| Regie | Harmony Korine |
| Kinostart | 17.02.2011 |
Michael Kienzl stellt fest: "Keine narrative Struktur ist zu erkennen, technische Fehler werden absichtlich mit einbezogen, eine destruktive Version von Performancekunst wird zelebriert. Letztlich ist das nicht mehr als eine pubertäre Nummernrevue, die sich selbst mit ihrer rotzigen Attitüde wahnsinnig gut gefällt. Wäre da nicht der offensichtliche Kunstwille – auch wenn dieser sich in einer Form von Anti-Kunst ausdrückt –, könnte man TRASH HUMPERS fast mit den Mutproben und Zerstörungsorgien aus JACKASS verwechseln."
Amos Borchert sah einen "durchaus streitbaren Film, streitbar in Inhalt, Look und Unterhaltungswert. Massentauglich ist Harmony Korine also wieder mal nicht, was Anlass zur Freude sein sollte und hoffen lässt, dass da jemand mit Talent ist, der über einen längeren Zeitraum im Gespräch bleiben kann, ohne an Unabhängigkeit und Innovationskraft einzubüßen."
TRASH HUMPERS zeigt laut Martin Gobbin "einen Ausschnitt der Gesellschaft, den man nicht sehen will, vor dem man gern die Augen verschließt. Die Kunst kann sich aber nicht darin erschöpfen, die Welt so selektiv darzustellen, wie wir sie gerne hätten. Harmony Korine zeigt Mensch und Welt so wie sie manchmal sind oder zumindest sein mögen. Dass dies nicht immer schön, sondern oftmals abstoßend, pervers und verstörend ist, kann allein noch kein Argument gegen einen Film sein."
"Das ist der Wahnsinn namens TRASH HUMPERS, in den uns Harmony Korine einfach hineinwirft und strampeln lässt, ohne dem Hauch einer Storyline, einem dramaturgischen Wendepunkt oder einer nacherzählbaren Geschichte. Aber erst beim Abspann wird mir klar, dass ich von all dem eigentlich nichts vermisst habe. Denn der Film funktioniert: wie ein schräger Albtraum, der einem noch lange nach dem Aufwachen nicht aus dem Kopf gehen will."
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