| Regie | Jim Kohlberg |
| Kinostart | 29.03.2012 |
"Interessant wird THE MUSIC NEVER STOPPED (
) durch das – unaufgeregte – Hin- und Herspringen zwischen zwei Zeitebenen. Dennoch hat die sehr schlicht gehaltene, reduzierte Inszenierung durchaus ihre Längen. Man muss schon richtig mit der Musik, die im Film behandelt wird, vertraut sein, um die Geschichte in ihrer ganzen Tiefe zu verstehen", schreibt Philipp Stroh.
Axel Timo Purr lobt: "Musik ist in THE MUSIC NEVER STOPPED (
) nie nur Untertitelung von Bild und Gefühl, brachiales Klimaxwerkzeug, sondern etwas so dramatisch eigenständiges, wie Robert Bresson es in DAS GELD mit genau dem Gegenteil erreicht hat, als er ohne Musik über Ton reden ließ. In THE MUSIC NEVER STOPPED (
) wird mit Musik über das Schweigen zwischen den Generationen, der Stille im eigenen Hirn verhandelt, was gerade durch den dezidiert gesetzten Kontrapunkt ein charismatisches Erlebnis ist."
Cornelius Hähnel nennt THE MUSIC NEVER STOPPED (
) "ein Shinglelingleling auf der Leinwand" und spürte, dass der Regisseur seine Liebe zur Musik zeigen wollte.
"Die vom Regisseur bestens geführten Darsteller und etliche komische Momente tragen dazu bei, dass THE MUSIC NEVER STOPPED (
) ohne das Pathos und die Sentimentalitäten auskommt, die das Drehbuch von Gwyn Luie und Gary Marks durchaus hätten einschließen können", lobt José García.
"Schön ist dabei nicht nur das zwischenmenschlich Menschelnde, es macht auch Spaß, wie treffend die Lieder und das Persönliche ineinander greifen. Die Marseillaise steht nicht ohne Grund am Anfang (von „All you need is love"), weil sie auch für Freiheit steht. Für eine kleine Liebesgeschichte gibt es mit Paul Simons „Cecilia" das passende Lied", schreibt Günter H. Jekubzik.
"Es ist J. K. Simmons zu verdanken, dass dies so hervorragend funktioniert. Er spielt rührend den Reue zeigenden Vater, der die Vergangenheit wieder gut machen möchte um mit seinem Sohn ins Reine zu kommen. Die Musik funktioniert hier als Bindeglied zwischen den Generationen. Das hätte kitschig werden können, ist in THE MUSIC NEVER STOPPED (
) aber vollends gelungen", schreibt Denis Sasse.
Sven Weidner vergibt die volle Punktzahl. "THE MUSIC NEVER STOPPED (
) zeigt die Veränderungen der US-amerikanischen Gesellschaft von den 50er bis zu den 80er Jahren.... Vater und Sohn werden zu Antipoden, die für ihre jeweilige Ideologie und politische Überzeugung, ihr persönliches Verhältnis riskieren. Auf der Mikroebene ist der Film ein berührendes wie authentisches Familiensoziogramm, das die Bündnisse, so wie die jeder Familie inhärenten, antagonistischen Strukturen offenlegt. Die Familie bricht auseinander, um wieder zusammenzufinden, indem sie ihre Voreingenommenheiten und Überzeugungen zugunsten der Liebe überwinden."
Marcus Wessel lobt besonders Hauptdarsteller J.K. Simmons. "Seine Darstellung des um die Liebe und Anerkennung seines Sohnes kämpfenden Vaters geht unter die Haut, ist ehrlich und mitreißend. Lou Taylor Pucci mag man hingegen nicht immer gleich jedes Gefühl abnehmen. Bei ihm ist die Rolle sichtbar mit mehr Arbeit und Anstrengung verbunden. Die fehlende Leichtigkeit ersetzt in diesem Fall der wunderbare Soundtrack."
THE MUSIC NEVER STOPPED - Offizielle Website (deutsch)
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