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DAS TURINER PFERD

DAS TURINER PFERD

Regie Béla Tarr
Ágnes Hranitzky
Kinostart 15.03.2012
Genre Drama

Kritiken • DAS TURINER PFERD

16. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Michael Kienzl hätte mehr erwartet. "Wirklich ermüdend an THE TURIN HORSE ist die Kombination aus einem Inhalt, der sich beharrlich weigert, etwas zu erzählen, und einer Aufmachung, die ständig Bedeutung suggeriert. Die archaische Geschichte von Vater und Tochter, die romantischen Naturgewalten, die pathetische Musik von Béla Tarrs Stammkomponisten Mihály Vig, die an barocke Malerei erinnernden Bilder und das Nietzsche-Zitat am Anfang des Films, all das wirkt unheimlich monumental und bedeutungsschwanger. Doch letztlich widmet sich der Film nur einer hermetisch abgeriegelten, sinnentleerten Kunstwelt, die auf nichts anderes verweist als ihre eigene erhabene Schönheit."

16. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Ciprian David sah eine Lektion zum Einsatz filmischer Mittel. "Das widrige Wetter verschafft den Bildern die nötige Schwere, die Perspektive der verhältnismäßig mobilen Kamera und die die Tonspur für sich beanspruchende Musik verleihen dem mobilen Tableau Überlebensgröße. Gegen Ende der Szene wird der Geräuschkulisse ein Zugang zum Film gewährt, bald dröhnen statt Musik die Pferdehufe, die Räder der Kutsche und das Rauschen des Windes im Kinosaal: Arbeit als Dasein, ad absurdum geführt. Béla Tarr und Fred Kelemen entfachen ein Pathos wie man es bei ihnen nie zuvor gesehen hat und erteilen eine Lektion zum Einsatz filmischer Mittel."

19. März 2012 | DAS TURINER PFERD • Kritik • kunst + film

Oliver Heilwagen lobt Das Turiner Pferd (Das Turiner Pferd Trailer) als einen schönen "Film über das Ende der Welt: Mit nur 29 Einstellungen in zweieinhalb Stunden entfaltet Regisseur Béla Tarr eine Apokalypse in Zeitlupe. ... Diese Apokalypse in Zeitlupe ist keineswegs amorph, sondern sorgfältig arrangiert: aus klassischen Bild-Kompositionen mit ausgefeilter Lichtführung wie auf Gemälden Alter Meister."

15. März 2012 | DAS TURINER PFERD • Kritik • NZZonline

Christoph Egger stellte fest, dass der Regisseur Béla Tarr keinesfalls an einem "Kino des psychologischen Realismus" interessiert ist. Er fragt sich zudem, welchen Bezug der Regisseur zu dem Pferd hat, das er hier in den Mittelpunkt stellt.

15. März 2012 | DAS TURINER PFERD • Kritik • getidan.de

"Wer Action sucht, sollte sich den Film nicht anschauen. Alle aber, die sich gern auf ein Changieren zwischen Bildender Kunst, Literatur, Theater, Film, Philosophie einlassen möchten, dürften einen Hochgenuss erfahren", rät Peter Claus.

14. März 2012 | DAS TURINER PFERD • Kritik • TAZ

Das Turiner Pferd (Das Turiner Pferd Trailer) soll der letzte Film von Béla Tarr sein und Andreas Busche entdeckte viele Anzeichen für ein Ende. Die atmosphärischen Kamerafahrten geben ständig den Eindruck eines drohenden Endes wieder und die Gesten sind erschöpft. Das Turiner Pferd (Das Turiner Pferd Trailer) könnte in der Tat Béla Tarrs endgültiges Statement sein.

17. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • Der Spiegel

Andreas Borcholte stellt fest: "Eine Geduldsprobe durchaus, aber wer die zweieinhalb Stunden von Béla Tarrs invertierter Schöpfungsgeschichte durchhält, wird mit einem filmästhetischen Meisterwerk belohnt, das mit großem Einfühlungsvermögen vom Scheitern der Menschheit an sich selbst berichtet. Béla Tarr, 55, hatte angekündigt, dass THE TURIN HORSE sein letzter Film sein soll. Eine Berlinale-Bär zum Abschied wäre da doch eigentlich eine nette Geste."

17. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • perlentaucher.de

Sicher ist THE TURIN HORSE auch ein Film über die letzten Dinge, die letzten Kartoffeln, das letzte Pferd. Doch die Bilder selbst enthalten nie metaphysische Behauptungen, schreibt Lukas Foerster. "Der Grundton des Films setzt sich aber aus zwei nichtsprachlichen Quellen zusammen: aus dem ewigen, undifferenzierten Rauschen des Sturms und aus einer cellolastigen Streicherinstrumentierung, die keinerlei Entwicklung und kaum Abstufungen kennt: Ein hypnotisierender Soundwall, der die existentielle Stasis des Films, die schier endlosen Wiederholungen alltäglicher Gesten und Handlungen, festzementiert."

16. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • Berliner Zeitung

Streng, schön und schweigend ist der Film für Anke Westphal. Die Kritikerin sah einen hochverdichteten, abstrakten "Film, mit atemberaubend schönen, sehr streng kadrierten Bildern. Man kann darin eine philosophische Reflexion, vielleicht sogar über den Nihilismus sehen. Oder eine über die geschundene Kreatur an sich. Sicher ist nur: THE TURIN HORSE ist ein Monolith. Sich ihm nähern - das kann man nicht."

16. Februar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • Der Tagesspiegel

Gregor Dotzauer hat sich nicht überzeugen lassen. "Mit dem Pferd ist es so eine Sache. Die erbarmungswürdige Kreatur dient vor allem als Projektion, in deren Zeichen die beiden schweigsamen, einander allein durch das Elend ihres von eisigen Pusztastürmen umtosten Alltags verpflichteten Protagonisten selbst als Arbeitstiere zurechtmetaphorisiert werden und am Ende das Essen verweigern. Wie viel wahrhaftiger, weil auf die Idee des Lebens schlechthin gerichtet, war dagegen Robert Bressons Eselsporträt Au hasard Balthazar."

01. Januar 2011 | DAS TURINER PFERD • Kritik • Das Turiner Pferd

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