| Regie | Alister Grierson |
| Peter Rawlinson | |
| Kinostart | 21.04.2011 |
Der visuelle Zauber wirkt in SANCTUM – nur der Plot stört Martin Gobbin beim Staunen. "Die Räumlichkeit der 3D-Technik kommt am stärksten während der Reisevorbereitungen in der majestätischen Hügellandschaft mit ihren riesigen grünen Wäldern zum Tragen. Der Wandel der sonst so sanften, ruhigen Kraft des Wassers zur zerstörerischen, indifferenten Naturgewalt beginnt mit einer Untersicht, in der Millionen von Regentropfen in die Höhle prasseln. Und wenn sich die Entdecker tauchend zu retten versuchen, setzt Regisseur Alister Grierson den stets zuverlässigen ästhetischen Zauber des Wassers ein und lässt das nasse Blau von Lichtkegeln durchleuchten. Unter Wasser schweben tote Taucher wie von der Schwerkraft befreit durch die Fluten – die lebenden sitzen in futuristischen Dekompressions-Kabinen, um beim Aufstieg die Taucherkrankheit zu vermeiden."
Selber möchte Sarah Stutte "in diesen Höhlen nicht eingesperrt sein. Dies ist jedoch die einzige Erkenntnis, die einem nach rund 109 Minuten bleibt. Obwohl Regisseur Alister Grierson sein Möglichstes tut, mit der interessanten Szenerie von der gähnenden Langeweile des Drehbuchs abzulenken: Unterm Strich bietet er dem Publikum eben doch zu wenig. Sich nur auf den 3D-Effekt und einen prominenten Geldgeber zu verlassen, hat schon anderen Filmen dieser Art das Genick gebrochen."
"Die krabbelnden Abziehbildchen tauchen, klettern, streiten, sterben, tauchen, streiten, klettern und sterben. Mein Gott, ist diese ungewollte Höhlenexpedition überladen, öde und schlecht geschauspielert. Ohne den prominent platzierten James-Cameron-Produzentenverweis würde diese dröge Karabinerhakenmischung aus THE DESCENT und CLIFFHANGER mit der hysterisch aufgedrehten Musik eigentlich die knallharte Ignoranz bekommen, welche sie fairerweise verdient hätte."
Sebastian Moitzheim vergleicht diesen Film mit einem anderen 3D-Film. "Das ist es, das SANCTUM (
) mit AVATAR (
) verbindet: Der Film gibt vor, mehr zu sein, als er ist. Nach einer Exposition, die genauso gut ein trashiges Made-For-TV-Movie einleiten könnte, mit Dialogen, die wirken wie Platzhalter für spätere Rewrites ("Was kann in einer Unterwasserhöhle schon schlimmes passieren?"), nimmt sich der Film ab dem Moment des Unwetters plötzlich extrem ernst, gibt Tiefgang vor, den es nicht gibt und verhindert so auch jeden Spaß an Trash und B-Movie-Atmosphäre."
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