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UNTER KONTROLLE

UNTER KONTROLLE

Regie Volker Sattel
Kinostart 26.05.2011

Kritiken • UNTER KONTROLLE

18. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Faszinierend ist UNTER KONTROLLE (2011) (UNTER KONTROLLE (2011) Trailer) laut Michael Kienzl "dort, wo er Arbeitsvorgänge beobachtet – etwa das Wechseln von Brennstäben oder das Simulieren einer Alarmsituation mit neuen Mitarbeitern – und ungewohnte Einblicke gewährt. Teilweise sieht es im Inneren der Kraftwerke aus wie auf dem Set eines Science-Fiction-Films: wenn sich die Angestellten nach einem Arbeitstag in einem Glaskasten auf Verstrahlung testen lassen müssen oder wenn in der internen Wäscherei neben Arbeitskleidung und Kitteln auch die leuchtend gelbe Unterwäsche der Mitarbeiter gereinigt wird. Wirklich gruselig wird es dann, wenn sich die Kamera tief unter die Erde begibt, um ein Endlager für radioaktiven Müll zu zeigen."

17. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Lida Bach lobt den Film. "Auf subtile Weise vermitteln die analytischen Szenen überzeugender als es belehrenden Kommentare könnten, dass der Filmtitel einen Wunschtraum widerspiegelt. Von ihm bleibt die Ruine einer Utopie, die zu spät als solche erkannt wurde. Volker Sattels Dokumentarfilm kreist um das Paradigma, welches unerreichbares Zukunftsdenken ist: eine friedliche Nutzung der Atomenergie. In einer vollkommenen Welt wäre es möglich – in unserer ist es das nicht."

26. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • getidan.de

Peter Claus stellt fest. "Dies ist kein Werbefilm für die Anti-Atomkraft-Bewegung. Der Film, eher Essay denn Dokumentation, bleibt ungemein sachlich. Ohne alles Grelle wird Alltag in deutschen und österreichischen Atomkraftwerken erkundet. Schlichte Neugier und von Vernunft angetriebener Wissensdurst steuern den Blick."

26. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • Frankfurter Rundschau

Katja Lüthge lobt die Kameraarbeit. "Keine wackelige Digicam-Aufnahmen eines hitzigen Anti-AKW-Aktivisten sind hier zu sehen, vielmehr wird alles im vergleichsweise großartigen Cinemascope gezeigt. Geschmeidig gleitet die Kamera an einzelnen Brennstäben entlang, fängt die umgebende Natur ein und schaut ins Innere des Reaktors, welches in verwirrender Weise an eine vollkommen sterile Brutstätte erinnert."

26. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • Der Tagesspiegel

Nadine Lange ist fasziniert von der Montage der Kraftwerkanlagen. "Wie große, grau-weiße Tiere liegen die Meiler in idyllischen Panoramen. Majestätisch, respekteinflößend, fast postkartentauglich wirken sie in den sommerlichen Cinemascope-Bildern."

26. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • TAZ

Erstaunlich fand Bert Rebhandl die Kraftwerkbauten. "Wir betreten mit Volker Sattel eine fremde und seltsame Welt, an der ganz und gar nichts Furchterregendes zu erkennen ist, allenfalls eine gewisse Monumentalität, die nicht von ungefähr an Kirchenbauten erinnert."

25. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • kultiversum.de

Oliver Heilwagen stellt fest: "Seit vier Jahrzehnten wird in Deutschland über Atomkraftwerke gestritten. Doch nie zuvor war zu sehen, wie es ihnen wirklich aussieht – das zeigt erstmals dieser Film. Drei Jahre brauchte Regisseur Volker Sattel, bis er alle Drehgenehmigungen beisammen hatte. Es hat sich gelohnt: Befürworter wie Gegner der Kernkraft werden UNTER KONTROLLE (UNTER KONTROLLE Trailer) mit Gewinn ansehen. Mehr lässt sich bei einem solchen Reizthema kaum erreichen. Das Prädikat "besonders wertvoll" bekam der Film schon; Volker Sattel hätte das Bundesverdienstkreuz verdient."

