| Regie | Seth Gordon |
| Kinostart | 01.09.2011 |
Christian Alt sah einen Film mit einem großartigen Cast, aber auch offensichtlicher Strukturschwäche. "Das größte humoristische Potential liegt eindeutig auf der Seite der sadistischen Bosse. Leider spielen diese nach einer ungewöhnlich kurzen aber gelungenen Exposition keine allzu große Rolle mehr: Der Genrehybrid verlegt sich schnell auf seine Thrillerelemente und schafft es nur noch selten Akzente zu setzen."
Michael Kienzl lobt die einnehmende Dynamik aus treffsicheren One-Linern und gemäßigtem Slapstick, die ihre Wirkung nicht verfehlt. "Dabei ist es vor allem den Darstellern zu verdanken, dass das so gut funktioniert. KILL THE BOSS (
) ist bis in die Nebenrollen prominent besetzt, und vor allem die Bosse brillieren als überzeichnete Ekelpakete: Kevin Spacey spielt einen notorisch eifersüchtigen Borderliner, Jennifer Aniston eine pervertierte Männerfantasie mit Hang zu Tourette-Anfällen und Handgreiflichkeiten und Colin Farrell einen zugekoksten Nachwuchszuhälter, der Dicke und Behinderte aus ästhetischen Gründen entlassen will."
Denis Sasse sah viele Ähnlichkeiten zu HANGOVER (
). "Das Rezept besteht aus drei relativ unbekannten Gesichtern, die von Fettnapf in Fettnapf wandern und damit den Zuschauer unterhalten. Wo HANGOVER (
) noch als innovativ neue Idee funktionierte – der zweite Teil durfte sich dann massiver Kritik aussetzen – bleibt Kill The Boss (
) oft eine bloße Kopie. Es ist der gesamten Darstellerriege zu verdanken, dass der Film dennoch nicht an seinem Unterhaltungswert einbüßt."
Anke Westphal hat so manchen Schauspieler nicht wiedererkannt, weil sie so paradox besetzt sind. Das führt zu Lächern, ebenso wie die Konstruktion der schwarzen Komödie: "Die Dinge laufen hier dank des waltenden Dilettantismus so ungeheuer aus dem Ruder, dass am Ende eigentlich nur noch fast alles gut werden kann. Das Chaos macht Spaß. Der ist vorbei, wenn man das Kino verlässt."
Wilfried Hippen ist begeistert von den Stars, die hier die kleineren Rollen übernehmen und dadurch für Fuore sorgen. Besonders einer von ihnen hat es dem Kritiker angetan. "Keiner kann Verachtung und Überheblichkeit ausstrahlen wie Kevin Spacey, der den sadistischen Großkotz hier so gigantomanisch anlegt, als würde er sich damit für den Schurken im nächsten James Bond Film bewerben."
Nikolaus Perneczky ist enttäuscht. "Gerade jetzt, da die Krise des Kapitalismus allerorten auf das fehlerhafte oder unethische Verhalten Einzelner zurückgeführt wird, die man, mit einer etwas mechanischen Metapher, an den "Schalthebeln der Macht" vermutet, hätten Regisseur Seth Gordon und seine Autoren mehr als das wollen müssen, was diese seltsam zahnlose, zwischen Klamauk und Satire unentschlossen schwankende schwarze Komödie zu bieten hat."
Michael Föls hebt den unverschämt hohen Unterhaltungswert hervor. "Der Film nimmt eine durchaus real verwurzelte Ausgangslage und treibt diese mit Genuss ins Extrem. Kevin Spacey, Jennifer Aniston und Colin Farrell spielen die KILL THE BOSS (
) ausgzeichent und mit Freude am Spiel und die drei Protagonisten des Films kämpfen sich wacker von einer schrägen Situation zur nächsten. Der Film macht dabei so gut wie alles richtig, überzeugt mit einer sehr hohen Gagdichte und schafft es den Zuseher über die gesamte Laufzeit perfekt zu unterhalten."
KILL THE BOSS (
) ist laut Günter H. Jekubzik "mäßig komisch, mit der üblichen sexuellen Deftigkeit und ein paar Ekeleien versetzt. Trotzdem bekommen die drei Hauptdarsteller in ihren Dialogszenen guten Witz hin, die prominent gespielten Typen der zweiten Reihe machen richtig Spaß."
Catharina Steiner ist durchaus angetan: "Die Gag-Dichte ist hoch, das Tempo stimmt - aber es ist vor allem die exzellente Besetzung, die den Film vom omnipräsenten Mittelmass im Genre abhebt. Die berühmte Chemie zwischen Jason Bateman,
"Gesamthaft betrachtet bietet KILL THE BOSS (
) nette Unterhaltung mit zahlreichen Lachern und einem urkomischen Cast. Trotz eher tief angelegtem Niveau und überwiegendem Fluchen erkennt man hintergründig sogar eine Story, auf deren Auflösung man gespannt ist. Der Film muss sich neben Genrekollegen wie HANGOVER (
) und SUPERBAD (
) absolut nicht verstecken."
KILL THE BOSS - Offizielle Website (deutsch)
KILL THE BOSS - Offizielle Website (englisch)
KILL THE BOSS - Offizielle Facebook-Seite (deutsch)
KILL THE BOSS - imdb.com
KILL THE BOSS - moviepilot.de
KILL THE BOSS - filmmag.de