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WIR SIND WAS WIR SIND

WIR SIND WAS WIR SIND

Regie Jorge Michel Grau
Kinostart 02.06.2011
Genre Horrorfilm, Drama

Kritiken • WIR SIND WAS WIR SIND

28. April 2011 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Alexandra Horn sah den Horror im Verborgenen. "Mit dem insistierenden Blick einer fast statischen Kamera porträtiert Grau Angst, Trauer, Wut, Liebe und Misstrauen der Familiemitglieder. Mit kurzen Brennweiten und zahlreichen Nahaufnahmen konzentriert er sich ganz auf die Gesichter, wobei die nüchterne Erzählweise und der sparsame Einsatz von Musik den Film davor bewahren, allzu melodramatisch zu werden."

27. August 2010 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Elisabeth Maurer ist begeistert. "Zwar scheint der Kannibalismus ursprünglich aus purer Not entstanden zu sein, doch nun bindet er vor allem die Familie aneinander. Die vielen Uhren der Familie, deren Ticken alle Szenen im Haus erfüllt, unterstreichen die starre Einstellung, das Fortdauern der Familie über alles zu stellen. Durch die schlüssige und nicht eindimensionale Psychologisierung der Figuren, aber auch durch die Entscheidung, die Familie nie beim Menschenessen zu zeigen, gelingt es Jorge Michel Grau, daß sich der Zuschauer mit den Kannibalen identifiziert und ihnen fast Erfolg bei ihrer Nahrungssuche wünscht."

06. Juni 2011 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • Die Tageszeitung

Dass die Vagheit von Jorge Michel Graus Film auf Dauer nicht beliebig wirkt, liegt laut Sven von Reden "an seiner virtuosen Inszenierung, die mehr mit Stimmungen und Suspense arbeitet als mit Splatterbildern und Schockmomenten. Der Regisseur nennt Claire Denis und Michael Haneke als Vorbilder. Was Wir sind was wir sind (Wir sind was wir sind Trailer) allerdings ganz deutlich zeigt, ist, wie viel ungenutztes Potenzial das Thema Kannibalismus noch für das Kino birgt. Für eine allegorische Verarbeitung von Themen rund um Religion, Sexualität und Macht ist der Kannibale eigentlich besser gerüstet als seine filmisch erfolgreicheren Kollegen Vampir, Zombie und Serienkiller."

29. Mai 2011 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • schnitt.de

Auf handwerklicher Ebene will laut Nils Bothmann "die überraschend gelungene Kameraarbeit, die primär mit langen Einstellungen arbeitet, nicht so recht zum miesen Rest des Films passen, bei dem vor allem das schlechte Sound-Design auffällt, das einzig und allein eine helle Szene hat, als während eines Polizistenmordes ein Sample eingespielt wird, das klar an Tobe Hoopers The Texas Chainsaw Massacre erinnert. Mit dessen Cleverness und Hintersinn kann Jorge Michel Grau Machwerk aber nie mithalten."

25. Mai 2011 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • film-dienst

Wolfgang Hamdorf resümiert: "Mitunter wird die Tonebene völlig verfremdet; wenn Alfredo endlich das Objekt seiner Begierde findet, ist in der voll besetzten Discothek keine Musik zu hören. Selbst die blutigen und schauerlichen Elemente zeigen keine Horrorfilm-Ästhetik, sondern dunkle, gedämpfte Farben, es überwiegen Nachtszenen und kammerspielartige Momente in dunklen Innenräumen. Daraus resultiert ein verstörender, zugleich aber auch faszinierender Film, auf keinen Fall blutiger Splatter, aber in jedem Fall ein interessanter Kontrast zum adoleszent-romantischen Vampir-Kitsch neuerer Mainstream-Filme."

18. Mai 2011 WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • doppelpunkt.de

Martin Schwarz ist durchaus angetan. "Geschickt positioniert Jorge Michel Grau den Menschenfressergrusel im ganz realen Horror ums tägliche Überleben in der Großstadt. Allerdings setzt er dabei auf ein derart gebremstes Erzähltempo, dass trotz des ungewöhnlichen Sujets mitunter Langeweile aufkommt. Es ist ja ein honoriger Ansatz, wenn man sich bei einem Horrorfilm den Genregesetzen verweigert und neue Wege geht. Doch etwas mehr Drive dürfen diese Wege dann schon haben. Dennoch: ein ungemein interessanter Film."

26. April 2011 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • f-lm.de

Der Film findet laut Martin Gobbin "zwar Raum für die Einbindung einer willkürlich wirkenden vampirischen Szene, verzichtet aber auf jegliche Erklärungen des kannibalistischen Rituals, die zumindest im Rahmen eines Plot-zentrierten Genrebeitrags notwendig gewesen wären. Grau aber lässt die Hintergründe des Kults offen und eröffnet damit einen Freiraum für den Zuschauer. Möglich ist, dass hier die explizite Religionskritik der mexikanischen Filme von Alejandro Jodorowsky subtil fortgesetzt wird."

24. Mai 2010 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • outnow.ch

"Bei allem Anspruch werden aber in Sachen Blutigkeit keine Kompromisse gemacht. Schliesslich muss so ein Mensch auch geschlachtet werden - Knocheknackgeräusche inklusive - bevor man ihn essen kann. Somos lo que hay kann deshalb alles, was ein HOSTEL und Co. auch können. Es ist das Drumherum, das bei dieser genreerfrischenden Produktion aus Mexiko so fasziniert. Ein Familiendrama für Splatterfans."

01. März 2010 | WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik • Wir sind was wir sind

Überblick zum Film auf moviepilot.de

| WIR SIND WAS WIR SIND • Kritik •

Oliver Heilwagen ist enttäuscht. "Genrefilme leben von maßloser Übertreibung; in solch grotesken Parabeln ist Wirklichkeit nur als Spurenelement enthalten. Jorge Michel Grau will aber allen Ernstes ein realistisches Bild des Kleinbürger-Elends zeichnen: mit Familienkonflikten, Identitätssuche und Versorgungsnöten. Das gerät ihm zum x-beliebigen Latino-Melodram, dessen Protagonisten zufällig Blut aus den Mundwinkeln tropft. Dieser Bastard dürfte keinem Zuschauer-Geschmack munden: weder Horror-Fans noch Arthouse-Freunden."

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