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THE TREE

THE TREE

Regie Julie Bertuccelli
Kinostart 03.03.2011

Kritiken • THE TREE

15. Februar 2011 | THE TREE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Birte Lüdeking sah einen netten Film über den Tod – mit süßen Kindern, schönem Baum und Charlotte Gainsbourg. Aber selbst sie "ann gegen die oberflächliche Umsetzung nicht genügend ausrichten. Dawn bleibt als Charakter vage und unzugänglich, ihr Verhältnis zum Klempner George verläuft allzu beliebig, und Bertuccellis Bilder für ihren Trauerprozess wirken häufig unspezifisch oder abgenutzt: das Öffnen der Vorhänge und Hereinlassen der Sonne nach dem Einigeln im dunklen Schlafzimmer; das Weinen beim Sex mit dem neuen Mann, da in den Gedanken beim verstorbenen."

15. Februar 2011 | THE TREE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Als beeindruckend erweist sich für Ciprian David "die Arbeit an Simones Charakter, in der Drehbuch und Regie aus der kleinen Morgana Davies eine echte Sensation machen, ihre Figur ist in ihrer Direktheit und der altersgemäßen Gestaltung die prominenteste im Film und stiehlt selbst Charlotte Gainsbourg auf den ersten Blick die Show. Nicht zuletzt liegt dies aber in der Tiefe der Figur Dawn, die sich bis im letzten Moment des Films in ihrer Zerrissenheit einer Polarisierung verweigert und eine regelrechte Parade der Personifikation des Schmerzes bietet. Auch wenn hier und da pathetisch überzeichnet, fügen sich eben die melodramatischen Szenen um Dawn in das Konzept des Films bestens als Katalysatoren der Tendenz zum Kitsch in der Naturdarstellung."

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen sah "kein esoterisch angehauchtes Ökotopia-Märchen, sondern eine wunderbar unaufdringliche und vielschichtige Studie über den Umgang mit Verlust und Trauer. Dafür sorgt Charlotte Gainsbourg als Dawn: Sie spielt die restlos überforderte junge Mutter mit so ausdrucksstarker Verzweiflung, dass man sie schützend in die Arme schließen möchte – wenn das nicht der Baum schon übernähme. Als Memento und Talisman, als Freund und Helfer bedeutet er jedem etwas anderes – und spendet allen Trost. Bis sie so viel Kraft gewonnen haben, dass sie sich verabschieden und alles hinter sich lassen können. Die Naturmystik der deutschen Romantiker ist offenbar nach Australien ausgewandert."

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • Berliner Zeitung

Christina Bylow sah eine sanfte und naturnahe Familienstudie über Verlust, Ablösung und Neubeginn. "Ohne allzu symbolische Aufladung wird deutlich, dass [der Baum] die Familie in seinen Klauen hat, er ist kein Lebensbaum, sondern eine monströse Schmarotzer-Pflanze, eine Art Riesenmistel, die der Familie den Saft aus den Adern saugt. Erst nach einem zweiten Überleben - ein Sturm fegt die Holzhäuser weg wie Spielzeug, findet Dawn die Kraft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Charlotte Gainsbourg nach ihren Grenzgängen für ANTICHRIST wiederzusehen in einer so vielschichtigen, souveränen Rolle, ist ein großes Vergnügen."

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • Der Tagesspiegel

Verführerisch nennt Hans-Jörg Rother THE TREE (THE TREE Trailer). "Charlotte Gainsbourg ist die prägende Gestalt dieser in eine arkadische australische Hügellandschaft eingebetteten Geschichte, und man sieht ihr umso lieber zu, als man sie noch als entfesselte Furie in Lars van Triers ANTICHRIST in Erinnerung hat. Nun, als um alle Sicherheit gebrachte Mutter, scheint ihr Gesicht zuweilen von der Ahnung einer großen Gefahr gezeichnet. Auf Bäume, Fantasien und Hoffnungen ist kein Verlass, weiß diese Frau, bevor der Sturm losbricht. Am Ende flackert hinter ihrem tapferen Lächeln die Angst vor dem unsichtbaren Abgrund, der längst in ihr wohnt."

