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HABEMUS PAPAM

HABEMUS PAPAM

Regie Nanni Moretti
Kinostart 08.12.2011
Genre Drama

Kritiken • HABEMUS PAPAM

07. November 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Der vorweihnachtliche Starttermin könnte HABEMUS PAPAM (HABEMUS PAPAM Trailer) laut Stefan Jung "zu den vieldiskutierten Filmen des Winters machen. Die Kombination aus Wohlfühlfilm und Satire, die die Kindlichkeit alter Kardinäle sogar in Zeitlupe karikiert und mit einem erstaunlich konsequenten, desillusorischen Finale aufwartet, enthält durchaus Polarisierungspotenzial. L'Avvenire, die Tageszeitung der italienischen Bischofskonferenz, verfasste jedenfalls bereits im April dieses Jahres einen Brief, der zum Boykott des Films aufrief. Warum solle man finanzieren, was "unsere Religion beleidigt?" Der liebe Gott hat anders entschieden, immerhin läuft der Film ja doch."

06. Dezember 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • filmering.at

Michael Föls sah "eine sympathische, charmante und recht lockere Komödie. Die Schauspieler sind durch die Bank sehr gut, die detailierte Erzählung ist schön und die Handlung an sich gefällt ebenso. Allerdings geht dem Film im letzten Drittel deutlich die Luft aus und auch die Auflösung der Geschichte überzeugt nicht wirklich. Hinzu kommt, dass sich der Film viel zu handzahm gibt und sich nie traut über die Institution Kirche herzuziehen."

06. Dezember 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • textezumfilm.de

José García ist enttäuscht. Das Drehbuch hat eine durchaus geniale Idee, in der Folge wirkt der Film aber etwas zu bemüht, "um daraus komödiantisches Kapital zu schlagen ... Nach dem intelligent-witzigen Beginn plätschert der Film lange dahin. Das eher für einen Kurzfilm geeignete Drehbuch wird durch Gags einfach auf Spielfilmlänge ausgedehnt, etwa durch einen korpulenten Schweizergardisten, der in den päpstlichen Gemächern hin und wieder an den Fenstervorhängen rüttelt, um die Anwesenheit des Papstes vorzugaukeln, oder durch die endlosen Volleyballspiele der Kardinäle."

06. Dezember 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • schnitt.de

Alexandra Horn sah eine Mischung aus Komödie und Drama. "Der Spagat zwischen den beiden Genres erweist sich von Beginn an als schwierig, denn während Moretti die Kardinäle als Schuljungen karikiert, vergeht dem Zuschauer das Lachen, sobald die Kamera auf Melville gerichtet ist. Mit sparsamen Gesten und Blicken verkörpert Michel Piccoli einen »echten« Menschen, der unter einer unerträglichen Last leidet."

01. Dezember 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • filmgazette.de

Ein schales Komödchen sah Dietrich Kuhlbrodt. "Allerdings, und das ist der Gerechtigkeit wegen zu sagen, hat der Film mich doch gepackt, was Piccolis Spiel betrifft. Ich kann nicht anders. Ich stehe dazu. Mir liefen die kalten Gräsen den Rücken runter. Gegen dieses körperliche Indiz kann ich nicht argumentieren. Diese Mischung zwischen verzweifelter Erhabenheit und latenter bis manifester Komik ist grandios."

01. Dezember 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • groarr.ch

Regisseur Nanni Moretti bietet laut Şule Durmazkeser "einen ungewöhnlichen – wenn auch nur fiktiven – Blick hinter die Kulissen des Vatikans und zeigt liebevoll, dennoch mit einem Augenzwinkern, dass auch Geistliche nur Menschen sind, die manchmal sogar Stossgebete aussprechen, um nicht zum Papst gewählt zu werden."

