Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

SLEEPING BEAUTY

SLEEPING BEAUTY

Regie Julia Leigh
Kinostart 2012
Genre Drama

Kritiken • SLEEPING BEAUTY

16. März 2012 | SLEEPING BEAUTY • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Rochus Wolff blickt tiefer: "Implizit verweist SLEEPING BEAUTY (SLEEPING BEAUTY Trailer) durch seine Distanz zur eigenen Handlung auch – Brownings Körper, weiß wie eine Leinwand, ist ein Hinweis darauf – auf die Art und Weise, wie vor allem Schauspielerinnen im Kino als Figuren dienen, die die Begehren eines vor allem männlich gedachten Publikums spiegeln sollen; allzu oft sind ihre Rollen echte Leerstellen im Filmgefüge, Platzhalter gewissermaßen für begehrenswerte Körper."

13. Mai 2011 | SLEEPING BEAUTY • Kritik • Berliner Zeitung

Daniel Kothenschulte ist enttäuscht. "In seinen statischen, betont sachlichen Kamerabildern erinnert der Film an die "Berliner Schule". Die Fülle beigebrachter Referenzen hebt den Anspruch in ähnliche Höhen: So rezitiert einer der Bordellkunden Sätze aus Ingeborg Bachmanns Erzählung "Das dreißigste Jahr" - offenbar um eine Vorstellung davon zu geben, wie sich auch dieser Film im Idealfall anfühlen sollte. Doch dem dort so meisterhaft erfassten Schwebezustand, dem Betrachten des eigenen und doch fremden Lebens in einem Zustand neben der Zeit, kommt Julia Leigh zu keinem Zeitpunkt nahe."

13. Mai 2011 | SLEEPING BEAUTY • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz kritisiert die Regisseurin. "In SLEEPING BEAUTY (SLEEPING BEAUTY Trailer) aus Australien stellt die Studentin Lucy wie gesagt ihre schlanken Glieder, den jungen Körper, die zarte Alabasterhaut zahlenden Männern zur Verfügung – und leider auch uns, dem Kinopublikum. Die Kamera nimmt keine andere Perspektive ein als Lucys Kunden, sie filmt das wehrlose Mädchen schlafend im Bett, auch wenn es allein ist, bei sich zu Hause. Gedankenloser Voyeurismus, als Filmkunst getarnt."

12. Mai 2011 | SLEEPING BEAUTY • Kritik • sennhauser.ch

"SLEEPING BEAUTY (SLEEPING BEAUTY Trailer) ist hochkomplex und sehr intelligent konstruiert. Es ist wohl eher ein Film über Ohnmacht als über Macht, denn auch die machtausübenden alten Männer sind nur noch Schatten ihrer selbst. Und im Gegenzug ist die junge Frau nicht einfach ein arithmetisches Opfer wie in ähnlich gelagerten Geschichten, sondern eine komplexe Gefangene, ein selbstzerstörerisches Schneewittchen im selbst gebauten Glassarg. Dass die Eigendistanz, welche die Hauptfigur einhält, auch vom Film eingehalten wird, sorgt allerdings für seine Sprödigkeit, mitunter hatte ich fast das Gefühl, in einem genderverdrehten Michael Haneke zu sitzen."

Weitere Filme, die euch interessieren könnten

Aktueller Stand der Datenbank:
18218 Filme,
70796 Personen,
5499 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,48762