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Das übliche Pathos von Fantasyfilmen bleibt aus, es gibt keinen Puderzucker und kaum Sentiment, schreibt Daniel Kothenschulte. "Stellt man sich diese Geschichte als Film vor, dann wahrscheinlich in Bildern wie von Steven Spielberg. Der Vergleich zu POLTERGEIST (POLTERGEIST Trailer) drängt sich auf, doch merkwürdigerweise fehlen die visuellen Klischees des Horrorfilms ebenso wie die der romantischen Märchenhaftigkeit. Die Regisseurin bleibt bei einem nur leicht ins Magische gewendeten Realismus. Und so überschreitet sie nicht nur die Grenze zwischen dem Kinder- und dem Erwachsenenfilm sondern auch die zwischen dem Wirklichen und dem Überwirklichen. Das Ähnlichste zu diesem auf merkwürdige Art zugleich kunstvollem wie nüchternem Film ist die museale Filmkunst der Finnin Eija-Liisa Ahtila."

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • perlentaucher.de

Lukas Foerster "kann dem Film zugute halten, dass er auf esoterischen, seelenwandlerischen Unfug und aufdringlichen Familienkitsch zugunsten eines weitgehend realistisch anmutenden Familiendramas verzichtet. Freilich zugunsten eines Familiendramas, das von einer aufdringlichen Metapher überwuchert wird. Der Baum nämlich ist zwar nicht der Vater, aber er steht für die Erinnerung an den Vater und als solche beginnt er die Familie zu dominieren, er drängt sich ganz buchstäblich in ihr Leben. ... Theoretisch ist das eine nette Konstruktion. Ob die Welt allerdings einen Film braucht"?

03. März 2011 | THE TREE • Kritik • texte zum film

"Obwohl die Kamera von Nigel Bluck der urtümlichen Natur Australiens schöne Bilder entnimmt, verkommt die eindrucksvolle Landschaft über weite Strecken zu einer von der ebenso kitschigen Filmmusik untermalten Postkartenkulisse. Charlotte Gainsbourg bemüht sich zwar, die unausgegorene Figurenzeichnung und ihre seichten Dialoge mit einer von den Naheinstellungen der Kamera unterstützten Leinwandpräsenz zu konterkarieren. Aber den tiefgreifenden Eindruck hinterlässt eher die kleine Morgana Davies als achtjährige Simone."

10. Januar 2011 | THE TREE • Kritik • programmkino.de

Thomas Volkmann lobt die Darsteller, "Charlotte Gainsbourg und die Neuentdeckung Morgana Davies. Beide finden einen Weg, ihren Gefühlen auch ohne große Worte Ausdruck zu verleihen. Bestimmte Verhaltensweisen mögen dabei auf den ersten Blick nicht immer nachvollziehbar sein – etwa wenn Dawn auf der Suche nach einem Klempner plötzlich einen Job als Buchhalterin annimmt, ohne vorher auch nur eine Sekunde an eine Rückkehr ins Arbeitsleben gedacht zu haben. Aber so ist das Leben eben manchmal: unberechenbar und voller Geheimnisse und Überraschungen. Auch THE TREE (THE TREE Trailer) lässt sich so charakterisieren. In einer Szene gegen Ende heißt es in den Fernsehnachrichten ganz nebenbei im Wetterbericht: "Auf jedes Tief folgt auch wieder Sonnenschein." Darauf können auch die O’Neils vertrauen."

01. Januar 2011 | THE TREE • Kritik • The Tree

Überblick zum Film auf moviepilot.de

01. Januar 2011 | THE TREE • Kritik • schnitt.de

Cornelis Hähnel hat sich nicht überzeugen lassen. "Wenn sich gegen Ende die Ereignisse unnötig überschlagen, verliert auch die anfangs noch interessante transzendente Ebene ihren Reiz. Zwar bietet der Film auf den ersten Blick unzählige Interpretationsmöglichkeiten, doch werden diese durch den immer dramatischeren Handlungsverlauf vermehrt in eine Richtung gedrängt. Das anfänglich subtile Spiel mit dem Übersinnlichen, das Forcieren der Ungewissheit und die verlockende Ambivalenz der Möglichkeit des Einbruchs des Irrationalen wird zusehends auf die Spitze getrieben und endet in einem zornigen Unwetter von biblischem Ausmaß."

24. Mai 2009 | THE TREE • Kritik • outnow.ch

Manche "Szenen machen THE TREE (THE TREE Trailer) sehenswert. Schön fotografierte Bilder aus der weitläufigen australischen Landschaft runden ihn ab und machen ihn zu einem durch und durch angenehmen und entspannenden Seherlebnis. Für den ganz grossen Wurf fehlt es allerdings ein wenig an einer mitreissenden Geschichte. So lange, wie der prächtige Baum im Film vermutlich schon lebt, dürfte diese kaum in Erinnerung bleiben."

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