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LA LISIÈRE - AM WALDRAND

LA LISIÈRE - AM WALDRAND

Regie Géraldine Bajard
Kinostart 28.04.2011
Genre Drama

Kritiken • LA LISIÈRE - AM WALDRAND

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • film-dienst.de

Der Horror steckt im Realen, meint Esther Buss. "Der Horror und das Fantastische sind bei Bajard keine Ausbrüche aus dem Realen, es sind vielmehr Steigerungen, Intensivierungen einer Realität, die unmittelbar greifbar scheint und sich dabei gleichzeitig entzieht. In manchen Momenten geraten Merkwürdigkeit und Unergründlichkeit vielleicht ein wenig zu ausgestellt, vor allem in der Darstellung des neurotischen Mustersiedlungslebens, den steifen Gesten, hölzernen Worten und toten Blicken. Doch Bajard zeigt bei allem ein außergewöhnliches Gespür für Atmosphären und Aufladungen."

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • getidan.de

Peter Claus rät den Film ohne bestimmte Erwartungen anzusehen. "Die ausgefeilten Bilder von Kameramann Josée Deshaies sind noch das Anschmiegsamste. Ansonsten geht es kantig zu. Der Film schert sich keinen Deut um mögliche Publikumserwartungen. Man sollte sich davor hüten, den Film als Krimi anzugucken. Dann ist Enttäuschung programmiert."

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • perlentaucher.de

Schon der Titel ist mehrdeutig, erkennt Ekkehard Knörer. "La Lisiere, der Titel, ist keine Orts-, sondern eine Raumangabe: der Waldrand, und als solche von der Wortherkunft eine Metapher aus der Textilwelt (die Webkante), die so und so eine Grenze bezeichnet. In der Raumanordnung, die Géraldine Bajard entwirft, scheint diese Webkante der sozialen Textur zunächst seltsam zwar, aber fest und klar: die Jugend mit ihren merkwürdigen erotischen Spielen im Wald in der Nacht, die Erwachsenen und ihr Unausgesprochenes in Häusern am hellichten Tag."

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • Der Tagesspiegel

Ziemlich viel Böses sah Jan Schulz-Ojala. "Ungute Gefühle, die da aufblitzen im Taschenlampenlicht der Kinoerinnerungen, Assoziationen an Blair Witch Project oder auch Funny Games, aber gleich vergehen sie wieder, wie die Krankheiten, die es heute und hier bestimmt nicht gibt. Denn der Film La lisière - Am Waldrand (La lisière - Am Waldrand Trailer) ist sich selbst genug: fremd, leise, böse. François ist der Außenseiter, der sich in diese Fremde hineinverliert mit Haut und Haar, und die Ureinwohner von „Hauteurs de Beauval“ sind selber bloß hergepflanzte Ungeheuer, die sich diesen Fremden gänzlich einverleiben."

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • Die TAZ

Fragen über Fragen stellten sich Barbara Schweizerhof. "Der Reichtum an Atmosphäre bei gleichzeitigem Verzicht auf Psychologie bereitet dem Zuschauer über die Länge des Films auch Frustrationen. Nicht immer ist man sich sicher, ob die geheimnisvollen Andeutungen auch wirklich von darunter liegenden Geheimnissen "gedeckt" sind. Trotzdem gibt es genug, was einen bei der Stange hält: Figuren, die jede für sich einen eigenen Kosmos bilden, ein System aus Nichtverstehen und Verschlossenheit, die Welt als ewiger Waldrand, gewissermaßen."

28. April 2011 | LA LISIÈRE - AM WALDRAND • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow lobt die Regisseurin. "Géraldine Bajard ist eine genaue Choreografin der Macht. Wie sie Figuren allein durch ihre Position im Raum kennzeichnet, zeigt großes Gespür und die handwerkliche Schule, die sie als Regieassistentin etwa von Pia Marais, Angela Schanelec und Jessica Haussner durchlaufen hat. Wie diese ist sie als Erzählerin gleichermaßen Architektin und Forscherin. Wie sie verficht sie ein entschleunigtes Erzähltempo. Dem Zuschauer Gefühle abzupressen, ist nicht Ziel dieses klaren, durchkonstruierten Kinos."

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