| Regie | Phil Traill |
| Kinostart | 17.03.2011 |
Lida Bach kann dem Film nicht viel abgewinnen. "Stolpern auf der Ski-Piste, peinliche Schneeanzüge und nach einer wilden Feier stehen plötzlich die Schwiegereltern in Spe in der Zimmertür – kein Witz ist zu lahm, kein Gag zu alt, als dass POWDER GIRL (
) ihn nicht noch einmal bemühen würde. Einen Hauch von echtem Witz bringen lediglich die Auftritte von Kims Vater als hilfloser Selbstversorger in den wenig unterhaltsamen Film. Sein Charakter ist der einzige ansatzweise originelle des nach den Stereotypen einer Mainstream-Teenager-Romanze gezeichneten Figurenensembles."
Wirklich märchenhaft findet Alexandra Horn das Märchen nicht. "Das alles erinnert sehr an eine in die Berge verlegte Version des Films BLUE CRUSH (2002), in dem die weibliche Hauptfigur, eine talentierte Surferin, ihr Geld als Zimmermädchen eines luxuriösen Hotels verdient und sich in einen Gast verliebt. In beiden Filmen können die Heldinnen als Gewinnerin eines Snowboard- bzw. Surfcontests ihrem "Prinz" am Ende auf Augenhöhe begegnen und damit in einer modernen Version von Aschenputtel mehr als bloßes Anhängsel an der Seite eines reichen Mannes sein. POWDER GIRL (
) lebt von seiner sympathischen Hauptfigur und der großartigen Kulisse – die Probleme des reichen Jungen, der aus dem goldenen Käfig seiner Familie ausbrechen muss, um das Zimmermädchen lieben zu dürfen, wirken im 21. Jahrhundert hingegen eher antiquiert als märchenhaft."
Für Philipp Bühler ist die Snowboard-Komödie POWDER GIRL (
) ein harmloser Pistenspaß. "Aber für einen Film, der fälschlich als fetziges Snowboard-Abenteuer firmiert und sich in gesponserte Sporttextilien kleidet, deren Farben beinahe blind machen - dafür ist POWDER GIRL (
) nicht schlecht. Es ist, das kann auch US-Regisseur Phil Traill (VERRÜCKT NACH STEVE (
)) nicht verhindern, eine sehr britische Komödie. Und die hat nun mal ein Herz, das selbst beim Back-Flip in der Halfpipe nicht kaputtgeht. Man stelle sich ein schamlos ausgewalztes Teilstück aus dem Episodenfilm TATSÄCHLICH ... LIEBE vor. Zum Warmlaufen reicht das vollkommen."
Überblick zum Film auf moviepilot.de