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AN EINEM SAMSTAG

AN EINEM SAMSTAG

Regie Alexander Mindadze
Kinostart 21.04.2011

Kritiken • AN EINEM SAMSTAG

08. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl erprobte sich in Geduld. Das Problem ist, "dass der Blick ständig auf die Gesichter gelenkt wird, es dort aber nichts Entscheidendes zu sehen gibt. Ein Zugang zu den Figuren, deren Verfassung je nach Alkoholpegel zwischen abgestumpft und hyperemotional schwankt, bleibt verwehrt. Das gilt für den blass gezeichneten Valerij ebenso wie für seine Freundin, in der man selbst als wohlwollender Zuschauer nicht mehr sehen kann als eine hysterische, einfältige Gans. So leidet AN EINEM SAMSTAG (AN EINEM SAMSTAG Trailer) vor allem an dem Paradox, dass die Kamera zwar ständig in irgendeinem Gesicht klebt, die Figuren dem Zuschauer aber trotzdem fern bleiben."

21. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • getidan.de

Peter Claus sah einen fast dokumentarischen Film. "Mit dem Wissen um das Danach entwickelt der leise Film eine beklemmende Wirkung. Die vermutlich ersten Strahlenopfer, die erscheinen, sehen aus wie Urlauber, die sich etwas zu lange haben bräunen lassen. Sie, die Protagonisten, sind ahnungslos. Wir, die Zuschauer wissen: Hier hilft keine Kosmetik."

21. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala wurde zuwenig auf das eigentliche Thema eingegangen. "Erst am Schluss gerät das jod- und cäsiumkotzende Kraftwerksungeheuer erneut in den Blick – urplötzlich, als wollte der vom eigenen Bilderrausch berauschte Regisseur sich noch einmal seines Themas vergewissern."

20. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen hat sich nicht überzeugen lassen. "Regisseur Alexander Mindadze verliert alsbald das Thema völlig aus der Sicht – wie seine Protagonisten. Ihrem unmotivierten Hin und Her zwischen Fluchtplänen und Wochenend-Vergnügen fehlt jede Dramaturgie. Schier endlose Sequenzen von der Hochzeits-Party lassen die Geschichte endgültig im Billigfusel-Rausch versumpfen. Dazu trägt auch die nervös zuckende Handkamera von Oleg Mutu bei, die ständig an den Gesichtern klebt: Bald ist völlig unklar, wer hier wen warum anschweigt, angrinst oder anschreit. So übertragen sich Orientierungslosigkeit und stumpfer Fatalismus der Figuren auf das Publikum: Nach einer Stunde wird ihm alles egal."

18. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • schnitt.de

Carsten Happe stellt fest: "Die Anspannung und Nervosität ist fast physisch greifbar, und sie schlägt nur langsam in eine verzweifelte Ausgelassenheit um, der der bittere Beigeschmack der Ungewissheit wieder und wieder anzumerken ist. Das ist nicht immer unanstrengend, zumal die Inszenierung und die Dialoge des Regisseurs und Autors Alexander Mindadze die Befremdlichkeit der Situation noch verstärken. Bisweilen mutet die Szenerie in ihrer gewollten Künstlichkeit wie versprengte Versatzstücke einer postmodernen, existentialistischen Theateraufführung an, die in der Groteske zur Wahrheit findet."

12. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • film-dienst.de

Felicitas Kleiner hat etwas mehr erwartet. "Zwar gelingt es dem großartigen, zwischen fassungslosem Entsetzen und verzweifelter Verbissenheit mitreißend energetisch aufspielenden Hauptdarsteller Anton Shagin, eine gewisse Grundspannung zu halten; und während der Gebrauch von wackeligen Handkameras oft genug nur nervt, setzt Oleg Mantu das Stilmittel geschickt und stimmig ein, um eine aus den Fugen gehende Wirklichkeit stimmungsvoll abzubilden. Die grundsätzlichen Defizite des Konzepts kann das solide Handwerk aber nicht ausgleichen."

