Andreas Borcholte lobt den Regisseur. Er "inszeniert diese anrührende Story über eine Gesellschaft im brutalen Übergang zwischen Tradition und Moderne mit ruhiger Hand und viel Gefühl für seine durchweg hervorragenden albanischen Jungdarsteller - ein echtes Highlight in diesem durchwachsenen Berlinale-Jahrgang."
Laut Anke Westphal führt der Film "in eine Welt, die einem aus westlicher Sicht gespalten erscheinen mag, die es aber nicht ist. Das zu erkennen ist wichtig. ... In der Beobachtung von Details liegt eine große Stärke des Films. Das archaische Gesetz weiß das Moderne zu gebrauchen; die Todesdrohungen kommen auch per SMS. Tausende leben heute in Albanien verborgen aus Angst vor Blutrache."
Ekkehard Knörer sah "die Verfilmung des Wikipedia-Artikels, nur dass der genauer, spannender und sehr viel informativer ist, obwohl er doch ohne eine Liebesgeschichte zwischen zwei Adoleszenten und ein Pferd namens Klinsmann (willkommen im Berlinale-Zoo!) auskommen muss. Ein Phänomen für sich ist Regisseur Joshua Marston, der sich zuletzt unter dem Titel MARIA VOLL DER GNADE mit mexikanisch-amerikanischen Drogenschmuggelproblemen beschäftigt hat. Ein Globetrotter des lokalen Konfliktbewältigungsfilms: Sachen gibt's, von denen man nicht wusste, dass es sie gibt."
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