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BAD BOY KUMMER

BAD BOY KUMMER

Regie Miklós Gimes
Kinostart 05.05.2011

Kritiken • BAD BOY KUMMER

15. März 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sonja M. Schultz stellt fest: "Neben der Fiktionalisierung von Realität und der großen Künstlichkeit einer Welt, für die die Stadt L.A. wie keine andere steht, geht es in BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) jedoch vor allem um den möglichen inneren Antrieb dieses erst so geliebten und dann öffentlich geschmähten Hochstaplers. Richtig auf die Spur kommt man ihn dabei nicht, obwohl Miklós Gimes auch auf Mengen an Videomaterial zurückgreifen konnte, denn Tom Kummer hat sich 20 Jahre lang gefilmt. Am Ende sieht er sich auf einem dieser Bänder selbst beim Lügen zu: "Was erzähl’ ich da?" Und dann folgt sein schönstes Borderline-Lächeln."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen sah ein schillerndes Psychogramm, das die Presselandschaft leider ausblendet. "Probleme wie Boulevardisierung, Erfolgsdruck und mangelnde Selbstkontrolle werden nur angetippt.
Stattdessen gleitet er in Kummers Wagen über die Highways von Los Angeles, während der über das Leben als endlose Autofahrt schwadroniert. Auf dem Beifahrersitz bleibt dem Regisseur wenig Distanz."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • getidan.de

Peter Claus wusste nicht, was er mit der Dokumentation anfangen soll. "Miklós Gimes fragt zu selten nach, bohrt nicht, interessiert sich kaum für Hintergründe. Als Zuschauer ist man recht schnell ratlos, was einem die Doku überhaupt erzählen möchte. Es bleibt einem nur die Flucht ins Amüsement."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Der Spiegel

Hannah Pilarczyk wundert sich, dass Kummers Interviews überhaupt gedruckt werden konnten. "Im Film liest Kummer ausgiebig aus seinen Artikeln vor, und man kommt nicht umhin, einerseits über ihre Poesie zu staunen, andererseits herzhaft darüber zu lachen, wie so etwas jemals unter dem Label Journalismus hatte laufen können. Zu existentiell sind die Aussagen der Stars, zu groß die Sprünge innerhalb weniger Sätze vom Belanglosen zum Intim-Pathetischen."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte sah ein spannendes Porträt. "Gimes hat mit seinem Film einiges erreicht: Auch wenn sich Poschardt und Kämmerling leider gedrückt haben, ist es ein spannendes Bild einer Epoche im deutschsprachigen Journalismus. Und Kummer selbst kommt man wohl so nahe, wie man ihm kommen kann. Hinter seiner Fassade steckt weder ein verhinderter Künstler noch ein gescheiterter Literat, lediglich ein charmanter Lebenslügner."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala hat schon Ideen für einen weiteren Film. "Nur eines lässt diese Doku ahnen: dass immens geltungsbedürftigen Typen wie Kummer schon deshalb kein Comeback blüht, weil sie ihren Sturz gar nicht verarbeiten können. Ihr Selbstbild ist ihr Schutz – und ihre Strafe. Ja, vielleicht gibt es bald eine ähnlich hübsche, rat- und rastlos detektivische Doku über den Lügendoktor „Sad Boy KT“ – sagen wir, in zehn Jahren."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • TAZ

Kirsten Riesselmann ist von der Person Tom Kummer beeindruckt. "Kummer dagegen schafft es, den Film über ihn zu seinem Film zu machen. Überzeugend erscheint sein schreiberischer Ansatz als Fortsetzung seiner Kreuzberger Punkjahre, überzeugend verkauft er seine Fakes als Konzeptkunst, die er vom überschäumenden medialen Klima der Neunziger und vom Jungsclub der jungen Wilden im "New German Journalism" mehr als gedeckt gesehen habe."

05. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Berliner Zeitung

Für Bert Rebhandl ist der Fall Tom Kummer klar. "Journalismus ist nicht Literatur, dieser Unterschied ist auch dann noch wesentlich, wenn Kummer aus dem Boxer Mike Tyson einen Philosophen und aus Pamela Anderson eine Ironikerin macht, also bessere, klügere Menschen, als sie es vielleicht in Wahrheit sind."

04. Mai 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Die Zeit

BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) scheitert daran herauszufinden, was einen zu solchen Lügen treibt. Matthias Stolz will nicht erneut einer Inszenierung aufsitzen. "Der Regisseur Miklós Gimes war selbst stellvertretender Chef des Schweizer Tagesanzeiger-Magazin, als Interviews von Kummer dort erschienen. Miklós Gimes sagt heute, er habe damals nie Zweifel gehegt. Im Film also auch kein Satz wie: Ich hätte ihn früher aufhalten können. Weder Protagonist noch Regisseur scheinen allzu sehr von Selbstzweifeln befallen zu sein."

30. April 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • schnitt.de

Nach dem Sehen von BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) meint Christian Lailach: Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Der Regisseur "wird nichts sagen, sich nicht selbst demontieren, keine womöglichen Absprachen nach zehn langen Jahren brechen. Ein Thor, wer hier noch immer anderes erwartet. Miklós Gimes tut all dies und nimmt schmerzlich hin, daß der Bad Boy – wie so oft – auch Everybody’s Darling ist. Niemand wird ihn aufhalten können! Gimes kommt so ganz galant aus der Sache heraus, zumal es ihm gelingt, trotz aller Zugeständnisse, Kummer zwar die Bühne, nicht aber das Stück, seinen Film, zu überlassen."

25. April 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • film-dienst

Ulrich Kriest entdeckt durch die Dokumentation einige Hintergründe. "Ganz nebenher erzählt BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) auch die Geschichte des "New Journalism in Germany", der es einigen Journalisten erlaubte, kurz davon zu träumen, durchs Schreiben über Stars selbst ein Pop-Star zu werden. Und es gibt in BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) auch Journalisten zu sehen, die sich im Glanze sonnen: Sie hätten durch ihre Gegenrecherche Tom Kummer abstürzen lassen. Auch sie sind in erster Linie: selbstgefällig."

02. April 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • programmkino.de

Volker Mazassek glaubt, der Regisseur mag ein "wenig der Faszination des sympathischen Betrügers erlegen sein. Er lässt das in seinen Off-Kommentaren auch durchblicken. Das mag der Grund dafür sein, dass er an manchen Stellen seinen Protagonisten einfach wirken lässt, statt hartnäckig zu bohren. Kummer ist übrigens immer noch als schreibender Borderliner unterwegs. Seine jüngste Buchveröffentlichung trägt den Titel "Kleiner Knut ganz groß. Der berühmteste Eisbär der Welt im Gespräch mit Tom Kummer". Da merkt immerhin jeder gleich, dass diese Gespräche so nicht stattgefunden haben können."

28. März 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • negativ-film.de

BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) zeigt laut Vanessa Zitoun "das Leben eines Mannes nach seinem Scheitern. Allerdings wird uns kein verzweifelter Mann präsentiert, sondern ein Mann, der neues Glück gefunden hat und seine vergangenen Taten akzeptiert. Am Ende macht Miklós Gimes mit BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) aus einem Betrüger einen Star. Gimes selbst betont: "Vielleicht schlage ich mich langsam auf seine Seite". Mit seiner hypnotischen Länge ist der Film besser für einen Abend zu Hause geschaffen als für die große Kinoleinwand. Um BAD BOY KUMMER (BAD BOY KUMMER Trailer) sehen zu wollen, sollte man sich eher für die Person Thomas Kummer interessieren, statt für den Skandalautor."

01. Januar 2011 | BAD BOY KUMMER • Kritik • Bad Boy Kummer

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