| Regie | Gregor Schnitzler |
| Kinostart | 11.08.2011 |
Jan Malm ist verwundert über die filmische Unausgegorenheit. "Obwohl, oder vielleicht gerade weil der Romanautor Tommy Jaud auch das Drehbuch zum Film schrieb, wird die Stimmung und die Thematik des Romans im Film nicht gut verpackt. Eventuell fehlt ihm in dieser Hinsicht eine Distanz zwischen Vorlage und Film, die Jaud nicht erreichen kann."
Zweitklassig findet Lutz Granert den Film. Er "setzt stets mehr auf platte Peinlichkeiten, Zweideutigkeiten und sketchartig vorgetragene Gags als pointierten Wortwitz und sich behutsam aufbauende Situationskomik. Die Stereotype von der anstrengenden Matriarchin, die schließlich doch dem Charme ihres Verehrers erliegt, oder von verweichlichten Männern, die nicht mehr ihre körperliche Kraft, sondern mentale Stärke beweisen müssen, sind stets dieselbe."
Georges Wyrsch schaut auf Darstellerin Melanie Winiger. "Für Luna ist es ein Leichtes, den fränkischen Einfaltspinsel in ihren Bann zu ziehen. Für Melanie Winiger dagegen bedeutet das eine undankbare Rolle, die sie aber mit Mut zur Selbstkarikatur und reichlich Slapsticktalent meistert."
Ein schnoddriger Ton macht noch lange keine gute Komödie, stellt Jochen Bordwehr fest. Der Kritiker ist enttäuscht, was Hauptdarsteller Maximilian Brückner aus seiner Rolle gemacht hat. Er weiß "nichts anderes anzufangen, als sie ständig für blöder zu verkaufen, als selbst arglose junge Menschen aus einem deutschen Idyll wie Bamberg wirklich sein können."
Hier werden Klischees bedient, mit ihnen gespielt allerdings nicht, meint Thomas Abeltshauser. Wenn es wenigstens lustig wäre, aber leider ist es das laut dem Kritiker nicht. Der Regisseur "reduziert den fränkischen Dialekt aus der Vorlage auf ein Minimum, ansonsten fällt ihm nicht viel mehr ein, als das Drehbuch wie eine platte Sketchrevue zu inszenieren."
Ein ganz gut gibt Marius Zekri dem Film. "Gute Ideen, ein paar gute und einige nicht ganz so gute Witze, tolle Schauspieler und ein Bestseller als Vorlage – diese Mischung funktioniert bei RESTURLAUB (
) ganz gut. Kein großes Kino, aber ein netter Spaß an verregneten Sommertagen und definitiv eine der besseren deutschen Komödien."
"Der Selbstfindungsprozess des Helden ist mit Witzen versehen, die mit den Prädikaten amüsant bis super-peinlich versehen sind. Jauds Klamauk gleicht einer Sitcom, die die riskante Kraftprobe in Angriff nimmt und sich zu einem Kinofilm streckt. Das klappt nur bedingt. Der Verzicht auf eine weitere Partizipation von Vollpfosten der Klasse eines Oliver Pocher wie etwa bei der Jaud-Verfilmung von VOLLIDIOT (
) wirkt sich in der Kino-Adaption von RESTURLAUB (
) positiv aus."
V. Robrahn ist komplett enttäuscht. "In diesem Film passiert jede Menge und praktisch nichts davon macht Sinn, aber darum geht es natürlich auch nicht. Das planlose Hin und Her, der finale Versuch all die Peinlichkeiten zu vertuschen bevor die Lieben zuhause davon Wind bekommen - das lässt RESTURLAUB (
) ab und zu tatsächlich wie eine Art deutsches HANGOVER (
)-Pendant erscheinen, welches in Sachen Originalität und Witz dann allerdings eher dem zweiten als dem ersten Teil des Vorbilds ähnelt."
Der Film wirkt wie ein Fremdkörper auf der Leinwand, stellt Sascha Koebner fest.
Als fades Kinoerlebnis bezeichnet Louis Vazquez die Komödie. "Regisseur Gregor Schnitzler "kann auch durch temporeiche Inszenierung mit Anklängen an moderne Sitcoms die Schwächen des Drehbuchs nicht verbergen. Deshalb ist RESTURLAUB (
) ein ziemlich fades Kinoerlebnis – noch dazu mit einem äußerst konventionellen, fast spießigen Ende. Schade, wenn man bedenkt, welch anarchisches Potenzial die Ausgangsidee eigentlich hat."
"Es mag zwar laut dem im Film immer wiederkehrendem Lied nur einen Rudi Völler geben, doch Komödien wie RESTURLAUB (
) gibt es wie Sand am Meer. Da der Film mit seiner 08/15-Story und den schwachen Gags nicht imstande ist, aus der Masse herauszuragen, wird dieser Argentinientrip schnell wieder vergessen."
RESTURLAUB - Offizielle Website (deutsch)
RESTURLAUB - filmmag.de
RESTURLAUB - imdb.com
RESTURLAUB - moviepilot.de