| Regie | John Requa |
| Glenn Ficarra | |
| Kinostart | 18.08.2011 |
Christian Alt fühlte sich eher an ein Bühnenstück als an einen Film erinnert."Crazy, Stupid, Love (
) ist die familientaugliche Variante der gegenwärtigen Romantic Comedy und funktioniert als solche äußerst gut. Sie ist eben keine Grossout-Komödie oder ein Produkt des weitreichenden Apatow-Universums. Auch wenn sie an vielen Stellen postmodern daherkommt, ist sie eher postklassisch im direkten Rückgriff auf die Screwball Tradition."
Thorsten Funke lobt den feinen Sinn für Ironie. "Das Erstaunliche ist, dass trotz dieses Aufgebots an großen weiblichen Namen und trotz der Sorgfalt, die in jede einzelne ihrer Rollen gelegt ist, die Frauenfiguren allesamt nicht im Zentrum stehen. In Crazy, Stupid, Love geht es über die weiteste Strecke um die Beziehung von Steve Carells gehörntem Familienvater und Ryan Goslings Barhocker-Casanova. Für eine romantische Komödie, eigentlich ja ein Frauen-Genre, ist das durchaus ungewöhnlich, aber umso interessanter."
Günter H. Jekubzik ist erstaunt. "Steve Carell zeigt diesmal nicht nur sein komödiantisches Talent, sondern auch schauspielerisches Vermögen."
Ekkehard Knörer meint: "Ein Ringelreihen der nicht immer durchsichtigen Freundschafts- und Verwandtschaftsverhältnisse. Als Komödie gespielt. Bombastisch besetzt: Steve Carrell, Julianne Moore, Ryan Gosling, Emma Stone, Kevin Bacon. Durchaus ganz nett. Vom aktuellen Komödienniveau der Apatowschule dann aber doch mehr als ein Stückchen entfernt."
"Manchmal plätschert das Geschehen auf der Leinwand etwas hilflos dahin. Manchmal sind die Szenen herrlich komisch. CRAZY, STUPID, LOVE (
) ist ein nettes, überlanges Ding von Film, das anfangs etwas schwer in Gänge kommt, das aber durchaus seine süßen Momente hat und mit seinem absurden Nonsense-Schaulauf im großen Finale Sympathiepunkte sammelt."
Nils Bothmann ist begeistert, besonders über die Darsteller. "Trotz gelegentlicher Überzeichnungen und Witze unterhalb der Gürtellinie gibt sich CRAZY, STUPID, LOVE (
) als durchaus realistische Beziehungskomödie, lebt von teilweise famosen Dialogen und der groß aufspielenden Besetzung: Steve Carell als sympathischer Verlierer, Julianne Moore als Ehefrau in der Midlife-Crisis und Emma Stone als natürliche Schönheit abseits der von Hollywood gern gepflegten Barbiepuppen-Ideale. Ein weiterer Gewinn ist Indie-Darling Ryan Gosling."
Catharina Steiner hat sich etwas mehr gewünscht. Der Film hätte "sein komödiantisches Potential wohl voll entfalten können - auch dank der offensichtlichen Chemie zwischen Ryan Gosling und Steve Carell. Letzterer hat die Rolle des liebenswerten Biedermanns inzwischen perfektioniert, und Ryan Gosling - sonst eher ernsthaften Rollen verschrieben - zeigt mit seiner Parodie eines oberflächlichen Playboys, welches Comedy-Talent in ihm schlummert."
"CRAZY, STUPID, LOVE (
) ist absolut gelungen. Sogar mehr als das: Es macht Spass, den Figuren über die Schulter zu schauen, es darf gelacht werden, aber gleichzeitig wird einem auch die Ernsthaftigkeit solcher Momente bewusst. Ein sauber produzierter Mix, der nicht als reine Komödie durchgeht, aber ein tolles Gesamtpaket ergibt. Und Steve Carrell ist in solchen Rollen fast noch besser, als wenn er nur blödeln darf."
"Die Filmregie von Glenn Ficarra und John Requa hat in dem von Dan Fogelman verfassten Drehbuch und dem geknüpften komödiantischen Wirrwarr viele Strippen zu führen. Die Anstrengung ist stellenweise spürbar. Aber das Team, voran die Protagonisten, transportieren die alte Geschichte um "Irrungen und Wirrungen" mit Charme, Humor und ironischem Zwinkern sehr liebenswert ins heutige Amerika."
Ronja Dittrich sah tiefgründiges Mainstream-Kino. Das Filmteam "tritt hier auch den Beweis an, dass ein etwas tiefer gehender Charme im Mainstream-Kino eine Nische gefunden hat. Denn neben der genretypischen Seelenverwandschafts-Melodie schlägt der Film auch andere Töne an: Ambivalenzen und Enttäuschungen werden zugelassen, die Grenzen der Romantik im Erwachsenenleben ausgelotet. Das Drehbuch zeigt Wortwitz und ein sichtbares Interesse an mehreren Figuren, der Film selbst eine angenehme Zurückhaltung in der Inszenierung von Situationskomik."
Sebastian Moitzheim sah einen überaus amüsanten, kurzweiligen Film, dessen hervorragende Besetzung für so manche Schwäche entschädigt. Die Filmemacher "verlassen sie sich auf ihren Humor und der sitzt: Die Dialoge sind clever und temporeich, die Pointen perfekt getimt. Die Darsteller tun ihr übriges, die fehlende erzählerische Zugkraft von CRAZY, STUPID, LOVE (
). vergessen zu machen."
CRAZY, STUPID, LOVE - Offizielle Website
CRAZY, STUPID, LOVE - filmmag.de
CRAZY, STUPID, LOVE - imdb.com
CRAZY, STUPID, LOVE - moviepilot.de