| Regie | Christian E. Christiansen |
| Kinostart | 24.03.2011 |
Laut Martin Gobbin ist der Regisseur von THE ROOMMATE (
) paradoxerweise darum bemüht, das Thema Sex aus einem Film, der Homosexualität als Bedrohung darstellt, herauszuhalten. "Um das Werk Zuschauern ab 13 Jahren (in Deutschland ab 16) zeigen zu können, dürfen in Nacktszenen lediglich Gesicht, Bauch und Rücken gezeigt werden – die Darstellung von expliziter Gewalt ist zensurrechtlich hingegen ein weitaus geringeres Problem. Hier zeigt sich abermals der seltsame Doppelstandard, nach dem Sexualität für das Rating der prüden Motion Picture Association of America eine deutlich größere gesellschaftliche Gefahr bedeutet als Gewaltverbrechen."
Was der dänische Regisseur Christian E. Christiansen hier in ausgesucht unoriginelle Bilder packt, ist nichts weiter als die pathologische Angst der Normalen vor Außenseitern; jenen gedemütigten Freaks, Nerds und Psychos, schreibt Philipp Bühler. "Es ist das Privileg von Horrorfilmen, soziale Ängste und Ressentiments ohne politisch korrekte Rücksichtnahme ins Bild zu setzen. Und in diesem Sinne ist THE ROOMMATE (
) der ehrlichste Film seit Jahren. Aber eine derart lahme Kopie von Weiblich, ledig, jung sucht ... rechtfertigt das noch lange nicht."
"THE ROOMMATE (
) ist ein weiterer unmotivierter Teeniefilm mit einer Ausgangslage, die eigentlich hätte spannend inszeniert werden können. Man verzichtet auf Alfred Hitchcock und setzt dabei auf billigen Durchschnitt, der zwar ein junges Publikum anlockt, dieses aber grösstenteils enttäuschen wird. Es dürfen also nach wie vor Freundschaften unter Zimmergenossen geschlossen werden, ohne dass man gleich in Panik geraten muss."
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