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MEIN BESTER FEIND

MEIN BESTER FEIND

Regie Wolfgang Murnberger
Kinostart 01.09.2011
Genre Drama, Historienfilm

Kritiken • MEIN BESTER FEIND

01. März 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Sonja M. Schultz hat sich nicht überzeugen lassen. "Die Zeichen sind beliebig austauschbar, und das kann nur das Kino. Auch deswegen geht der Film nie unter die Haut, falls er das je sollte. Schließlich noch eine Frage: Weil Rudi lautstark behauptet, kein Jude zu sein, droht Victors Verkleidung als "Herrenmensch" aufzufliegen. Also muss Rudi vor den deutschen Militärs die Hosen herunterlassen. Er ist beschnitten – "Eine Vorhautverengung!" – und damit als Jude abgestempelt. Das ist schon komisch. Aber was ist eigentlich mit der Blutgruppen-Tätowierung der SS und der KZ-Nummer auf dem Arm? Vielleicht wären die doch zu sehr unter die Haut gegangen."

31. August 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • textezumfilm.de

Trotz der Vorsehbarkeit der Handlung und ihrer durchwachsen spannenden Inszenierung in der ersten Filmhälfte wird MEIN BESTER FEIND (MEIN BESTER FEIND Trailer) laut José García "ab dem Moment anregend, als der Film sein verdoppeltes Spiel mit Original und Fälschung betreibt: Einerseits treibt die Suche nach dem Original unter Michelangelos Zeichnungen die Handlung dramaturgisch voran. Andererseits stellt die zweite Ebene – wer ist "der Jude" und wer "der Nazi"? – tiefgründige Fragen."

29. August 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • filmtabs

Günter H. Jekubzik ist enttäuscht. "Die Konzentrationslager werden fast komplett ausgeblendet und auch die Komödie bleibt oberflächlich, geht nicht zu tief unter die Haut der Figuren und der Zuschauer. Rudi ist und bleibt dumm. Viktor mal verzweifelt, immer raffinierter, aber auch irgendwie unbeteiligt. Wie - genau: Das Publikum. Die Kostüm-Klamotte um Meisterwerke ist selbst keines. MEIN BESTER FEIND (MEIN BESTER FEIND Trailer) schafft es, KZs, Holocaust und Weltkrieg fast völlig zu vergessen."

18. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • Die Tageszeitung

Andreas Fanizadeh ist durchaus angetan. "Wolfgang Murnberger inszeniert teilweise gewohnt komisch und ironisch. Hörbar erheitert er sein Publikum. Er arbeitet auch schön das spezifisch österreichische Kriechertum heraus. Doch der wohlgenährte Moritz Bleibtreu wirkt in dem Nazi-Kostümfilm viel zu relaxt, um einen jüdischen Häftling nach fünfjährigen KZ-Aufenthalt darzustellen. Darüber täuscht auch ein an Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS (INGLOURIOUS BASTERDS Trailer) geschulter Humor nicht hinweg."

16. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • Berliner Zeitung

Überraschend gut ist MEIN BESTER FEIND (MEIN BESTER FEIND Trailer) bei Jens Balzer angekommen. "Nach dem noch etwas zähen und mühsam chargierten ersten Drittel des Films kommt dieser tatsächlich groß in Fahrt, als er zur Fälschungskomödie wird: falsche Nazis, falsche Juden, falsche Michelangelos überall. Fabelhaft, wie nun Wolfgang Murnberger und sein Autor Paul Hengge den boulevardesken Dialogwitz, das Verkleidungs- und Entlarvungskarussell in Bewegung zu halten vermögen, ohne dabei die Nazis zu bloßen Operettendarstellern zu verniedlichen."

16. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • Der Tagesspiegel

Julian Hanich hat sich nicht ganz überzeugen lassen. "in den schwindligen Höhen scheint Wolfgang Murnberger – dem Freund alles Schwarzhumorigen und Grotesken – der Mut abhanden gekommen zu sein. Falsch gemacht hat er zwar nichts. Aber manches hätte er dann doch ein wenig richtiger hinbekommen können: richtig böse, richtig schwarz, richtig irrwitzig. Moritz Bleibtreu, der hier beinahe übergangslos vom "Jud Süß"-Goebbels-Kostüm in eine Konzentrationslager-Uniform schlüpft, macht seine Sache wie immer gut. Auch Georg Friedrich, Udo Samel und den anderen sieht man gerne zu. Aber mehr als ein grundsolider Eindreiviertelstünder kommt dennoch nicht herum."

16. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • outnow.ch

"Spätestens im letzten Drittel des Films wird auch dem letzten Zuschauer klar sein, wo sich die begehrte Zeichnung befindet, und damit nicht genug, ist auch das Ende recht enttäuschend. Ein derart glückliches Happy End, in dem fast alle unbeschadet und siegreich hervorgehen und dabei den einstigen Freund noch gekonnt aufs Kreuz legen, ist nicht der Ausgang, den man sich gewünscht hätte. So bleibt einem durchaus guten Ansatz und einer interessanten Geschichte ein unbefriedigender Beigeschmack haften."

16. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • Der Spiegel

Mit Burlesken über Holocaust und NS-Regime ist Andreas Borcholte bekanntlich vorsichtig, "und Wolfgang Murnberger schafft es, anders als Oskar Roehler im vergangenen Jahr mit JUD Süß - FILM OHNE GEWISSEN (JUD Süß - FILM OHNE GEWISSEN Trailer), eine Katastrophe zu umschiffen. MEIN BESTER FEIND (MEIN BESTER FEIND Trailer), im Wettbewerb außer Konkurrenz zu sehen, hat einige gewitzte Dialoge und überraschende Twists parat - und bleibt trotz ernster Kulisse und historischer Belastung die ganze Zeit ein Lustspiel, das sich vor Ernst Lubitsch und Billy Wilder verneigt. Naja, verneigen kann man sich ja mal."

16. Februar 2011 | MEIN BESTER FEIND • Kritik • festivalblog.de

Tiziana Zugaro stellt fest: "Der Ansatz, die grotesken Aspekte in den Zeiten des Schreckens zu suchen, ist nicht verwerflich. Die Geschichte hat durchaus das richtige Maß an Realitätsbezug – und würzt diesen mit einem bisweilen schrägen Blick auf das Geschehen. Alles an diesem Film des KNOCHENMANN-Regisseurs ist rund: Drehbuch und Regie sind hervorragend, der Film hat Tempo und Tiefe, die Charaktere sind sehr gut besetzt und überzeugend, der Humor ist fein und gut austariert. Alles in allem also ein Grund sich über MEIN BESTER FEIND (MEIN BESTER FEIND Trailer) zu freuen."

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