28. Oktober 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • programmkino.de

HABEMUS PAPAM (HABEMUS PAPAM Trailer) ist laut Michael Meyns "keineswegs eine schonungslose Kritik an der katholischen Kirche." Jedoch fehlt dem Film auch jener Biss, "die Morettis stärkste Filme auszeichnen und das würde ihn zu einem sehr schön ausgestatteten, aber letztlich doch harmlosen Film machen, wenn Moretti nicht Michel Piccoli für die Hauptrolle gewonnen hätte. Der spielt in seinem circa 200. Film mit solcher Subtilität, versteht es seine Figur mit solcher Vielschichtigkeit und Wärme auszustatten, dass auch die eher undramatische Geschichte nicht allzu sehr ins Gewicht fällt."

14. Mai 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal sah einen lustigen Film über den Vatikan - darauf hat das bunte Berlusconi-Land wohl gewartet. "Michel Piccoli ist atemberaubend als jener alte Mann, der plötzlich eine Weltkirche erneuern soll, darüber zusammenbricht und in Depressionen verfällt. Die Szenen, die Nanni Moretti dem französischen Schauspieler allein überlässt (es müssten viel mehr sein!), zeigen, was aus dem Film hätte werden können: ein zutiefst bestürzendes Drama der Einsamkeit."

14. Mai 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala stellt fest: "Es ist Michel Piccoli als frisch gewählter und plötzlich von Panik ergriffener Papst, der diesen Film zum Ereignis macht. Vor seinem Auftritt auf dem Balkon des Petersdoms erkennt der Kompromisskandidat, dass er der Aufgabe nicht gewachsen ist - und flieht tagelang unerkannt aus dem Vatikan. Piccoli wärmt die Rolle des fundamental erschütterten Alten, der vorsichtigen Schritts sein Menschsein wiederentdeckt, mit sanfter Würde. Nanni Moretti dagegen, der als Psychoanalytiker den Papst fit machen soll für die Allmacht, dröhnt im Vatikan zeitraubend als Organisator eines Volleyballturniers herum. Diese Bescheidenheit des Regisseurs: Fast möchte man sie Absicht nennen."

13. Mai 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

"HABEMUS PAPAM (HABEMUS PAPAM Trailer) ist ein schöner, milder, witziger Film über menschliche Unzulänglichkeit und die verträumte Utopie, dass auch Gott möglicherweise nicht unfehlbar ist, sicher aber keiner seiner irdischen Diener. Das ist eigentlich schon sehr viel. Wenn ich mehr erwartet hatte, dann wohl auch darum, weil dieser Film im Wettbewerb von Cannes gezeigt wird. Es ist genau zehn Jahre her seit Nanni Moretti mit La stanza del figlio die goldene Palme gewonnen hat. Es stimmt wohl schon: Wer mal bei den Gewinnern war, schafft es auch mit weniger wieder in die erlauchte Auswahl."

26. April 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • Die Presse

Einen "braven Papstfilm" hat Paul Kreiner gesehen. "Nanni Moretti nennt den Film eine Komödie; die Auslotung der Seelenkämpfe in einem überforderten, zerbrechlichen Menschen und das Ende hätten auch eine Tragödie ergeben. Doch Nanni Moretti kratzt in beiden Genres nur an der Oberfläche. Der Vatikan kann dankbar dafür sein, dass ihm diesmal nicht nur jede Anklage, sondern auch Ironie oder Satire erspart bleiben."

18. April 2011 | HABEMUS PAPAM • Kritik • Frankfurter Rundschau

Mit viel Ironie, aber überraschend wenig Klamauk schildert Nanni Moretti die bizarren Informationsverhinderungsstrategien einer Institution, meint Kordula Doerfler. "Die meisten Zeitungen haben den Film gefeiert oder zumindest wohlwollend besprochen. Auch Kritiker, die sonst wenig Sympathie für den linken Starregisseur zeigen, loben ihn. "Unbedingt sehenswert", so der bekannte Vatikan-Experte Marco Politi. Radio Vatikan bemängelt Realitätsferne – wer hat je von Kardinälen gehört, die während des Konklaves Volleyball spielen –, hat sich aber „gut unterhalten“. Jesuitenpater Tiziano Repetto bescheinigt HABEMUS PAPAM (HABEMUS PAPAM Trailer) sogar, eine "Lehre von Toleranz und Mitmenschlichkeit" zu sein. Das kommt einer Absolution für Nanni Moretti recht nahe."

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