| Regie | Celine Sciamma |
| Kinostart | 03.05.2012 |
Nils Fortmann ist durchaus angetan: "Die Geschichte wird voller Humor erzählt, dabei lacht man stets aus Verbundenheit zu den Charakteren, nie über sie. Die konsequente Beschränkung auf einen geringen Handlungszeitraum und wenige Schauplätze macht die schwierige Phase der Pubertät umso leichter greifbar. Ein rundum gelungener Film, auch weil er den Wunsch Laures ein Junge zu sein nicht hinterfragt oder gar bewertet. Er lädt dazu ein, den Sinn der Geschlechterrollen zu hinterfragen, die - so wird es beim gezeigten Spiel der Kinder deutlich - sich bereits im frühen Alter festsetzt."
"TOMBOY, das ist Kino für Fortgeschrittene über die Anfänger im Leben", so Tim Slagman. "In seiner betont nüchternen Erzählweise, die dem Zuschauer bisweilen auch ein wenig Geduld abverlangt, richtet er sich eindeutig an das geübte Auge eines erwachsenen Arthouse-Publikums. Andererseits entfaltet sich die Geschichte konsequent aus der Sicht eines Kindes. Im Zentrum steht dabei ein Identitätskonflikt, der ernst, aber nicht verzweifelt oder gar existenzialistisch und mit einer leichten Prise sanften Humors vermittelt wird, der sich nie über die Hauptfigur und ihre Sorgen erhebt."
"Der Jury Preis geht an TOMBOY von Celine Sciamma für ihre gelungene Regiearbeit herausragende Leistungen aus diesen jungen und talentierten Schauspielern, allen voran Zoe Heran, zu bekommen. Dieser zweite Spielfilm der Regisseurin von WASSERLILIEN behandelt die komplexen Identitätsprobleme eines jungen Mädchens, das eine unhaltbare Situation erschafft als sie ihr wahres selbst annimmt."
Datenblatt zum Film.