster- und Mafiafilms, ist auf einen bloßen Trivial-Genrefilm aber nicht zu reduzieren: Eher wirkt "Genre" hier wie eine Methode, ein Brennpunkt, in dem sich soziale - und in diesem Fall: brutale - Realität mit dem Kino zu einer Einheit verdichtet", so Thomas Groh.
Lukas Foerster sah einen aufwendig, durchgestylten Gangsterfilm und lobt den Regisseur dafür, dass die mehrsträngige Handlung sehr geschmeidigt gehandhabt wurde.
Jochen Werner schreibt, dass man VIVA RIVA! (
) "bei aller Generizität die Vorbildung seines Regisseurs als Dokumentarist anmerkt. Immer wieder wird der Glamour des Gangsterdaseins scharf kontrastiert mit der alltäglichen Armut auf den Straßen der zentralafrikanischen Metropole, neben den Palästen der Bandenbosse steht das florierende, aber überaus ärmliche Leben in den Gassen und improvisierten Bars unter freiem Himmel."
In VIVA RIVA! (
) geht es immer schön zur Sache, das macht den Film spannend", freut sich Harald Mühlbeyer. "Das männlich-dominante Verbrechergehabe haben die Figuren sowieso drauf, und der elegante Gangsterboss in weißem Anzug und mit Spitzbart, der hat echt Stil. Wie er gekonnt Leute foltern lässt, über Leichen geht, um an Riva ranzukommen … Gottseidank hat's (fast) jeder verdient."
Datenblatt des Films.