25. Mai 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • filmgazette.de

Die ambivalente Faszination, die der Film für Wolfgang Nierlin "ausstrahlt, ist eng verknüpft mit den Utopien einer Technologiegläubigkeit, die sich in den Architekturen der Kraftwerke widerspiegelt. Regisseur und Kameramann Volker Sattel, 1970 in Speyer geboren und mit Blick auf die gewaltigen Kühltürme von Philippsburg aufgewachsen, spürt diesen Dimensionen und ihren symmetrischen Strukturen in statischen Totalen und ruhigen Schwenks nach. Mit insistierendem Blick auf die unzähligen Knöpfe und Kontrollleuchten von Schaltzentralen, auf Kabelgewirr und riesige Betonkuppeln entstehen so immer wieder irritierende Kontraste und gespenstische Szenerien."

26. April 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • Der Spiegel

Eine gelungene Dokumentation sah Christian Buß. "Unter Kontrolle (Unter Kontrolle Trailer) zeigt den AKW-Mitarbeiter in einem Raum, der komplett nach dem Prinzip der Risikoverwaltung organisiert ist. Der Mensch selber ist hier Teil des Risikos, weil er Fehler macht. Volker Sattel setzt ihn in Zusammenhang zu einem Apparat, der mächtiger scheint als die Summe der Menschen, die ihn bedienen."

17. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Katja Lüthge "sind sehr schöne Momente entstanden, die, beabsichtigt oder nicht, neben dem gerüttelt Maß an architektonischer Hässlichkeit und menschlicher Biederkeit auch für unerwartbare Komik sorgen. Ein vorläufiger Höhepunkt ist ohne Frage die Erläuterung einer Reaktorschutztafel - "die anzeigt, ob eine ungute Situation entstehen könnte" - durch einen Sicherheitsbeauftragten. Die Tafel hätte es ganz bestimmt aus dem Stand in die taz-Serie der wirrsten Grafiken der Welt geschafft."

13. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • perlentaucher.de

Thomas Groh stellt fest: "Das Werbe- und Managerdeutsch zahlreicher Kernkraftindustrievertreter, das zu Beginn des Films die Tonspur dominiert, erfährt in der zweiten Hälfte ein galliges Echo im Konkreten: Beim immensen Aufwand zur Atommülllagerung, beim langwierigen, schwierigen, oft jahrelangen Rückbau von Kernkraftwerken, bei der etwas hilflos ins Groteske gekippten Neunutzung von AKW-Anlagen als fröhlich angestrichene Kinderparadiesparks, steht die Frage nach den Kosten, und wer diese trägt, zumindest latent im Raum. Dennoch, eine politische Streitschrift ist dies nicht - kein Kommentar, keine Kritik. Volker Sattel beobachtet, montiert noch nicht einmal suggestiv. Das Material spricht für sich."

12. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • frombeyond

"Die Kamera gerinnt zur erzählerischen Kraft. Information ist, was sie einfängt. Wenn sie den Gesprächen der Mitarbeiter lauscht und sich aus diesen sogleich mit sanften Schwenks wieder verabschiedet, muss man ihrem Blick unweigerlich folgen. Mächtige Bilder, eine Situation des Ausgeliefertseins, Dokumentation unter Vorsicht. Der Schnitt stellt die entsprechende Ordnung her, gut vorstellbar, dass UNTER KONTROLLE (2011) (UNTER KONTROLLE (2011) Trailer) dort neben seiner Rhythmik auch überhaupt erst zu Form und Struktur fand."

11. Februar 2011 | UNTER KONTROLLE • Kritik • Die Tageszeitung

Susanne Messmer ist durchaus angetan. "Volker Sattel hat [die Leute] nie in die Kamera sprechen lassen, sondern an der Kamera vorbei, so dass man nicht nur darauf hört, was sie sagen, sondern auch darauf schaut, wie sie es sagen. UNTER KONTROLLE (2011) (UNTER KONTROLLE (2011) Trailer), dieser genaue Blick ins Innere eines Systems, wirkt wie ein Plädoyer fürs Innehalten. Er rückt die Absurdität der Anstrengungen ins Zentrum, die für die Beherrschung dieser Technologie nötig war und ist - und wie tragisch ihr Scheitern für die, die bis heute voller Stolz und mit rührend kindlichem Trotz an ihr hängen."

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