02. April 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • programmkino.de

Alexander Mindadzes Film ist laut Kalle Somnitz "eine Metapher über den Umgang der Menschen mit unsichtbaren Katastrophen. Einen Brand im Kernkraftwerk gab es schon öfter, aber ob Radioaktivität frei wird oder nicht, kann man weder sehen noch spüren. Also ignoriert man die Katastrophe, im Gegenteil, die Menschen leben diesen Tag im Schatten der rauchenden Reaktorruine besonders intensiv. Alexander Mindadze stellt dieser Einstellung Valerijs Fluchttrieb entgegen, visualisiert ihn mit einer wackelnden Handkamera, die den Herzschlag des jungen Mannes spüren lässt, der anfangs wie um sein Leben rennt, und im Laufe des Tages von seinen Freunden und der Unbekümmertheit und Lebenslust der Menschen ausgebremst wird."

24. März 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • br-online.de

Die fast quälende Intensität und anfängliche Spannung lässt laut Margret Köhler "dann aber nach, weil die Hochzeit zu lange im Fokus bleibt, Tanzen und Singen, Saufen und Handgemenge sich wie in einer Endlosschleife wiederholen. Anton Shagin spielt den Todgeweihten als ambivalentes Bündel Mensch - stürmisch und zurückgezogen, verletzbar und gewalttätig. Wenn am Ende das Boot mit den jungen Leuten an der gespenstisch in den Himmel ragenden Ruine auf ruhigem See vorbeischippert, ist das ein grandioses Bild, aber auch ein erbarmungsloses. Die Zukunft war gestern."

15. Februar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer findet nichts Gutes. "Der Hintergrund, das Drama, die Kamera-Hysterie, das Konventionelle und vor allem das Verhalten der Figuren passen nirgends zusammen, was leider keine interessanten Spannungen ergibt, sondern am Ende nur das Klischeebild vom reichlich irrationalen trunksüchtigen Russen. Dass ausnahmslos jeder auftauchende russische Mann tumb und/oder widerwärtig ist, hilft der Sache des Films nicht."

14. Februar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • Der Spiegel

Überraschend mitreißend findet Hannah Pilarczyk AN EINEM SAMSTAG (AN EINEM SAMSTAG Trailer). "Als die ersten Strahlenopfer auftauchen, deren unwissende Gesichter wie von der Sonne gerötet sind, fühlt man sich in einen zeitgeschichtlichen Zombie-Thriller versetzt. Valery versucht noch, sich und seine Freundin aus Tschernobyl zu retten, doch er verliert sich in einem Leben, das schon bald keines mehr sein wird. Er tanzt und trinkt auf einer Hochzeit, er findet alte Freunde wieder und überwirft sich mit ihnen. Wie Valery verliert sich hier auch der Film und kann den Stimmungswechsel nicht ganz plausibel vollziehen. In seinen besten Momenten leitet AN EINEM SAMSTAG (AN EINEM SAMSTAG Trailer) aber Groteske in Tragödie über (und zurück), wie es nur wirklich souveräne Filmemacher schaffen."

14. Februar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • outnow.ch

"Anders als beispielsweise in DIE WOLKE, wo sowohl die Fluchtversuche als auch die Zwiespälte der Menschen gezeigt werden, versucht Alexander Mindadze in seiner zweiten Regiearbeit, nur mit dem Innenleben seiner Figuren in ihren letzten Stunden zu arbeiten. Der Abspann informiert, dass die Band nie wieder in ihren Heimatort zurückkehren wird und die ersten Rettungsmassnahmen 36 Stunden nach dem Störfall eingeleitet werden. Eine Mischung aus allem hätte dem Film gut getan, so bleibt letztlich nur ein unbefriedigendes Gefühl zurück."

01. Februar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • Berlinale.de

Datenblatt der Berlinale.

01. Januar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • An einem Samstag

Überblick zum Film auf der imdb.com

01. Januar 2011 | AN EINEM SAMSTAG • Kritik • An einem Samstag

Überblick zum Film auf moviepilot.de

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