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AUF TEUFEL KOMM RAUS

AUF TEUFEL KOMM RAUS

Regie Julie Kreuzer
Mareille Klein
Kinostart 12.05.2011

Kritiken • AUF TEUFEL KOMM RAUS

12. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Frankfurter Rundschau

Michael Kohler stellte fest, dass ein schlechtgemachtes Gesetz Menschen überforden kann. "Über den etwas reißerischen Titel muss man dabei ebenso hinwegsehen wie über den falschen Ton, den die beiden Filmemacherinnen mit ihrer ersten Einstellung anschlagen. Da ist eine im Garten aufgestellte Warnung vor dem „Kinderschänder“ zu sehen; unter ihr laufen aufgeregte Gänse durcheinander und eine Gans wird von einer anderen unnachgiebig gepickt."

12. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Silvia Hallensleben sah trotz einiger Mängel einen aufschlussreichen Film. "Auch die Filmemacherinnnen gerieten unter Druck, sich zwischen den Fronten zu positionieren. Dem hielten sie stand, erlagen dafür der Versuchung, die ihnen von einigen Beteiligten gewährte Nähe zu missbrauchen."

12. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Die TAZ

Susanne Messmer sah einen Film, der Unbehagen schafft. "Der Fokus des Films liegt weniger auf der Diskussion von Schuldfragen als auf der sorgfältigen Analyse eines sozialen Konflikts, eines Dilemmas, das kaum zu lösen ist. Er zeigt auf sehr unaufgeregte Art beide Seiten, weder kommentiert er, noch stellt er Schuldfragen, er ergreift nie Partei und erschüttert so, weil er am Ende selbst noch die Positionen der liberalsten Zuschauer durcheinanderbringt."

12. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Berliner Zeitung

Beeindruckend fand Birgit Walter die Dokumentation. "Die Stärke des Films liegt darin, dass er an diesem Geschehen so lange dranbleibt, bis auch Nebenschauplätze ausgeleuchtet sind, auf denen sich die allseitige Hilflosigkeit spiegelt. Insbesondere die des Rechtsstaates, der die Situation erst zugelassen hat, dessen Beamte die Dinge aber keineswegs mit mehr Weitsicht und Vernunft angehen als die aufgebrachten Nachbarn."

12. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Sueddeutsche Zeitung

Fritz Göttler sah einen Film auf der Suche nach dem "Normalen". "Es geht fundamentalistisch zu auf beiden Seiten - sie wollen uns ins Böse stellen, sagt Helmut verbittert. Als gäbe es keine Möglichkeit für diese Gesellschaft, mit Moral und Menschlichkeit pragmatisch umzugehen. Das Unvorstellbare, das Perverse - der Film macht unerbittlich klar, dass es dabei immer auch um Normalität geht. Um die Sehnsucht nach dem, was man normal nennen könnte."

10. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • filmgazette.de

In manchen Szenen wäre für Louis Vazquez "mehr Beharrlichkeit der sich sehr zurücknehmenden Filmemacherinnen wünschenswert gewesen, damit verschiedene Vorwürfen und Spekulationen nicht unbelegt stehen bleiben. Trotzdem ist AUF TEUFEL KOMM RAUS unbedingt sehenswert. Weil der Film zeigt, wie schwierig und weit der Weg zu einem angemessenen Umgang mit entlassenen Sexualstraftätern noch ist. Und es stellt sich die Frage, ob es überhaupt vorangeht, wenn auch 80 Jahre nach Fritz Langs M - EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER nach Mord und Totschlag gerufen wird, verklausuliert oder ganz offen."

02. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • br-online.de

Margret Köhler sah eine verstörende Gratwanderung. "Dieser Dokumentarfilm ist eine beklemmende und verstörende Gratwanderung ohne Einteilung in Gut oder Böse, geht an die Nieren und hinterlässt Verunsicherungen, bringt zum Nachdenken über die eigene Position und die eigenen Reaktionen, über den Umgang mit Gewalt. Aber auch über ein System, das sich von der Verantwortung befreit. Denn eines steht fest: Es müssten Einrichtungen für rückfallgefährdete Sexualstraftäter nach ihrer Entlassung geschaffen werden. Nur wegsperren ist keine Lösung, ebenso wenig wie diese Menschen in Freiheit allein zu lassen."

01. Mai 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • film-dienst

Margarete Wach hat sich nicht überzeugen lassen. "Die Regisseurinnen Mareille Klein und Julie Kreuzer wollten den Standpunkt eines unparteilichen Beobachters einnehmen, verschiedene Positionen austarieren, keine Fragen von Moral und Schuld verhandeln, keinem Täterprofil anlegen, was sich als ebenso illusorisch wie naiv erweist. Zum einen, weil der Film sich nach dem publizistischen ersten Drittel auf eine Frauenclique fokussiert, die aus kaum kaschierter Sensationslust die Fronten wechselt und fortan voyeuristischen Tête-à-tête-Umgang mit dem Täter pflegt. Zum anderen, weil die Filmemacherinnen dem medial geschulten und enthemmten Erregungsfuror ihrer Protagonisten erliegen, indem sie keine Distanz wahren und diese auch nicht vor sich selbst schützen."

27. April 2011 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • frankenpost.de

"Im Laufe des Films wird klar, dass Frauen, die mit Plakaten vor dem Haus stehen, selbst in ihrer Jugend Opfer von Vergewaltigungen waren, dass die Täter da draußen vor dem Haus nicht belangt wurden. Bis zum Zeitpunkt der Dreharbeiten hatten sie noch nie mit jemanden darüber gesprochen. Das klare Bild - da die Guten vor, dort die Bösen im Haus - bricht. Ein weiteres kleines Wunder des Films ist, dass die beiden Regisseurinnen überhaupt im belagerten Haus drehen durften."

10. November 2010 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • 3sat.de

Martin Rosenbach schaut auf die Hintergründe des Filmprojekts.

06. November 2010 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz stellt fest: "Mareille Klein und Julie Kreuzer wollten beide Seiten filmen, aber die Demonstranten verübelten ihnen den Kontakt zum Täter und verweigerten das Gespräch. So ist ihr Film das Dokument einer scheiternden Verständigung über Sicherheitsverwahrung, das Leiden der Opfer, Sippenhaft und einen von der Boulevardpresse angestachelten Mob geworden. Zwei Welten, sie bleiben getrennt."

01. März 2010 | AUF TEUFEL KOMM RAUS • Kritik • Auf Teufel kommt raus

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