| Regie | Tom Hanks |
| Kinostart | 30.06.2011 |
Gegenwartsnostalgie und Retro-Romantik gehen in Tom Hanks zweiter Regiearbeit eine unebene Liaison ein, meint Lida Bach. "Der Arbeitslosigkeit, die in der Handlung nahezu belanglos ist, fährt Larry Crowne auf dem Moped davon. Diese wortwörtliche Realitätsflucht unterminiert den filmischen Frohsinn. Dass die Botschaft die vermeintliche Herzensbildung einfacher Gemüter betont, wird zur unfreiwilligen Pointe. Das Leben sei die beste Schule, räsoniert der Titelcharakter zum Schluss. Tom Hanks und Co-Drehbuchautorin Nia Vardalos haben dort offensichtlich nicht viel gelernt."
Oliver Schmitt resümiert: "Larry ist die filmische Hoffnungstherapie des fast wünschenswerten Erfolgmodels eines downshifting Lebensentwurfs. Seine Suche im finsteren Tal ist eben nicht so finster wie Greenbergs permanente Selbstverteidigung gegenüber seiner Umwelt. Das Rezept dafür ist ungebrochener Optimismus und ein fast blindes Vertrauen in die Menschen, die ihm begegnen. Das mag auch das eigentliche Nennenswerte an Larry Crowne sein, die fast magische Verbindung der Menschen untereinander."
"Leider entfernt sich der Film dabei dermaßen von der Realität – und versucht mit der Liebeskonstellation Tom Hanks/Julia Roberts immer wieder erfolglos zu dieser zurückzukehren – dass sich die Nachvollziehbarkeit und der Identifikationscharakter mit den Figuren in Luft auflöst. Vielleicht hätte das Gesamtkonstrukt besser funktioniert, hätte man die Liebesgeschichte fallen gelassen und Tom Hanks mehr mit seinen Mitschülern agieren lassen, so dass eine ähnliche Handlung entstanden wäre, wie sie von der durchaus gut konzipierten U.S.-Fernsehserie 'Community' praktiziert wird."
"LARRY CROWNE (
) fehlt es an einer innovativen, neuen Story mit nachvollziehbaren, liebenswerten Charakteren, in die man sich hineinversetzen kann. Zwar bleibt sich Tom Hanks treu und bietet eine solide, von ihm gewohnte Schauspielleistung, welche aber aufrgund des schlechten Drehbuchs und der noch schlechteren Dialoge nicht wirklich viel bewirken kann. Das einstige Aushängeschild Hollywoods meldet sich traurigerweise mit einer mehr als nichtssagenden Romantikkomödie zurück."
LARRY CROWNE (
) ist eine leicht verdauliche Komödie, die in erster Linie durch eine angenehme Harmlosigkeit auffällt. "Vorhersehbar plätschert so die Handlung von einer Szene zur nächsten und erstaunt höchstens durch die Harmlosigkeit der Geschichte. Doch diese Schwäche ist irgendwie auch eine Stärke des Films. Es ist schon fast erfrischend, wie Tom Hanks und Nia Vardalos beinahe vollkommen auf Anzüglichkeiten und Vulgaritäten verzichten. Dadurch bewegt sich der Humor zwar auf dem Niveau einer braven Sitcom, aber für unbekümmerte Unterhaltung reicht das aus. Selbst wenn sich die Botschaft des Films letztlich als ebenso bieder entpuppt wie die Hauptfigur."
"Zuschauer mit Ansprüchen und Erwartungen werden von LARRY CROWNE (
) bitter enttäuscht sein. Wie schon bei The Tourist werden die Zuschauer mit zwei grossen Hollywood-Namen ins Kino gelockt, nur um dann für dumm verkauft zu werden. Der eine oder andere könnte den Film vielleicht noch als nett abtun, aber für diesen Film geht man nicht ins Kino, sondern schaut sich ihn zuhause auf dem Sofa an. Dort kann man dann auch leichter wegdösen. Verpassen tut man nichts."
Überblick zum Film auf moviepilot.de
Überblick zu LARRY CROWNE (
) auf der imdb.com
"Das sieht nett aus - wobei das Wort Nettigkeit überhaupt den Kern von Larrys Wesen trifft." - Berliner Zeitung
"Tom Hanks' zweite Kinoregie in über 15 Jahren gleicht über weite Strecken der Verfilmung eines Selbsthilfebuchs." - Die Taz
"Tom Hanks’ Inszenierung entspricht den Genrekonventionen der romantischen Komödie; nichts ist überraschend, aber alles amüsant" - Der Tagesspiegel