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SCHLAFKRANKHEIT

SCHLAFKRANKHEIT

Regie Ulrich Köhler
Kinostart 23.06.2011
Genre Drama

Kritiken • SCHLAFKRANKHEIT

23. Juni 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Christian Alt ist begeistert. "SCHLAFKRANKHEIT (SCHLAFKRANKHEIT Trailer) ist ein faszinierendes Porträt des Konflikts zwischen Europa und Afrika. Er ist der beeindruckende Beweis dafür, dass sich der Stil der Berliner Schule eben nicht nur auf Deutschland oder Mitteleuropa beschränken muss. Europa kann überall sein."

14. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Entfremdung, Einsamkeit und ein Herz voller Dunkelheit in Afrika hat Thorsten Funke wahrgenommen. Verschiedene "Einflüsse, Zitate, Symbolismen ergeben einen reizvollen Impressionismus, dessen Thema eher die Heimatlosigkeit ist als, wie man zunächst denken würde, die Probleme mit der Entwicklungshilfe – etwa die Frage, ob selbige nicht staatliche Effizienz in den Empfängerländern verhindert. Wer ein Manifest für oder gegen etwas erwartet hat, wird enttäuscht. Ein solches würde sicher auch viel schneller auf den Punkt kommen wollen, als dieser nicht leicht zugängliche, aber sehenswerte Film es tut."

14. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • perlentaucher.de

Ekkehard Knörer schreibt: "Die Bewegung des Ebbo Velten macht der Film SCHLAFKRANKHEIT (SCHLAFKRANKHEIT Trailer) nicht mit. Er lässt seinen Protagonisten zurück als etwas Inkommensurables: transformiert, sich selbst fremd, keiner deutschen Geschichte mehr assimilierbar. Das "Afrikanische" seines - des Manns und des Films - Endes ist als Klischee ein Witz, als Witz aber wunderbarer Ausdruck für das Paradox, in das Ulrich Köhler den Mythos vom Herzen der Finsternis umschreibt: Im Moment, in dem das Subjekt aus dem Westen "zu Afrika wird", fällt es aus den ernsthaften Repräsentationsmöglichkeiten des Westens. Wohin es fällt, weiß man nicht."

13. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Christiane Peitz schreibt: "Die langen Fahrten. Die unwegsamen Pisten zu den Dörfern. Eine Echse am Fenster. Der Blick in den Garten, das Blattwerk der Bäume, der Fluss, der Wind. Kurze, lapidare Wortwechsel. Ulrich Köhler, Regisseur der Berliner Schule, und sein Kameramann Patrick Orth sind Spezialisten für das Beiläufige, für die Lücken einer Erzählung, jenes Dazwischen, in dem sich oft das Wichtigste ereignet. Köhlers Filmhelden fühlen sich immer fremd in der eigenen Haut ... Afrikas wilde Natur, das ist Ebbos verwilderte europäische Seele. Der erste deutsche Wettbewerbsbeitrag: ein heftig umstrittenes Thema, ein stiller, für Momente starker Film."

13. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • Der Tagesspiegel

Laut Jan Schulz-Ojala weiß Ulrich Köhler "einiges über diese inzwischen seltene Krankheit, er weiß auch allerhand über Entwicklungshilfe, aber der Titel ist ihm vielmehr Metapher, das Sujet nur der Seelenort, von dem aus sich Entfremdung erkunden lässt. Die Komplexität der expats habe er erforschen wollen, dieser Auswanderer auf Zeit, die jobbedingt in die große, tiefe Fremde namens Afrika gehen. Nein, er sagt nicht "große, tiefe Fremde", dazu ist ihm der Kontinent trotz gewachsener Ferne zu vertraut. Aber er sagt auch nicht "dort unten" wie seine Produzentin."

13. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • Die Zeit

In SCHLAFKRANKHEIT (SCHLAFKRANKHEIT Trailer), so scheint es Carolin Ströbele, wollte Ulrich Köhler "die ganz großen Themen hineinpacken: Familienkonflikt, Rassismus, Kolonialismus, das Für und Wider der Entwicklungshilfe. Seine Filmsprache ist zwar immer noch charakteristisch: die flackernden Kameraeinstellungen, die Landschaft, die immer etwas feindlich und Angst einflößend wirkt, die vielen unausgesprochenen aber gärenden Konflikte zwischen den Familienmitgliedern. Aber sie besitzt in vielen Szenen nicht mehr den Charme des etwas Unfertigen, Unmittelbaren, Gefühlsgeladenen."

13. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • Berlinale im Dialog

Michael Kienzl sah eine Zustandsbeschreibung als eine konventionelle Erzählung. "Ohne sich von dramaturgischen Regeln oder Küchenpsychologie einengen zu lassen, öffnet Ulrich Köhler seinen Film nach allen Seiten, erzählt ein Familiendrama, reflektiert über die Bedeutung von Entwicklungshilfe und zeigt die Unmöglichkeit, als Europäer in einem afrikanischen Land jemals seine Außenseiterrolle zu überwinden. Besonders einnehmend ist SCHLAFKRANKHEIT (SCHLAFKRANKHEIT Trailer) durch seine traumwandlerische Stimmung, die sich mit dem Motiv des Schlafes, dem Schwebezustand zwischen den Kulturen und der Einbeziehung mythischer Elemente – etwa einer wiederkehrenden Geschichte über einen Menschen, der sich in ein Nilpferd verwandelt – bis in alle Bereiche des Films erstreckt."

13. Februar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • film-dienst

"Ähnlich wie in UND AM MONTAG KOMMEN DIE FENSTER entfaltet sich diese Erzählung von einem, der aus seinen Bindungen ausbricht, ohne aber richtig irgendwo anders anzukommen, jenseits aller dramaturgischer Spielregeln; sie wirft einen in einen Fluss aus Szenen und Bildern: Jenseits jedes fotogenen Afrika-Exotismus’ wird aus der filmischen Welt ein unwegsamer, unübersichtlicher Raum, ein Ur-Wald, der durchaus schöne Seiten hat, aber sich auch als latent bedrohliches Dickicht um die Figuren rankt."

01. Januar 2011 | SCHLAFKRANKHEIT • Kritik • Schlafkrankheit

Überblick zum Film auf moviepilot.de

Kurz-Kritiken • SCHLAFKRANKHEIT

"Die Fluchtbewegung von Köhlers Kino setzt sich weiter fort, ins Herz der Finsternis." - Die Zeit

"Wenn man Köhlers feinen Beobachtungen folgt, fragt man sich, warum Afrika in der europäischen Vorstellungskraft so oft so überhitzte Fantasien entfacht." - Die Taz

"Ein stilles Meisterwerk – avanciert im politischen Entwurf, ökonomisch in der Erzählung" - Der Freitag

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