| Regie | Rupert Wyatt |
| Kinostart | 11.08.2011 |
Oliver Schmitt schaut auf die Affen: "Die wenigen fast unbewussten Momente im Blick und in der Mimik sind es, die Verzweiflung, Furcht oder Frustration zeigen, die etwa mit einer Alzheimer Erkrankung einhergehen, ohne diese aussprechen zu müssen. Diese subtilen, feinen Details sind es, die eine Kamera nur flüchtig einfängt aber eine große Wirkung zeigen. Das Verständnis in Will Rodmans Handeln, der seinen Vater nach einem Rückfall retten will, aber dann in dessen Augen die Wahrheit erkennt."
Michael Kienzl stellt fest: "Wie schon in früheren Beiträgen der Reihe lassen sich auch Parallelen zwischen den Affen und unterdrückten Minderheiten ziehen. Die unwürdigen Lebensbedingungen in einem Heim für Primaten bringen Caesar letztlich dazu, eine Revolution anzuzetteln. Da es sich um den ersten Film der Reihe handelt, in dem die Affen noch nicht sprechen können, stellen diese Szenen durchaus eine Herausforderung dar. Doch abgesehen von einigen untertitelten Passagen gelingt Rupert Wyatt eine souveräne Choreografie aus Blicken und Gesten."
Lida Bach stellt fest: Der Film installiert "im visuell makellosen Gewand einer hintergründigen Science-Fiction-Vision als Hauptfeind von Mensch und Menschlichkeit den Intellekt. Sein Erwachen geht einher mit Widerstand und Ungehorsam, die sich in dem mit Charlton Hestons "verfluchter dreckiger Affe" kontrastierenden ersten Wort Ceasars artikuliert: "Nein." – Verheißungsvolle Affirmation einer neuen Trilogie."
David Kleingers sah einen der besten Science-Fiction-Filme der letzten zehn Jahre. Besonders lobt er Andy Serkis als Caesar. SeinKörper und seine Mimik sprechen "wahre Bände: Nuancierter und herzzerreißender kann das Werden eines Charakters kaum illustriert werden, und in keinem Moment stellt sich die Frage, wer der Hauptdarsteller dieses Films ist. Obschon virtuos, rückt die Tricktechnik somit im Gegensatz zu den früheren PLANET DER AFFEN-Filmen in den Hintergrund."
Georg Seesslen schreibt über die Intelligenz des Popcorn-Kinos, die PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION (
) wieder zurückbringen würde. Außerdem beschreibt der Kritiker die drei Stadien des Bewusstwerdungsprozesses, der revolutionären Selbstfindung, die der Affe Caesar - stellvertretend - durchmacht.
Denis Sasse hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "Der Film bietet kurzweilige Unterhaltung, die zumindest keine Langeweile erzeugt. Die technischen Begebenheiten sind dennoch mit Skepsis zu betrachten, da sie – trotz allem vorherigen Lob – den Zuschauer in die Irrealität schicken. Den Affen sieht man an, dass sie nicht echt sind und dieser Wahrnehmung muss man gar nicht entgegen arbeiten. Die Schauspieler geraten in den Hintergrund, umso interessanter ist es aber, den langsam inszenierten Aufstand der Affen zu beobachten."
"Hollywood-Newcomer Rupert Wyatt inszenierte seine Version des PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION (
) angenehm uneitel und zurückhaltend. Er unterwarf sich als Regisseur dem Film und nicht umgekehrt. Die Nebenstränge wurden subtil genug eingestreut, um nicht zu offensichtlich gewisse Entwicklungen zu verraten. Artiges Sitzenbleiben während des Abspanns sollte auch dem letzten Zuschauer begreiflich machen, wohin zukünftige Affenfilme führen werden."
Krystian Woznicki bezeichnet PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION (
) als Cocktail aus Free Jazz, Anarchie und Morgendämmerung. "Der Film zeigt jetzt immer wieder Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Hier oben, über dem unübersichtlichen Geschehen, dreht ein Polizeihubschrauber seine Runden. Scharfschützen haben Position bezogen. Ein Polizeiaufmarsch blockiert die Brücke, der Nebel verlangsamt die Action, wird zum Regisseur einer improvisierten Chaos-Choreographie. Allein dieser Bilder wegen lohnt es sich diesen Film zu sehen. Hier entlädt sich der angestaute Horror der Zivilisation nicht im Gemetzel, sondern in einem polyphonen Ausnahmezustand."
Rochus Wolff stellt fest: "Der Film betreibt die einigermaßen konsequente Vermenschlichung des Tieres, in dem der Schimpanse sich zunächst in geringem Maße durch seine tierischen Eigenheiten der Erziehung verweigert und schließlich durch seine Intelligenz (eine hier immer implizit vermenschlichende Eigenschaft) transzendiert."
Heiko Martens gefielen die Kleinigkeiten. "Wie der Affe Caesar aufwächst und seine menschliche Umgebung reflektiert, hat für derartiges Event-Kino erstaunlich emotionales Potential, wenn z.B. die Unschuld des kindlichen Tieres auch mit den Schattenseiten menschlicher Gefühle aufgeladen wird."
"James Franco beweist hier, dass er als Hauptdarsteller echtes Blockbuster-Material ist. Dieser wahrhaft vielseitige Kerl trägt den Film, der in der Tradition einer großen Reihe steht, mühelos. Alte Haudegen wie John Lithgow und Brian Cox liefern ihren Part routiniert ab. Gegen Franco wirken so genannte Hoffnungsträger wie Russell Brand oder Shia LaBeouf noch blasser als sie eh schon sind. Rupert Wyatts Vorgeschichte über die Machtergreifung der Affen ist bombastisches Schubladen-Spannungskino – mit garantieren Gänsehautmomenten."
"Mit PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION (
) kreiert Regisseur Rupert Wyatt ein solides, aber harmloses Prequel zur kultigen Filmreihe. Das Sci-Fi-Drama ist technisch schwungvoll und glänzt mit ansehlichen Bildern. Trotz grossen Castaufgebots gehört die Bühne hier definitiv den CGI-Schimpansen, ausgeklügelte Story hin oder her."
Planet der Affen: Prevolution (
) ist für Michael Föls (FILMRING) eine positive Überraschung. "Das insofern, als dass es sich um einen Blockbuster handelt, bei dem tatsächlich die Geschichte im Zentrum steht und die Effekte und die Action sich logisch aus dieser Geschichte ergeben. Speziell die erste Hälfte ist dabei sehr gut gelungen, aber auch über die restliche Zeit bleibt Planet der Affen: Prevolution (
) kurzweilig und unterhaltsam."
Anlässlich des im August startenden Prequels PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION (
) veröffentlicht Michael Pekler Notizen über Zivilisation, Angst und Eroberung in der ursprünglichen PLANET DER AFFEN-Reihe.
PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION - Offizielle Website (englisch)
PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION - filmmag.de
PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION - imdb.com
PLANET DER AFFEN: PREVOLUTION - moviepilot.de