| Regie | Scott Charles Stewart |
| Kinostart | 12.05.2011 |
Oliver Kaever fand die Stilmischungen des Filmes merkwürdig. "Überraschend soll dabei wohl die Mischung aus futuristischen und Western-Elementen wirken. Das führt aber eher zu unfreiwillig komischen Szenen, in denen der Priester zunächst mit einem solarbetriebenen Motorrad durch die Gegend düst, während im nächsten Moment Menschen andächtig einem knarzenden Grammophon lauschen."
"So einfach sollte man es solchen Regisseuren nicht machen, die offensichtlich aus der Learning by zapping-Filmschule stammen und denken, die abendlichen Fernsehwiederholungen diverser Blockbuster würden ihnen das Wesentliche über das Filmemachen beibringen. Dabei hätte man allen Grund den Film schön zu reden, schließlich brachte der Film gutes Geld nach Deutschland."
Marco Rauch war unzufrieden. "Die Handlung ist nichts neues, darauf braucht sich der Drehbuchautor Cory Goodman nichts einbilden, denn im Grunde handelt es sich hierbei um nichts weiter als einer Neuauflage von John Fords Klassiker The Searchers, reingezwängt in ein Sci-Fi Gewand und statt Indianer hat man halt Vampire. Wäre alles nicht so schlimm, wenn Priest eine zumindest annähernd tief greifende Ambivalenz aufweisen würde wie sein Westernvorbild. Doch davon ist Priest (
) weit entfernt."
"Lieber einen guten B-Film, als einen schlechten A-Film", meint Lukas Foerster. "Ein geradliniger, unironischer B-Film wie Priest (
) ist eine willkommene Abwechslung zwischen den überladenen Blockbustern, die in diesen Wochen und vermutlich noch eine ganze Weile die Kinolandschaft dominieren."
Viel mittelmäßiges sah Philipp Bühler. "Derart düster und humorlos inszeniert Regisseur Scott Stewart den ganzen Film, und weil er das als Effektspezialist gelernt hat, spricht man, völlig zu Recht, von solider Action. Sie ist aber charakterlich so substanzlos, dass doch eher die Suche nach filmischen Referenzen den Blick fesselt. Sie kommen zuhauf, reichen von Mad Max und Blade Runner bis zum deutschen Expressionismus."
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